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Stadt Warendorf Urkunden
1477 Mai 10
Regest: Vor dem bischöflichen Richter Hinrich Lodewich gen. Duvel verkaufen die Eheleute Henrick und Alicke Herwech dem Rektor der Kap[e]lle vor dem Emstor Johann Nortwold und den Verwahrern der Armen vor dem Emstor Hermann Cleinewege und Clauwes Hake eine jährlich zu Pfingsten fällige Rente von 1 Rheinischen Gulden für 18 Rheinische Gulden aus 5 Stücken Land zu 10 Scheffel Korn Einsaat vor dem Emstor an der Twevoldigen Heige neben Land des Hinrick Renßinck und des Lubertus Pagenliff, belastet mit 1 Scheffel Morgenkorn. Es bürgen Hermann But und Hinrich Lone jun. Der Richter siegelt. Zeugen: Hinrick Wale gen. Schiltmecker, Hanß Smit und Johannes Voget, Schöffen.
Ausfertigung Pergament 18,5 x 32, 5 cm; anhängendes Siegel des Richters beschädigt. Bisher U 20.
Urkunden
des saterdages na Johannes ante Portam Latinam
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.