5. Infanterie-Division / 5. Jäger-Division (Bestand)
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BArch RH 26-5
call number: RH 26-5
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Reichsheer und Heer >> Kommandobehörden, Verbände und Einheiten >> Divisionen >> Infanterie-Divisionen
1924,1939-1943, 1945
Geschichte des Bestandsbildners: Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", 14 Bände, (Bd. 2, Seite 288), Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.
5. Infanterie-Division
(WK V, E 56 Ulm, Kolmar)
*Okt. 1934 mit der Tarnbezeichnung "Kommandant von Ulm", 15.10.1935 Inf. Div., FStO ULM, WK V; 25.8.1939 mobil mit
Inf. Rgt. 14 Konstanz I.-III.
Inf. Rgt. 56 Ulm I.-III.
Inf. Rgt. 75 Freiburg I.-III.
Art. Rgt. 5 Ulm I.-III. mit I./Art. Rgt. 41
Div. Einheiten 5
Im Jan. 1940 wurde Felders. Btl. 5 in III./Inf. Rgt. 324 (163. ID) umbenannt. Feb. 1940 erfolgte die Abgabe von Stab und II./Inf. Rgt. 56 an die 292. Inf. Div. (8. Welle), im Oktober 1940 Abgabe eines Drittels der Division (u.a. Stab IR 14, III./14, III./56, III./75) an die 125. Inf. Div. Beide Abgaben wurden ersetzt. Am 1.12.1941 erfolgte nach starken Verlusten im Osten in Frankreich die Umbildung der Division in eine leichte Inf. Div. mit Mittelgebirgsausrüstung. Das Inf. Rgt. 14 wurde an die 78. Inf. Div. abgegeben, die beiden anderen Regimenter in Jäger-Regimenter umgebildet.
5. Jäger-Division
(E 56 Kolmar, WK V)
Am 6. Juli 1942 wurde dann auch die Division selbst in 5. Jäger-Div. umbenannt:
Jäger-Rgt. 56 I.-III.
Jäger-Rgt. 75 I.-III.
Art. Rgt. 5 I.-IV. (IV. aus I./Art. Rgt. 41)
Div. Einheiten 5
Die Division kam bei Wittenberge in russische Gefangenschaft.
Unterstellung:
a) als 5. Inf. Div.
1939
Sept./Okt.: XII; 7. Armee; "C"; Westen; Oberrhein
Nov./Dez.: XVIII; 12. Armee; "A"; Westen; Eifel
1940
Jan./Mai: XVIII; 12. Armee; "A"; Westen; Eifel
Juni: VI; 2. Armee; "A"; Westen; Aisne, Loire
Juli: XXVII; 12. Armee; "C"; Westen; Frankreich
Aug.: XVIII; 12. Armee; "C"; Westen; Frankreich
Sept./Okt.: XVIII; 1. Armee; "C"; Westen; Frankreich
Nov./Dez.: LX; 1. Armee; "D"; Westen; Frankreich (Besancon)
1941
Jan./März: LX; 1. Armee; "D"; Westen; Frankreich
April: VI; 18. Armee; "B"; Osten; Ostpreußen
Mai: V; 9. Armee; "B"; Osten; Ostpreußen
Juni/Sept.: V; 9. Armee; Mitte; Osten; Vormarsch, Wiasma
Okt.: V; 3. Pz. Gru.; Mitte; Osten; Wiasma
Nov.: z. Vfg.; Mitte; Osten; Wiasma
b) als 5. lei. Inf. Div.
Dez.: VIII; 1. Armee; "D"; Westen; Frankreich
1942
Jan.: VIII; 1. Armee; "D"; Westen; Frankreich
Febr./Juni: X; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
c) als 5. Jäger-Div.
Juli/Dez.: X; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
1943
Jan./März: X; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
Apr./Mai: z. Vfg.; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
Juni/Juli: X; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
Aug./Nov.: VIII; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
Dez.: X; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
1944
Jan./März: IX; 3. Pz.Armee; Mitte; Osten; Witebsk
April: LVI; 2. Armee; Mitte; Osten; Kowel
Mai/Juni: VIII; 2. Armee; Mitte; Osten; Kowel
Juli: VIII; 4. Pz.Armee; Mitte; Osten; Kowel
Aug./Okt.: XX; 2. Armee; Mitte; Osten; Narew
Nov./Dez.: XXIII; 2. Armee; Mitte; Osten; Narew
1945
Jan.: XXIII; 2. Armee; Mitte; Osten; Narew
Febr.: X. SS; 11. Armee; Weichsel; Osten; Neustettin
März: X. SS; 3. Pz.Armee; Weichsel; Osten; Dramburg
April: CI; 9. Armee; Weichsel; Osten; Oder, Freienwalde
Anmerkung:
Die Unterstellungsverhältnisse sind (nach den "Schematischen Kriegsgliederungen") jeweils nur für einen Stichtag pro Monat angegeben; im einzelnen:
1940
9. Juni, 21. Juli, 1. Aug., 13. Sept., 7. Okt., 7. Nov., 12. Dez.
1941
15. Jan., 10. Feb., 12. März, 5. Apr., 1. Mai, 5. Juni, 1. Juli, 7. Aug., 3. Sept., 2. Okt., 4. Nov., 4. Dez.
1942
2. Jan., 6. Feb., 10. März, 5. Apr., 11. Mai, 8. Juni, 4. Juli, 5. Aug., 2. Sept., 8. Okt., 5. Nov., 1. Dez.
1943
1. Jan., 3. Feb., 4. März, 9. Apr., 1. Mai, 1. Juni, 7. Juli, 5. Aug., 5. Sept., 4. Okt., 8. Nov., 3. Dez.
1944
15. Apr., 15. Mai, 15. Juni, 15. Juli, 31. Aug., 16. Sept., 13. Okt., 5. Nov. (26. Nov.), (31. Dez.)
1945
19. Feb., 1. März, 12. Apr., 7. Mai
Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.
Bearbeitungshinweis: Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1988 verzeichnet worden (Frau Ganser). Das hieraus im April 1988 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und nach Überarbeitung 2010 online gestellt sowie 2015 überarbeitet.
Bestandsbeschreibung: Wie die Kriegstagebücher (KTB) aller anderen Verbände und Dienststellen des Heeres waren auch die KTB der Divisionen vom Mobilmachungstag (26. August 1939) an das Heeresarchiv Potsdam abzugeben, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer) und in dieser Reihenfolge eingelagert, dann aber systematisch nach den KTB-führenden Stellen und Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (so genannte "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass noch bis Anfang bzw. Mitte 1944 Kriegstagebücher von Divisionen beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind die Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr in die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 vernichtet worden. Weitere Aktenverluste, die nur zum Teil durch Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen aufgefüllt werden konnten, waren bereits beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 entstanden. Die nach Liegnitz ausgelagerten Divisionsbestände gelangten mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und über Frankfurt/Main in die USA gebracht wurden. Dort wurden sie nochmals erfasst und - mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen - verfilmt. Ab 1962 erfolgte die Rückgabe an die Bundesrepublik Deutschland. Die Unterlagen kamen zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, von wo sie nach deren Auflösung Anfang 1968 in die Abteilung Militärarchiv gelangten.
In den einzelnen Rückgaben waren enthalten:
- Sept. 1962: 1.-6. Division
- März 1963: 7.-18. Division
- Juli 1963: 19.-23. Division
- März 1964: 24.-34. und 73. bis 79. Division
- Juli 1964: 35.-72. und 81. Division
- März 1964: 82.-100. Division
- Sept. 1965: 101.-125. Division
- Mai 1966: 126.-212. und 215.-217. Division
- Juli 1966: 213. Sich. Division
- Dez. 1966: 218.-295. Division
- Mai 1967: 296.-383. Division, 999. le. Afrika-Division, Div. Brandenburg
- Okt. 1967: 384.-719. Division und Division 905
ferner: Div. Dormagen, Inf.Div. Großdeutschland, Sturm-Div. Rhodos,
Div.Gruppe Rossi, Div. von Broich/Div. von Manteuffel
In den "Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Virginia" sind Kriegstagebücher von Infanterie-Divisionen wie folgt erfasst:
- Guide Nr. 41: Divisionen 1-5 (Nachträge in Guide Nr. 63)
- Guide Nr. 45: Divisionen 6-9 (Nachträge in Guide Nr. 63)
- Guide Nr. 63: Nachträge Divisionen 1-9, Divisionen 10-21
- Guide Nr. 64: Divisionen 22-57
- Guide Nr. 65: Divisionen 58-96
- Guide Nr. 66: Divisionen 97-114
- Guide Nr. 67: Divisionen 116-137
- Guide Nr. 68: Divisionen 141-187
- Guide Nr. 69: Divisionen 189-218
- Guide Nr. 70: Divisionen 221-255
- Guide Nr. 71: Divisionen 256-291
- Guide Nr. 72: Divisionen 292-327
- Guide Nr. 73: Divisionen 328-369
- Guide Nr. 74: Divisionen 370-710
- Guide Nr. 64: Divisionen 22-57
- Guide Nr. 76: Divisionen 712-719, 999, Pz.Gren.Div. Brandenburg, Sturm-Div.
Rhodos, Div. von Broich/von Manteuffel, Div. Dormagen,
Div.Gruppe Rossi, Pz.Gren.Div. Großdeutschland, Pz.Gren.Div.
Feldherrnhalle
Das Aktenmaterial aus Potsdam bzw. Liegnitz, das etwa 95 bis 98% der Bestände ausmacht, wird ergänzt durch Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat, sowie durch Einzelakten aus anderen in den USA zum Teil unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen (z.B. „EAP") und durch Abgaben aus Privathand, darunter auch Nachkriegs-Ausarbeitungen der Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army/Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer.
Akten aus der Vorkriegszeit sind bei den Infanterie-Divisionen nur in drei Ausnahmefällen in größerer Zahl überliefert: - 7., 10. und 17. Inf.Div.; diese drei Divisionen waren im Wehrkreis VII (München), bzw. im später (1937) eingerichteten, ebenfalls bayerischen Wehrkreis XIII (Nürnberg) beheimatet. Für beide Wehrkreise muss etwa Anfang 1941 eine Aktensammelaktion befohlen worden sein, ohne dass hierüber Näheres bekannt geworden wäre. Unbekannt ist auch, wo sich die Aktensammelstelle befand, in der amerikanische Truppen 1945 mehrere tausend Akten von Stäben, Truppenteilen und Dienststellen mit bayerischen Standorten aus der Zeit 1919 bis 1941 erbeuteten. Dieses Schriftgut wurde nach der Rückgabe aufgeteilt; Divisionsakten kamen in die Bestandsgruppe RH 26. Von diesen drei Ausnahmen also abgesehen, ist aus den Vorkriegsjahren praktisch nichts vorhanden; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.
Die Gliederung des Aktenmaterials ist stets die gleiche:
- Stammtafeln (mit organisationsgeschichtlichen Angaben auch zu den Divisionseinheiten)
- Abteilung Ia (Führungsabteilung; auch Ausbildungsangelegenheiten)
- Abteilung Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)
- Abteilung IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)
- Abteilung Ib (Quartiermeister) mit den Unterabteilungen
III (Gericht)
IVa (Intendant)
IVb (Div.Arzt)
IVc (Div.Veterinär)
IVd ev./kath. (Div. Geistliche)
- Kommandant des Div.Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)
- Sonstige Unterlagen
Inhaltliche Charakterisierung: Ia: Kriegstagebuch von Mai bis Okt. 1940 (Anlagen ab Jan. 1940) und Jan. bis Dez. 1943 sowie Kriegstagebuch der Vorausabt. Richter von Juni 1940
Ib: Kriegstagebuch von Mai 1940 bis Dez. 1943 und Okt. bis Dez. 1944
Ic: Tätigkeitsbericht von Juni bis Dez. 1943
Erschließungszustand: Vollständig erschlossen
Zitierweise: BArch RH 26-5/...
5. Infanterie-Division
(WK V, E 56 Ulm, Kolmar)
*Okt. 1934 mit der Tarnbezeichnung "Kommandant von Ulm", 15.10.1935 Inf. Div., FStO ULM, WK V; 25.8.1939 mobil mit
Inf. Rgt. 14 Konstanz I.-III.
Inf. Rgt. 56 Ulm I.-III.
Inf. Rgt. 75 Freiburg I.-III.
Art. Rgt. 5 Ulm I.-III. mit I./Art. Rgt. 41
Div. Einheiten 5
Im Jan. 1940 wurde Felders. Btl. 5 in III./Inf. Rgt. 324 (163. ID) umbenannt. Feb. 1940 erfolgte die Abgabe von Stab und II./Inf. Rgt. 56 an die 292. Inf. Div. (8. Welle), im Oktober 1940 Abgabe eines Drittels der Division (u.a. Stab IR 14, III./14, III./56, III./75) an die 125. Inf. Div. Beide Abgaben wurden ersetzt. Am 1.12.1941 erfolgte nach starken Verlusten im Osten in Frankreich die Umbildung der Division in eine leichte Inf. Div. mit Mittelgebirgsausrüstung. Das Inf. Rgt. 14 wurde an die 78. Inf. Div. abgegeben, die beiden anderen Regimenter in Jäger-Regimenter umgebildet.
5. Jäger-Division
(E 56 Kolmar, WK V)
Am 6. Juli 1942 wurde dann auch die Division selbst in 5. Jäger-Div. umbenannt:
Jäger-Rgt. 56 I.-III.
Jäger-Rgt. 75 I.-III.
Art. Rgt. 5 I.-IV. (IV. aus I./Art. Rgt. 41)
Div. Einheiten 5
Die Division kam bei Wittenberge in russische Gefangenschaft.
Unterstellung:
a) als 5. Inf. Div.
1939
Sept./Okt.: XII; 7. Armee; "C"; Westen; Oberrhein
Nov./Dez.: XVIII; 12. Armee; "A"; Westen; Eifel
1940
Jan./Mai: XVIII; 12. Armee; "A"; Westen; Eifel
Juni: VI; 2. Armee; "A"; Westen; Aisne, Loire
Juli: XXVII; 12. Armee; "C"; Westen; Frankreich
Aug.: XVIII; 12. Armee; "C"; Westen; Frankreich
Sept./Okt.: XVIII; 1. Armee; "C"; Westen; Frankreich
Nov./Dez.: LX; 1. Armee; "D"; Westen; Frankreich (Besancon)
1941
Jan./März: LX; 1. Armee; "D"; Westen; Frankreich
April: VI; 18. Armee; "B"; Osten; Ostpreußen
Mai: V; 9. Armee; "B"; Osten; Ostpreußen
Juni/Sept.: V; 9. Armee; Mitte; Osten; Vormarsch, Wiasma
Okt.: V; 3. Pz. Gru.; Mitte; Osten; Wiasma
Nov.: z. Vfg.; Mitte; Osten; Wiasma
b) als 5. lei. Inf. Div.
Dez.: VIII; 1. Armee; "D"; Westen; Frankreich
1942
Jan.: VIII; 1. Armee; "D"; Westen; Frankreich
Febr./Juni: X; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
c) als 5. Jäger-Div.
Juli/Dez.: X; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
1943
Jan./März: X; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
Apr./Mai: z. Vfg.; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
Juni/Juli: X; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
Aug./Nov.: VIII; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
Dez.: X; 16. Armee; Nord; Osten; Staraja Russa
1944
Jan./März: IX; 3. Pz.Armee; Mitte; Osten; Witebsk
April: LVI; 2. Armee; Mitte; Osten; Kowel
Mai/Juni: VIII; 2. Armee; Mitte; Osten; Kowel
Juli: VIII; 4. Pz.Armee; Mitte; Osten; Kowel
Aug./Okt.: XX; 2. Armee; Mitte; Osten; Narew
Nov./Dez.: XXIII; 2. Armee; Mitte; Osten; Narew
1945
Jan.: XXIII; 2. Armee; Mitte; Osten; Narew
Febr.: X. SS; 11. Armee; Weichsel; Osten; Neustettin
März: X. SS; 3. Pz.Armee; Weichsel; Osten; Dramburg
April: CI; 9. Armee; Weichsel; Osten; Oder, Freienwalde
Anmerkung:
Die Unterstellungsverhältnisse sind (nach den "Schematischen Kriegsgliederungen") jeweils nur für einen Stichtag pro Monat angegeben; im einzelnen:
1940
9. Juni, 21. Juli, 1. Aug., 13. Sept., 7. Okt., 7. Nov., 12. Dez.
1941
15. Jan., 10. Feb., 12. März, 5. Apr., 1. Mai, 5. Juni, 1. Juli, 7. Aug., 3. Sept., 2. Okt., 4. Nov., 4. Dez.
1942
2. Jan., 6. Feb., 10. März, 5. Apr., 11. Mai, 8. Juni, 4. Juli, 5. Aug., 2. Sept., 8. Okt., 5. Nov., 1. Dez.
1943
1. Jan., 3. Feb., 4. März, 9. Apr., 1. Mai, 1. Juni, 7. Juli, 5. Aug., 5. Sept., 4. Okt., 8. Nov., 3. Dez.
1944
15. Apr., 15. Mai, 15. Juni, 15. Juli, 31. Aug., 16. Sept., 13. Okt., 5. Nov. (26. Nov.), (31. Dez.)
1945
19. Feb., 1. März, 12. Apr., 7. Mai
Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.
Bearbeitungshinweis: Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1988 verzeichnet worden (Frau Ganser). Das hieraus im April 1988 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und nach Überarbeitung 2010 online gestellt sowie 2015 überarbeitet.
Bestandsbeschreibung: Wie die Kriegstagebücher (KTB) aller anderen Verbände und Dienststellen des Heeres waren auch die KTB der Divisionen vom Mobilmachungstag (26. August 1939) an das Heeresarchiv Potsdam abzugeben, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer) und in dieser Reihenfolge eingelagert, dann aber systematisch nach den KTB-führenden Stellen und Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (so genannte "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass noch bis Anfang bzw. Mitte 1944 Kriegstagebücher von Divisionen beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind die Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr in die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 vernichtet worden. Weitere Aktenverluste, die nur zum Teil durch Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen aufgefüllt werden konnten, waren bereits beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 entstanden. Die nach Liegnitz ausgelagerten Divisionsbestände gelangten mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und über Frankfurt/Main in die USA gebracht wurden. Dort wurden sie nochmals erfasst und - mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen - verfilmt. Ab 1962 erfolgte die Rückgabe an die Bundesrepublik Deutschland. Die Unterlagen kamen zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, von wo sie nach deren Auflösung Anfang 1968 in die Abteilung Militärarchiv gelangten.
In den einzelnen Rückgaben waren enthalten:
- Sept. 1962: 1.-6. Division
- März 1963: 7.-18. Division
- Juli 1963: 19.-23. Division
- März 1964: 24.-34. und 73. bis 79. Division
- Juli 1964: 35.-72. und 81. Division
- März 1964: 82.-100. Division
- Sept. 1965: 101.-125. Division
- Mai 1966: 126.-212. und 215.-217. Division
- Juli 1966: 213. Sich. Division
- Dez. 1966: 218.-295. Division
- Mai 1967: 296.-383. Division, 999. le. Afrika-Division, Div. Brandenburg
- Okt. 1967: 384.-719. Division und Division 905
ferner: Div. Dormagen, Inf.Div. Großdeutschland, Sturm-Div. Rhodos,
Div.Gruppe Rossi, Div. von Broich/Div. von Manteuffel
In den "Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Virginia" sind Kriegstagebücher von Infanterie-Divisionen wie folgt erfasst:
- Guide Nr. 41: Divisionen 1-5 (Nachträge in Guide Nr. 63)
- Guide Nr. 45: Divisionen 6-9 (Nachträge in Guide Nr. 63)
- Guide Nr. 63: Nachträge Divisionen 1-9, Divisionen 10-21
- Guide Nr. 64: Divisionen 22-57
- Guide Nr. 65: Divisionen 58-96
- Guide Nr. 66: Divisionen 97-114
- Guide Nr. 67: Divisionen 116-137
- Guide Nr. 68: Divisionen 141-187
- Guide Nr. 69: Divisionen 189-218
- Guide Nr. 70: Divisionen 221-255
- Guide Nr. 71: Divisionen 256-291
- Guide Nr. 72: Divisionen 292-327
- Guide Nr. 73: Divisionen 328-369
- Guide Nr. 74: Divisionen 370-710
- Guide Nr. 64: Divisionen 22-57
- Guide Nr. 76: Divisionen 712-719, 999, Pz.Gren.Div. Brandenburg, Sturm-Div.
Rhodos, Div. von Broich/von Manteuffel, Div. Dormagen,
Div.Gruppe Rossi, Pz.Gren.Div. Großdeutschland, Pz.Gren.Div.
Feldherrnhalle
Das Aktenmaterial aus Potsdam bzw. Liegnitz, das etwa 95 bis 98% der Bestände ausmacht, wird ergänzt durch Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat, sowie durch Einzelakten aus anderen in den USA zum Teil unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen (z.B. „EAP") und durch Abgaben aus Privathand, darunter auch Nachkriegs-Ausarbeitungen der Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army/Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer.
Akten aus der Vorkriegszeit sind bei den Infanterie-Divisionen nur in drei Ausnahmefällen in größerer Zahl überliefert: - 7., 10. und 17. Inf.Div.; diese drei Divisionen waren im Wehrkreis VII (München), bzw. im später (1937) eingerichteten, ebenfalls bayerischen Wehrkreis XIII (Nürnberg) beheimatet. Für beide Wehrkreise muss etwa Anfang 1941 eine Aktensammelaktion befohlen worden sein, ohne dass hierüber Näheres bekannt geworden wäre. Unbekannt ist auch, wo sich die Aktensammelstelle befand, in der amerikanische Truppen 1945 mehrere tausend Akten von Stäben, Truppenteilen und Dienststellen mit bayerischen Standorten aus der Zeit 1919 bis 1941 erbeuteten. Dieses Schriftgut wurde nach der Rückgabe aufgeteilt; Divisionsakten kamen in die Bestandsgruppe RH 26. Von diesen drei Ausnahmen also abgesehen, ist aus den Vorkriegsjahren praktisch nichts vorhanden; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.
Die Gliederung des Aktenmaterials ist stets die gleiche:
- Stammtafeln (mit organisationsgeschichtlichen Angaben auch zu den Divisionseinheiten)
- Abteilung Ia (Führungsabteilung; auch Ausbildungsangelegenheiten)
- Abteilung Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)
- Abteilung IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)
- Abteilung Ib (Quartiermeister) mit den Unterabteilungen
III (Gericht)
IVa (Intendant)
IVb (Div.Arzt)
IVc (Div.Veterinär)
IVd ev./kath. (Div. Geistliche)
- Kommandant des Div.Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)
- Sonstige Unterlagen
Inhaltliche Charakterisierung: Ia: Kriegstagebuch von Mai bis Okt. 1940 (Anlagen ab Jan. 1940) und Jan. bis Dez. 1943 sowie Kriegstagebuch der Vorausabt. Richter von Juni 1940
Ib: Kriegstagebuch von Mai 1940 bis Dez. 1943 und Okt. bis Dez. 1944
Ic: Tätigkeitsbericht von Juni bis Dez. 1943
Erschließungszustand: Vollständig erschlossen
Zitierweise: BArch RH 26-5/...
5. Infanterie-Division/5. leichte Infanterie-Division/5. Jäger-Division (5. ID/5. leichte ID/5.Jäger-Div.), 1939-1943
76 Aufbewahrungseinheiten; 2,9 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Deutsche Dienststelle (WASt) Berlin: Erkennungsmarken-Verzeichnisse und namentliche Verlustmeldungen
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bestände:
RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)
PERS 15 (Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht)
ZA 1 (Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer)
Akten:
ZA1/ 1894: Konrad, Rudolf Peter und andere: ("Mountain Warfare Project") Truppenführung im Gebirge
ZA1/ 1895: derselbe: Kampf und Operationen im kaukasischen Raum. - Eine Studie über Gebirgskrieg
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 41 und 63
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Osnabrück 1978
Kameradenkreis der 5. Infanterie- und Jäger-Division (Hrsg.): Ende und Erbe der 5. Infanterie- und Jäger-Division. Villingen 1982
Reinicke, Adolf Die 5. Jäger-Division 1939-1945. Bad Nauheim 1962
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.
Thumm, Helmut: Der weg der 5. Infanterie- und Jäger-division 1921 - 1945. Friedberg 1976
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bestände:
RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)
PERS 15 (Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht)
ZA 1 (Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer)
Akten:
ZA1/ 1894: Konrad, Rudolf Peter und andere: ("Mountain Warfare Project") Truppenführung im Gebirge
ZA1/ 1895: derselbe: Kampf und Operationen im kaukasischen Raum. - Eine Studie über Gebirgskrieg
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 41 und 63
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Osnabrück 1978
Kameradenkreis der 5. Infanterie- und Jäger-Division (Hrsg.): Ende und Erbe der 5. Infanterie- und Jäger-Division. Villingen 1982
Reinicke, Adolf Die 5. Jäger-Division 1939-1945. Bad Nauheim 1962
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.
Thumm, Helmut: Der weg der 5. Infanterie- und Jäger-division 1921 - 1945. Friedberg 1976
Besondere Benutzungsbedingungen: Grundlage für jede Benutzung von Archivgut im Bundesarchiv sind das Bundesarchivgesetz und die Benutzungsverordnung.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST
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