Graf Philipp v. Katzenelnbogen antwortet Schenk Konrad d. Ä., Herrn zu Erbach, auf die Zurückweisung der gegen ihn erhobenen Forderungen wegen der...
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B 3 Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen (Obergrafschaft)
Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen (Obergrafschaft) >> 1 Findbuch Demandt
Darmstadt 1422 Juni 11
Etwa gleichzeitige Kopie Staatsarchiv Darmstadt, Lichtenberg
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Darmstat in die sacramenti a. etc. 22
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Graf Philipp v. Katzenelnbogen antwortet Schenk Konrad d. Ä., Herrn zu Erbach, auf die Zurückweisung der gegen ihn erhobenen Forderungen wegen der Brandschatzung der zu Lichtenberg gehörenden Dörfer, die zu einer Zeit erfolgt sei, als er noch nicht sein Feind gewesen sei, und den Vorschlag eines Schiedstages in dieser Sache, dass er (Konrad) diese Schäden dem Wittum seiner (Graf Philipps) Frau zugefügt habe und die Einwohner dieser Dörfer seiner Frau Anna hinsichtlich ihres Wittums gehuldigt hätten. Er nehme jedoch sein Anerbieten auf einen Schiedstag an und schlage als Termin den 30. Juni oder 1. Juli vor (dinstag oder mitwoch nach sand Peter und sand Paulus tage) und als Ort entweder Lindenfels oder Umstadt. Dort werde er von ihm fordern, was er (Konrad) ihm von Ehre und Rechts wegen nach Ansprache und Antwort schuldig sei. Würde ihm das Recht zu schwer, wolle er es ihm zunächst erlassen und sich mit dem begnügen, was er (Konrad) ihm dann noch der Ehre wegen schulde. Wenn das geschehen sei, könne er seine Forderungen gegen ihn vorbringen, obwohl er (Graf Philipp) nicht wisse, was er (Konrad) von ihm zu fordern habe, jedoch werde er (Graf Philipp) sich mit Gottes Hilfe zu verantworten wissen. Wenn er (Konrad) mit diesen Vorschlägen einverstanden sei, möge er durch diesen Boten antworten
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen, Regesten-Nr. 3134
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Graf Philipp v. Katzenelnbogen antwortet Schenk Konrad d. Ä., Herrn zu Erbach, auf die Zurückweisung der gegen ihn erhobenen Forderungen wegen der Brandschatzung der zu Lichtenberg gehörenden Dörfer, die zu einer Zeit erfolgt sei, als er noch nicht sein Feind gewesen sei, und den Vorschlag eines Schiedstages in dieser Sache, dass er (Konrad) diese Schäden dem Wittum seiner (Graf Philipps) Frau zugefügt habe und die Einwohner dieser Dörfer seiner Frau Anna hinsichtlich ihres Wittums gehuldigt hätten. Er nehme jedoch sein Anerbieten auf einen Schiedstag an und schlage als Termin den 30. Juni oder 1. Juli vor (dinstag oder mitwoch nach sand Peter und sand Paulus tage) und als Ort entweder Lindenfels oder Umstadt. Dort werde er von ihm fordern, was er (Konrad) ihm von Ehre und Rechts wegen nach Ansprache und Antwort schuldig sei. Würde ihm das Recht zu schwer, wolle er es ihm zunächst erlassen und sich mit dem begnügen, was er (Konrad) ihm dann noch der Ehre wegen schulde. Wenn das geschehen sei, könne er seine Forderungen gegen ihn vorbringen, obwohl er (Graf Philipp) nicht wisse, was er (Konrad) von ihm zu fordern habe, jedoch werde er (Graf Philipp) sich mit Gottes Hilfe zu verantworten wissen. Wenn er (Konrad) mit diesen Vorschlägen einverstanden sei, möge er durch diesen Boten antworten
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen, Regesten-Nr. 3134
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 13:41 MESZ