Appellationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
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(1) 0153
Wismar B 58 (W B 2 n. 58)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 02. 1. Kläger B
13.09.1669-10.11.1669
Kläger: (2) Walter Block, kgl. schweischer "Commercien-Directeur" zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Cord Schlüter, Kaufmann und Bürger zu Hamburg (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Lic. Johann Thurmann (A & P) Bekl.: Dr. Ambrosius Petersen (A & P)
Fallbeschreibung: Bekl. hatte Kl. vor dem Rat wegen Bezahlung von Schulden verurteilt, woraufhin Rat sofort eine Kommission eingesetzt hatte, die von Syndikus Schwartzkopf, einem Feind des Kl.s, geleitet wurde, weshalb Kl. an Tribunal appelliert, Kaution und bessere Rechnungslegung des Bekl. sowie andere Zusammensetzung der Kommission fordert. Am 14.09. fordert Tribunal den Rat zur Einsendung der Akten der Vorinstanz und der Originale auf. Am 21.09. und 06.10. bittet Bekl., Kl. die Prozeßverschleppung zu verbieten und erhält am 21.09. und 07.10. entsprechende Mandate an Block. Am 11.10. übergibt Kl. die Akten der Vorinstanz, am 14.10. werden diese von Anwälten geprüft. Am 15.10. wehrt sich Kl. gegen den Umfang der Akte und den daraus resultierenden Schreiblohn, am 23.10. erbittet Bekl. ein Mandat an Kl., nicht aus Wismar abzureisen, ohne einen Bevollmächtigten zu stellen und erhält dieses am selben Tag. Am 26.10. verweist das Tribunal den Fall zurück an die vom Rat eingesetzte Kommission und fordert sie zur Prüfung der Rechnungen auf, um die Höhe der Schuldforderung zu ermitteln. Am 10.11.1669 erbittet Kl. ein Mandat an den Rat, sich bei seinem Vorgehen genau an das Tribunalsurteil zu halten, das Gericht bestätigt jedoch am selben Tag das Vorgehen des Rates.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1669 2. Tribunal 1669
Prozessbeilagen: (7) von Notar Gottfried Reichardt aufgenommene Appellation vom 07.09.1669; Ratsgerichtsurteile vom 06.09. und 03.11.1669; Rechnungen und Gegenrechnungen der Parteien der Jahre 1661-1667; von Tribunalspedell Havemann ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 23.09.1669; von Ratssekretär Schlaff aufgenommene Aussage des Kopisten Christian Prenger vom 05.10.1669; Rechnung für das Abschreiben der Akten vom 09.10.1669
Beklagter: Cord Schlüter, Kaufmann und Bürger zu Hamburg (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Lic. Johann Thurmann (A & P) Bekl.: Dr. Ambrosius Petersen (A & P)
Fallbeschreibung: Bekl. hatte Kl. vor dem Rat wegen Bezahlung von Schulden verurteilt, woraufhin Rat sofort eine Kommission eingesetzt hatte, die von Syndikus Schwartzkopf, einem Feind des Kl.s, geleitet wurde, weshalb Kl. an Tribunal appelliert, Kaution und bessere Rechnungslegung des Bekl. sowie andere Zusammensetzung der Kommission fordert. Am 14.09. fordert Tribunal den Rat zur Einsendung der Akten der Vorinstanz und der Originale auf. Am 21.09. und 06.10. bittet Bekl., Kl. die Prozeßverschleppung zu verbieten und erhält am 21.09. und 07.10. entsprechende Mandate an Block. Am 11.10. übergibt Kl. die Akten der Vorinstanz, am 14.10. werden diese von Anwälten geprüft. Am 15.10. wehrt sich Kl. gegen den Umfang der Akte und den daraus resultierenden Schreiblohn, am 23.10. erbittet Bekl. ein Mandat an Kl., nicht aus Wismar abzureisen, ohne einen Bevollmächtigten zu stellen und erhält dieses am selben Tag. Am 26.10. verweist das Tribunal den Fall zurück an die vom Rat eingesetzte Kommission und fordert sie zur Prüfung der Rechnungen auf, um die Höhe der Schuldforderung zu ermitteln. Am 10.11.1669 erbittet Kl. ein Mandat an den Rat, sich bei seinem Vorgehen genau an das Tribunalsurteil zu halten, das Gericht bestätigt jedoch am selben Tag das Vorgehen des Rates.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1669 2. Tribunal 1669
Prozessbeilagen: (7) von Notar Gottfried Reichardt aufgenommene Appellation vom 07.09.1669; Ratsgerichtsurteile vom 06.09. und 03.11.1669; Rechnungen und Gegenrechnungen der Parteien der Jahre 1661-1667; von Tribunalspedell Havemann ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 23.09.1669; von Ratssekretär Schlaff aufgenommene Aussage des Kopisten Christian Prenger vom 05.10.1669; Rechnung für das Abschreiben der Akten vom 09.10.1669
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:29 MEZ