Hans Caspar zu Esenhausen ("Äsenhusen") bekennt, daß Abt Jodok ("Jos") [Bentelin] von Weingarten ihm, seiner Ehefrau Grethe Schulerin und ihren Kindern auf Lebenszeit das Gütlein in Esenhausen verliehen hat, das bisher Heinz Bollin innehatte. Die Beliehenen sollen das Gütlein persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand erhalten. Sie dürfen es nicht schlaizen und nichts daraus entfremden. An Zins und Hubgeld entrichten sie jährlich zu Martini bzw. den üblichen Zeiten 2 Scheffel Vesen, 1 Scheffel Hafer, 9 ß d Zins, 3 Herbsthühner, 30 Eier und 1 Fasnachthenne, ferner 11 ß d Zins vom gemeinen Brühl. Sie verlieren das Gütlein, wenn sie die Leihebedingungen nicht einhalten, eine Ungenossamenehe eingehen oder sonst dem Kloster flüchtig oder ungehorsam werden. Beim Abzug müssen sie Dritteil und Heurichte zurücklassen. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht dann nicht.

Landesarchiv Baden-Württemberg
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