Der Bürger Hermann von Tule zu Riga in Liefland giebt seinem Bruder Johann, Vicar des Marien- und Aller Heiligen-Altars in der Kirche zu Delbrück, nach dessen eventuellen Tode das Präsentationsrecht zu diesem Benefizium auf ihn übergeht, die Vollmacht, darauf bei Lebzeiten zu verzichten oder mit einer anderen Präbende zu vertauschen u.s.w. Falls sein Bruder in dem Besitze dieser Vicarie stirbt, bevollmächtigt er den Vicar Johann von Tule im Münster zu Soest, laut des Fundationsbriefs eine geeignete Persönlichkeit dem Pastor zu Delbrück zu präsentiren. Will dieser ihn nicht bestätigen, so soll er die Hülfe des Bischofs von Paderborn, des Papstes etc. in Anspruch nehmen.
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Der Bürger Hermann von Tule zu Riga in Liefland giebt seinem Bruder Johann, Vicar des Marien- und Aller Heiligen-Altars in der Kirche zu Delbrück, nach dessen eventuellen Tode das Präsentationsrecht zu diesem Benefizium auf ihn übergeht, die Vollmacht, darauf bei Lebzeiten zu verzichten oder mit einer anderen Präbende zu vertauschen u.s.w. Falls sein Bruder in dem Besitze dieser Vicarie stirbt, bevollmächtigt er den Vicar Johann von Tule im Münster zu Soest, laut des Fundationsbriefs eine geeignete Persönlichkeit dem Pastor zu Delbrück zu präsentiren. Will dieser ihn nicht bestätigen, so soll er die Hülfe des Bischofs von Paderborn, des Papstes etc. in Anspruch nehmen.
E 301u, 534
E 301u Grafschaft Rietberg - Urkunden
Grafschaft Rietberg - Urkunden >> 8. 1476 bis 1500
1499 August 01
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:36 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.5. Weitere weltliche Territorien (E) (Tektonik)
- 1.5.4. Grafschaft Rietberg (Tektonik)
- Grafschaft Rietberg (Tektonik)
- Grafschaft Rietberg / Urkunden (Bestand)
- 8. 1476 bis 1500 (Gliederung)