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Der Ritter Gilbrecht Lewe von Steinfurt bekundet, dass er von
Heinrich [von Hohenberg], Abt von Fulda, eine im Folgenden inserierte
Urkunde erhalt...
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Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der gegebin ist in dem jare und uf den tag als vorgeschribin stet
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Der Ritter Gilbrecht Lewe von Steinfurt bekundet, dass er von Heinrich [von Hohenberg], Abt von Fulda, eine im Folgenden inserierte Urkunde erhalten hat. Siegelankündigung. Inserierte Urkunde von 1350 August 13: Abt Heinrich von Fulda bekundet, dass er dem Ritter Gilbrecht Lewe von Steinfurt, dessen Ehefrau Elisabeth (Else) und ihren Erben für 800 Pfund Heller Frankfurter Währung zum Nutzen des Klosters das Haus und Amt Bingenheim verpfändet und ihn dort zum Amtmann eingesetzt hat; die Verpfändung gilt für sechs Jahre; in dieser Zeit kann er nur bei erheblichen (redelichen) Handlungen gegen das Kloster und Rückzahlung der Pfandsumme entlassen werden; nach sechs Jahren ist die Einlösung der Pfandschaft möglich, muss aber zwei Monate im Voraus angekündigt werden. Die Pfandnehmer können die Einlösung des Pfandes verlangen und müssen dies ein Jahr vorher ankündigen; kann das Kloster nicht zahlen, können Gilbrecht und seine Erben das Pfand für 800 Pfund Heller an einen Genossen versetzen. Gilbert soll dem Abt urkundlich Gehorsam versprechen, insbesondere für die Pfandlösung. Siegelankündigung des Abtes von Fulda (... do man tzalte nach Cristis gebuerte drutzenhundert jare in dem funftzigsten iare an dem Frytag von unsers frowen tag wurtzwihe) (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Gilbrecht Lewe von Steinfurt]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.