Der apostolische und kaiserliche Notar Petronetus Emonini alias Picon, Bürger zu Genf und Geschworener (juratus curieque officialtus Gebennensis) bestätigt ein zu Genf erfolgtes gütliches Abkommen zwischen dem bevollmächtigten Anwalt (procurator) des Nürnberger Kaufmanns und Bürgers Hanns Ortolff und dessen genannten Gläubigern zu Genf. Die Schulden sollen in acht Jahren, und zwar immer ein Viertel der Jahresrate an den vier Genfer Messen zurückgezahlt werden, als Zwangsmittel zur Einhaltung der Termine wird den Gläubigern z.B. das Klagerecht, Zwangsvollstreckungsrecht usw. vor einer Reihe geistlicher und weltlicher Gerichte in Basel, Lausanne, Genf, Lyon, Burgund, Österreich, Savoien usw. eingeräumt. - Namen der Gläubiger: Petrus Jaquemini, Petrus Tacton, Genfer Bürger und Gesellschafter, geschuldete Summe: 350 Savoische scuti u. 18 grossi; Guillermus Richardeti, Kaufmann und Genfer Bürger zugleich für den + Jaini Richardeti (scuti 100,-); Johanns Doucre [Doncre?], Kaufmann und Genfer Bürger (102 scutei); Francisquino Cagnyoli de Luca, Kaufmann und Genfer Bürger (54 sculi). - Genannt: Glaudius Jaquemini, Vater des Petrus J. - Die Vermittler und Schlichter: Henricus Eeritus alias d'Espagnia, Genfer Bürger; Hans Vagnyner (Wagner), Kaufmann und Bürger aus Nürnberg; - Der Prokurator des Hans Ortloff: Magister georg Groß, Notar Bamberger Bistums aus Nürnberg. - Genannt ferner: Magister Johannes Sperber, Kleiker und Notar zu Nürnberg, der für den genannten Prokurator die Vollmacht für Genf ausstellte. - Zeugen: Reymond Privissin [Prinissin?], Johannes Gerson, Kaufleute, Nendinus de Ochut, Kleriker.

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Staatsarchiv Nürnberg