Abschichtung
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Telgte A, 924
898
Telgte A
Telgte A >> Archivalien fremder Provenienz >> Rapiarium des Notars Johannes Langen
o.D. [1674]
Enthält: u.a. 1.Vor dem Notar Johannes Langen nimmt Johann Friedrich Dyckhoff nach dem Tode seiner Ehefrau Christine Samsons mit seinen Kindern aus dieser Ehe Elisabeth Christine, Jakob Hermann und Gerhard Hermann, eine Teilung vor. Diese ist bisher unterblieben, weil seine verstorbene Ehefrau nichts in die Ehe eingebracht hatte, er selbst bei stehender Ehe in Kriegsdiensten gestanden und sein Vermögen zum größten Teil draufgegangen ist, da er in keiner Kondition gestanden und er auch sonst viel Unglück gehabt hatte. Von seinem jetzigen Vermögen, welches nur in Hausgerätschaften besteht, erhalten die Kinder die Hälfte. Seine jetzige Ehe mit Anna Margareta Wilsbecker ist ebenfalls mit Kindern gesegnet. Diese hat durch ihre sorgfältige Hauswirtschaft eine merkliche Besserung seines Standes herbeigeführt. Daher soll sie nach seinem Tode in der Administration der Güter verbleiben, aber jedem seiner drei Kinder aus erster Ehe bei deren Heirat oder Niederlassung 66 Reichstaler und ein Bett aushändigen. Bei einer künftigen Teilung mit den Kindern zweiter Ehe sollen die aus der ersten berücksichtigt werden. Dies gilt jedoch nicht, wenn diese Kinder die zweite Ehefrau nicht als Mutter achten und mit ihr und den Kindern zweiter Ehe in Unfrieden leben.
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:21 MEZ