Die Richter der Aschaffenburger Kirche beurkunden: Vor ihnen hat der Vikar des Stifts Aschaffenburg Sibold [von Weiler] erklärt, daß er sein Haus [in Aschaffenburg] in der Schmiedegasse (Smydegassen) neben dem Haus des Bäckers (pistor) Mendewin, das derzeit Agnes Schwarz (Swerzen) bewohnt, dieser unter bestimmten Bedingungen übergeben und geschenkt hat. Sie darf das Haus nur dann verkaufen oder auf andere Weise entfremden, wenn sie sich auf andere Weise keine Lebensmittel mehr beschaffen kann. Eine solche Notlage hat sie dem Sibold und anderen, die von einem solchen Verkauf betroffen wären, zu belegen. Nach dem Tod der Agnes fällt dieses Haus dann an die Präsenz des Stifts Aschaffenburg, da Sibold es dieser bereits vor der Übergabe an Agnes geschenkt hat.
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Die Richter der Aschaffenburger Kirche beurkunden: Vor ihnen hat der Vikar des Stifts Aschaffenburg Sibold [von Weiler] erklärt, daß er sein Haus [in Aschaffenburg] in der Schmiedegasse (Smydegassen) neben dem Haus des Bäckers (pistor) Mendewin, das derzeit Agnes Schwarz (Swerzen) bewohnt, dieser unter bestimmten Bedingungen übergeben und geschenkt hat. Sie darf das Haus nur dann verkaufen oder auf andere Weise entfremden, wenn sie sich auf andere Weise keine Lebensmittel mehr beschaffen kann. Eine solche Notlage hat sie dem Sibold und anderen, die von einem solchen Verkauf betroffen wären, zu belegen. Nach dem Tod der Agnes fällt dieses Haus dann an die Präsenz des Stifts Aschaffenburg, da Sibold es dieser bereits vor der Übergabe an Agnes geschenkt hat.
SSAA, StiftsA U 2672
StiftsA U Stiftsarchiv Urkunden
Stiftsarchiv Urkunden
1343 Dezember 3
Archivale
Edition / Literatur: Schöffler: Urkundenbuch (Nr. 152)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
27.03.2025, 11:34 MEZ