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Der Kardinal und Bischof zu Augsburg Peter [von Schaumberg] inkorporiert auf Bitte von Spitalmeister und Pflegern des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] die Pfarrkirche in Holzschwang [Stadt Neu-Ulm], deren Patronatsrecht dem Spital bereits zusteht, mit allen ihren Gerechtsamen, Besitzungen und Einkünften, dem Spital, damit dieses seine Arbeit unter den Bedürftigen und Pilgern besser fortsetzen kann. Die Inkorporation erfolgt mit Zustimmung des Propstes Heinrich Truchsess, des Dekans Leonhard Gessel und des Kapitels des Domstifts zu Augsburg. Spitalmeister und Pfleger sind verpflichtet, einen ständigen Vikar für die Pfarrkirche anzustellen und diesem von deren Einkünften jährlich 200 Imi Getreide -Roggen, Fesen und Hafer-, 33 Pfund Heller von dem Heugeld, 7 Fuder Heu vom Heuzehnten sowie den gesamten Kleinzehnten, dessen Ertrag auf durchschnittlich 50 Pfund Heller geschätzt wird, zu geben. Außerdem stehen ihm sämtliche in der Pfarrkirche anfallenden Opfergaben und die Stolgebühren für die Spendung der Sakramente zu. Schließlich müssen sie ihm das für seinen Eigenbedarf notwendige Holz liefern sowie eine geeignete Unterkunft stellen. Die Inkorporation erfolgt vorbehaltlich der dem Bischof und seinem Archidiakon in der Pfarrkirche zustehenden Rechte.

Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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