Stattgabe der Beschwerde des Gauleiters des Gaues Essen gegen die Einstellung des Ausschlußverfahrens gegen den Pg. Ernst HEINTJES, geb. 3.10.1914, kaufm. Praktikant in Essen, wegen Interessenlosigkeit an der NS-Bewegung. Ruhenlassen des Verfahrens.
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RW 0014, 411
RW 0014 NSDAP-Gaugericht Essen
NSDAP-Gaugericht Essen >> 17. Buchstabe R
1936-1943
Enthaeltvermerke: beteiligte Stellen 1. Zentralkammer des Obersten Parteigerichts, 2. Kreisgericht Essen II Heintjes hatte sich über ein Jahr lang nicht an Parteiveranstaltungen beteiligt, keine Parteizeitung bezogen, keine Parteiflagge gezeigt, den "deutschen Gruß" nur mit Kopfnicken erwidert. Ferner hatte er durch mehrere Äußerungen seine dem "politischen Katholizismus" zuneigende Gesinnung zu erkennen gegeben.
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 09:38 MESZ
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Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 5. Nichtstaatliches und nichtschriftliches Archivgut (Tektonik)
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- 5.1.1. NSDAP, NS-Verbände und -Organisationen (Tektonik)
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- 17. Buchstabe R (Gliederung)
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