Querulationis Auseinandersetzung um Schadensersatz
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(1) 2844
Wismar R 143 (W R n. 143)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 10. 1. Kläger J
(1783-1784) 20.04.1784-02.11.1784
Kläger: (2) Caspar Gabriel Hinrich Jordan, Ratsherr und Kaufmann zu Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Bernd Johann Rodde und Sohn, Kaufleute zu Hamburg (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Carl Christoph Schultesius (A), Dr. Christoph Christian Hasse (P)
Fallbeschreibung: Nachdem der Wismarer Rat 1783 in einer Streitsache zwischen den Parteien die Bekl. zum Schadensersatz und zur Übernahme aller Kosten verurteilt hatte, reicht Kl. seine Rechnung beim Rat ein und bittet um ein Mandat an Bekl., das Geld umgehend zu bezahlen. Der Wismarer Rat verweist Kl. aber an den Hamburger Rat mit diesem Gesuch. Da Kl. befürchtet, daß sich der Ausgang des Prozesses dort weiter verzögern wird und er nicht zu seinem Recht gelangen kann, erbittet er die Hilfe des Tribunals und queruliert gegen das Ratsgerichtsurteil. Kl. argumentiert, daß Bekl. durch das Wismarer Ratsgericht bereits 1783 rechtskräftig zu Schadensersatz verurteilt worden seien, es ihm nun nur darum ginge, dieses Urteil vollstrecken zu lassen und erbittet dabei die Hilfe des Tribunals. Dieses lehnt die Annahme des Falles am 11.05. ohne Angabe von Gründen ab. Am 21.06. ergreift Kl. dagegen restitutio in integrum, wird aber am 02.11.1784 erneut abgewiesen.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1784 2. Tribunal 1784 3. Tribunal 1784
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 10.04.1783, 05.04.1784; von Notar Johann Friedrich Nölting aufgenommene Appellation vom 06.04.1784
Beklagter: Bernd Johann Rodde und Sohn, Kaufleute zu Hamburg (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Carl Christoph Schultesius (A), Dr. Christoph Christian Hasse (P)
Fallbeschreibung: Nachdem der Wismarer Rat 1783 in einer Streitsache zwischen den Parteien die Bekl. zum Schadensersatz und zur Übernahme aller Kosten verurteilt hatte, reicht Kl. seine Rechnung beim Rat ein und bittet um ein Mandat an Bekl., das Geld umgehend zu bezahlen. Der Wismarer Rat verweist Kl. aber an den Hamburger Rat mit diesem Gesuch. Da Kl. befürchtet, daß sich der Ausgang des Prozesses dort weiter verzögern wird und er nicht zu seinem Recht gelangen kann, erbittet er die Hilfe des Tribunals und queruliert gegen das Ratsgerichtsurteil. Kl. argumentiert, daß Bekl. durch das Wismarer Ratsgericht bereits 1783 rechtskräftig zu Schadensersatz verurteilt worden seien, es ihm nun nur darum ginge, dieses Urteil vollstrecken zu lassen und erbittet dabei die Hilfe des Tribunals. Dieses lehnt die Annahme des Falles am 11.05. ohne Angabe von Gründen ab. Am 21.06. ergreift Kl. dagegen restitutio in integrum, wird aber am 02.11.1784 erneut abgewiesen.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1784 2. Tribunal 1784 3. Tribunal 1784
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 10.04.1783, 05.04.1784; von Notar Johann Friedrich Nölting aufgenommene Appellation vom 06.04.1784
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:29 AM CET