Mit Zustimmung der Äbtissin zu Gravenhorst, von Sieghard, wird folgender Tauschvertrag abgeschlossen: Der Eigenhörige des Klosters, Steffen Heinrich Landmeyer, gibt seinen mitten in der Hofesaat des adeligen Gutes Cappeln liegenden Petters-Kamp, der 6 Scheffelsaat umfaßt, und erhält dafür vom Gut Cappeln einen Esch auf Petters Kley, die sogenannte Kurze Brehe, die zu 6 Scheffelsaat, ein Viertel und 3 Becher vermessen wurde. Landmeyer übernimmt die bisher auf seinem Land liegende Kontribution und sonstige Abgaben auf sein neues Stück. Der Vertrag wird gültig, sobald er durch die Äbtissin bestätigt wird. Beide Seiten haben den Pächtern (Mietsleuten) ihre Stücke für die Dauer der Pachtjahre noch zu belassen. Landmeyer behält die Auffahrt auf die Kurze Brehe, so wie sie bisher vom Gut Cappeln benutzt wurde. Gegeben zu Westerkappeln.
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Mit Zustimmung der Äbtissin zu Gravenhorst, von Sieghard, wird folgender Tauschvertrag abgeschlossen: Der Eigenhörige des Klosters, Steffen Heinrich Landmeyer, gibt seinen mitten in der Hofesaat des adeligen Gutes Cappeln liegenden Petters-Kamp, der 6 Scheffelsaat umfaßt, und erhält dafür vom Gut Cappeln einen Esch auf Petters Kley, die sogenannte Kurze Brehe, die zu 6 Scheffelsaat, ein Viertel und 3 Becher vermessen wurde. Landmeyer übernimmt die bisher auf seinem Land liegende Kontribution und sonstige Abgaben auf sein neues Stück. Der Vertrag wird gültig, sobald er durch die Äbtissin bestätigt wird. Beide Seiten haben den Pächtern (Mietsleuten) ihre Stücke für die Dauer der Pachtjahre noch zu belassen. Landmeyer behält die Auffahrt auf die Kurze Brehe, so wie sie bisher vom Gut Cappeln benutzt wurde. Gegeben zu Westerkappeln.
B 210u, 315
B 210u Kloster Gravenhorst - Urkunden
Kloster Gravenhorst - Urkunden >> 6. 1701 bis 1793
1793 Februar 18
Vermerke: Abschrift, Papier
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:12 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Tektonik)
- 1.2.1.4. Geistlichkeit, Stifte, Klöster (Tektonik)
- Kloster Gravenhorst (Tektonik)
- Kloster Gravenhorst / Urkunden (Bestand)
- 6. 1701 bis 1793 (Gliederung)