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Stattgabe der Beschwerde des Pg. Max LENNEMANN, geb. 25.6.1879, Betriebsführer bei den Steinkohlen-Bergwerken in Essen, gegen den Ausschluß wegen Zuwiderhandlung gegen die Bestrebungen der NSDAP, aber Erteilung einer Verwarnung
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Stattgabe der Beschwerde des Pg. Max LENNEMANN, geb. 25.6.1879, Betriebsführer bei den Steinkohlen-Bergwerken in Essen, gegen den Ausschluß wegen Zuwiderhandlung gegen die Bestrebungen der NSDAP, aber Erteilung einer Verwarnung
Enthaeltvermerke: beteiligte Stellen 1. Kreisgericht Essen I, 2. DAF-Kreiswaltung Essen Fachabteilung Bergbau Lennemann hatte geäußert, daß die in- und ausländischen Rundfunkstationen aufgrund von kriegstaktischen Erwägungen die Unwahrheit sagen würden, deshalb wäre es besser deutsche Unwahrheiten zu hören, und damit das Vertrauen von Gefolgschaftsmitgliedern der Schachtanlage Katharina in den deutschen Kriegsnachrichtendienst erschüttert. Infolge der Bestrafung eines Gefolgschaftsmitgliedes, in die der Vertrauensrat eingeschaltet wurde, bezeichnete Lennemann den Vertrauensrat als Quertreiber und Aufwiegler. Lennemann hatte durch eine Auseinandersetzung mit einem Politischen Leiter der Ortsgruppe in die Maßnahmen des Ortsgruppenleiters Essen-Kray unberechtigter Weise eingegriffen.
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.