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Akten zum Kunstkammersturz 1791/92, Unterfasz. 4: Hauptinventar von 1785 mit Ergänzungen bis 1792 (Exemplar des Antiquars Vischer)
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Bericht über den Sturz von Kunstkammer und Pretiosenkabinett (1791-) 1792, Beilage 8: Inventar der Kunstkammer, des Pretiosen- und Antiquitätenkabinetts (ergänztes Inventar von 1785), eingeteilt in: "1. Pretiosa und andere Artefacta, 2. Exotica, 3. Armamentarium, 4. Antiquitaeten von Bronze, Erden und Glaß nebst einigen modernen solchen Piecen, 5. Antique Römische Altar, Gedächtniß- und Bildsteine, 6. Consignation der außerhalb denen Kästen auffgestellten Piecen, 7. (als Anhang:) Alte, großenteils abgängige und defecte Mathematische Instrumenten", 8.-11. "Ausschuß".
Das Verzeichnis stimmt völlig mit dem Exemplar des Oberhofmarschallamts überein (zum Inhalt siehe dort: A 20 a Bü 130).
NB: Im Sturzprotokoll von 1791/92 (A 20 a Bü 132) wird erwähnt, dass Antiquar Vischer und das Oberhofmarschallamt jeweils über ein Exemplar des Gesamtinventars der Kunstkammer von 1785 verfügten, das 1792 um die bis dahin eingegangenen Zuwächse ergänzt wurde. Da im vorliegenden Verzeichnis die Hand des Antiquars Vischer in den Randnachträgen sichtbar wird, dürfte es sich hierbei um sein Exemplar handeln, bei A 20 a Bü 130 um das durch Abschrift von Vischers Nachträgen ergänzte Exemplar des Oberhofmarschallamts.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.