Nachlass Otto Wolle (Bestand)
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V 115
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 4. Nichtstaatliches Schriftgut / Archivische Sammlungen >> 4.4. Nachlässe und Sammlungen (V) >> 4.4.1. Nachlässe und Sammlungen von einzelnen Personen
(1842-1899, 1935) 1914-1922
1. Weltkrieg: Befehle, Gefechtsberichte, Karten zum Frontverlauf, Werbung für Kriegsanleihen, Lebensmittelkarten (15); verschiedene Unterlagen unsicherer Provenienz: diverse Dokumente, Manuskript Carl von Noorden (3).
Bestandsgeschichte: Otto (?) Wolle, Regierungsbaumeister und Hauptmann der Reserve. Im Ersten Weltkrieg Kompanie- und Bataillonsführer im Raum Arras.
Form und Inhalt: Der Regierungsbaumeister (Otto ?) Wolle diente im Ersten Weltkrieg an der Westfront im nordfranzösisch/belgischen Grenzraum als Hauptmann der Reserve. Von 1915 bis 1917 kommandierte er die 2. Reserve Pionier-Kompanie (zugehörig zur 3. Bayerischen Infanteriedivision ?), 1917 bis 1918 war er Bataillonsführer des preußischen Pionierbataillons 409. Stationiert waren die Einheiten im Raum der nordfranzösischen Stadt Arras (bspw. Neuvireuil, 1915 und Ribecourt, 1917). Zu den Aufgaben des Truppenteils gehörten offensichtlich verschiedene Bauvorhaben wie Schützengräben und Unterstände, darunter u.a. beim Bau der Siegfried-Linie 1917. Die Einheit war auch an Kampfeinsätzen in vorderster Linie beteiligt. Nach Kriegsende begleitete Wolle seine Einheit zurück nach Deutschland.
Alle diese Angaben mussten aus den vorliegenden Unterlagen erschlossen werden. Selbst
der Vorname Wolles ist unsicher, da aus einer Lebensmittelkarte erschlossen.
Der Bestand umfasst Unterlagen, mit denen Wolle in Ausübung seiner militärischen Funktionen befasst war. Hierzu gehören u.a. Befehle, Gefechtsberichte, Karten und Bauzeichnungen, aber ebenso auch Propagandamaterial der Kriegsparteien und deutsches Werbematerial zur Förderung des Absatzes von Kriegsanleihen. Daneben scheint Wolle sich auch für die Versorgung mit Lebensmitteln im Krieg und nach Kriegsende interessiert zu haben. Auch zur Inflationszeit hat er einzelne Unterlagen zusammen getragen.
Bei einigen im Bestand gefundenen Unterlagen ist unsicher, ob sie in einem Zusammenhang mit Otto Wolle oder seiner Familie stehen. Für sie wurde ein eigener Klassifikationsast angelegt.
Die vorliegenden Unterlagen wurden am 21.6.1999 dem Staatsarchiv Münster übergeben. Weitere Informationen liegen zu diesem Bestand nicht vor.
Münster, Februar 2008
Dr. Kreucher
Bestandsgeschichte: Otto (?) Wolle, Regierungsbaumeister und Hauptmann der Reserve. Im Ersten Weltkrieg Kompanie- und Bataillonsführer im Raum Arras.
Form und Inhalt: Der Regierungsbaumeister (Otto ?) Wolle diente im Ersten Weltkrieg an der Westfront im nordfranzösisch/belgischen Grenzraum als Hauptmann der Reserve. Von 1915 bis 1917 kommandierte er die 2. Reserve Pionier-Kompanie (zugehörig zur 3. Bayerischen Infanteriedivision ?), 1917 bis 1918 war er Bataillonsführer des preußischen Pionierbataillons 409. Stationiert waren die Einheiten im Raum der nordfranzösischen Stadt Arras (bspw. Neuvireuil, 1915 und Ribecourt, 1917). Zu den Aufgaben des Truppenteils gehörten offensichtlich verschiedene Bauvorhaben wie Schützengräben und Unterstände, darunter u.a. beim Bau der Siegfried-Linie 1917. Die Einheit war auch an Kampfeinsätzen in vorderster Linie beteiligt. Nach Kriegsende begleitete Wolle seine Einheit zurück nach Deutschland.
Alle diese Angaben mussten aus den vorliegenden Unterlagen erschlossen werden. Selbst
der Vorname Wolles ist unsicher, da aus einer Lebensmittelkarte erschlossen.
Der Bestand umfasst Unterlagen, mit denen Wolle in Ausübung seiner militärischen Funktionen befasst war. Hierzu gehören u.a. Befehle, Gefechtsberichte, Karten und Bauzeichnungen, aber ebenso auch Propagandamaterial der Kriegsparteien und deutsches Werbematerial zur Förderung des Absatzes von Kriegsanleihen. Daneben scheint Wolle sich auch für die Versorgung mit Lebensmitteln im Krieg und nach Kriegsende interessiert zu haben. Auch zur Inflationszeit hat er einzelne Unterlagen zusammen getragen.
Bei einigen im Bestand gefundenen Unterlagen ist unsicher, ob sie in einem Zusammenhang mit Otto Wolle oder seiner Familie stehen. Für sie wurde ein eigener Klassifikationsast angelegt.
Die vorliegenden Unterlagen wurden am 21.6.1999 dem Staatsarchiv Münster übergeben. Weitere Informationen liegen zu diesem Bestand nicht vor.
Münster, Februar 2008
Dr. Kreucher
18 Akten, 7 Plakate.; 18 Akten, 7 Plakate (2 Kartons), Findbuch V 115.
Bestand
German
Wiegand Schmidt-Richberg, Handbuch zur Deutschen Militärgeschichte, Bd. V, Von der Entlassung Bismarcks bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, München 1983.
Schmidt-Richberg, Wiegand, Handbuch zur Deutschen Militärgeschichte, Bd. V. Von der Entlassung Bismarcks bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, München 1983
Schmidt-Richberg, Wiegand, Handbuch zur Deutschen Militärgeschichte, Bd. V. Von der Entlassung Bismarcks bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, München 1983
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
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