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Urgicht

Verzeichnungsstufe:
Archivale
Archivaliensignatur:
Stadtarchiv Reutlingen, A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7416
Kontext:
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 21 Urgichten
Laufzeit:
(15)30 Februar 19, Samstag nach St. Valentins Tag
Enthältvermerke:
Regest: Ludwig Hartlieb hat bekannt, vor ungefähr einem 1/2 Jahr habe er seinem Meister Jacob Schradin 11 ...(?) - Platten gestohlen, dem Stoffel Armbruster um 11 Pfennig verkauft, aber nachmals die 11 Pfennig seinem Meister gegeben.
Er hat bekannt, dass er Hucht(?) dem Gerber an einem Feiertag eine Spange (= Spanne, Längenmass für das Leder) Leders gestohlen und dem Schuhmacher-Zunftmeister zu kaufen angetragen hat. Der wollte sie nicht kaufen. Da habe Hartlieb sie dem Hucht in die Hurde (= den Korb), wo er sie genommen habe, wieder gelegt.
Er hat bekannt, dass er an St. Niclas Abend (= am Tag vor St. Nicolaus) am Morgen um die Tagmesse in das Haus des Hans Schaber des Becken eingedrungen und hinauf in seine Schlafkammer gegangen sei und ein Säcklein mit Geld unter den Häupten (= Kopfkissen?) seiner Bettstatt gestohlen und darin 3 fl in Gold, 3 Dickpfennige und andere Münzen - er wisse nicht, wieviel - gefunden habe.
Er hat bekannt, dass er am letzten Montag am Morgen, als man das Taghorn geblasen habe, in das Haus des Caspar Beck und in seine Schlafkammer gegangen sei und daselbst unter den Häupten des Betts eine Tasche mit Geld gefunden, diese ausgeleert und in ein grosses Säcklein das Geld getan, auch ein kleines Säcklein dabei gefunden habe. Darin lagen 12 fl in Gold, Dieses Geld habe er alles gestohlen. Es ist zurückgegeben worden bis auf ungefähr 1 Pfund Heller, das er ausgegeben habe.
Er hat bekannt, dass er die Magd des Caspar Beck zu Unrecht verleumdet habe, sie habe ihm Hilfe und Rat bei seinem Diebstahl bewiesen.
Darauf hat der Rat zu Recht erkannt, dass der Ludwig Hartlieb dem Nachrichter in seine Gewalt gegeben, von diesem gebunden und zum Hochgericht hinausgeführt und mit einem Strang zwischen Himmel und Erde aufgehängt und damit sein Leben zum Tod gebracht werden soll. Alles nach des heiligen Reichs und kaiserlichem Recht.
Formalbeschreibung:
Beschreibstoff: Pap.
Sonstige Erschließungsangaben:
Genetisches Stadium: Or.
Digitalisat im Angebot des Archivs:
kein Digitalisat verfügbar
Bestand:
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Rechteinformation:
Rechteinformation beim Datenlieferanten zu klären.