Appellation gegen einen Spruch der Vorinstanz, die den Appellanten Eingehen auf die Klage der Appellaten auferlegt hatte. Die Appellanten halten angesichts ihres entfernten Aufenthaltsortes (Spanien bzw. Kurpfalz) die Frist für zu kurz, als daß sie ihre berechtigten Einwände gegen die Zuständigkeit der Kommission hätten einbringen können. Der Appellat bestreitet die Zuständigkeit des RKG in diesem bereits an einem anderen kaiserlichen Gericht anhängigen Verfahren. Hintergrund des Verfahrens ist ein Erbschaftsstreit, in dem die Appellaten die Kommission gegen die Usurpation der elterlichen Erbschaft, insbesondere des Hauses Myllendonk, durch Dietrich von Myllendonk und seine Frau Theodora von Bronckhorst angerufen hatten.
Vollständigen Titel anzeigen
Appellation gegen einen Spruch der Vorinstanz, die den Appellanten Eingehen auf die Klage der Appellaten auferlegt hatte. Die Appellanten halten angesichts ihres entfernten Aufenthaltsortes (Spanien bzw. Kurpfalz) die Frist für zu kurz, als daß sie ihre berechtigten Einwände gegen die Zuständigkeit der Kommission hätten einbringen können. Der Appellat bestreitet die Zuständigkeit des RKG in diesem bereits an einem anderen kaiserlichen Gericht anhängigen Verfahren. Hintergrund des Verfahrens ist ein Erbschaftsstreit, in dem die Appellaten die Kommission gegen die Usurpation der elterlichen Erbschaft, insbesondere des Hauses Myllendonk, durch Dietrich von Myllendonk und seine Frau Theodora von Bronckhorst angerufen hatten.
AA 0627, 82 - A 408/942
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 1. Buchstabe A
1642-1655 (1626-1646)
Enthaeltvermerke: Kläger: Maria Cleopha, Herzogin zu [Arenberg-]Aarschot, geb. Gräfin von Hohenzollern[-Sigmaringen], als Mutter von Carl, Ludwig, Ernst, Grafen zu Sultz, als testamentarische Vormünder von Johanna Catharina Elisabeth, Tochter des Grafen Johann Jacob zu Bronckhorst und Anholt, kaiserl. Generalfeldmarschall; Graf Dietrich zu Bronckhorst, (Bekl.) Beklagter: Johann Reinhard von Soetern im Namen seiner Frau [Johanna] Gertrud und Konsorten, (Kl.: ihre Schwester Ottilie von Palant zu Reuland) Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Walraff 1642 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Albrecht (1642) Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Kaiserl. Kommission 1640-1641 - 2. RKG 1642-1655 (1626-1646) Beweismittel: Acta priora (Q 14). Beschreibung: 5 cm, 133 Bl., lose; Q 1-14, es fehlen Q 2, 9 (Vollmacht Albrecht), Q 7 beschädigt.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
15.05.0005, 18:25 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 1. Buchstabe A (Gliederung)