Familienarchiv Nördlinger (Bestand)

Verzeichnungsstufe:
Bestand
Bestandssignatur:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 3/53
Kontext:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Nachlässe, Verbands- und Familienarchive >> Verbands- und Familienarchive
Bestandslaufzeit:
1584, 1679, 1806-1939, 1969-1987
Bestandsbeschreibung:
Überlieferungsgeschichte

Die Familie Nördlinger ist eng verbunden mit dem württembergischen Forstwesen des 19. Jahrhunderts: Julius Simon (von) Nördlinger war als Oberfinanzrat im Finanzministerium zuständig für die Bereiche Forstwesen, Berg- und Hüttenwesen, Salinen, Flößerei, Köhlerei- und Torfwesen. Sein Sohn Hermann Nördlinger war Professor für Forstwissenschaft an der Königlich Württembergischen Lehranstalt in Hohemheim und verfaßte mehrere forstliche Lehrbücher und ein Werk über die technischen Eigenschaften der Hölzer.
Das Familienarchiv Nördlinger wurde dem Hauptstaatsarchiv im Juli 2003 von Frau Heidi Stelzer als Schenkung übergeben. Die Unterlagen waren Frau Stelzer von den Töchtern des Oberförsters Julius Nördlinger übergeben worden. im Januar 2018 wurde über das Stadtarchiv Stuttgart das Gästebuch der Familie Nördlinger, das im Besitz von Frau Kiderlen war, an das Hauptstaatsarchiv abgegeben.

Inhalt und Bewertung

1. Zur Geschichte der Familie (von) Nördlinger
Im Familienarchiv Nördlinger haben sich aus früheren Generationen einige wenige Dokumente erhalten, wie etwa Auszüge aus dem Familienregister für Johann Jakob Nördlinger, Bortenmacher in Pfullingen, und seine Ehefrau Magdalena Katharina geb. Haas, den Großeltern Julius Simon (von) Nördlingers, mit dem dann die hauptsächliche Überlieferung einsetzt. Am 28. September 1771 in Pfullingen als Sohn des Bortenmachers Christoph Friedrich Nördlinger und seiner Gattin Maria Margarete geb. Traub geboren, besuchte er nach dem Umzug der Familie nach Tübingen die dortige Lateinschule. Seine Leistungen in diesem Bereich waren zwar hervorragend, da sein hauptsächliches Interesse aber eher der Mathematik und dem Zeichnen als den Sprachen galt und ihn die Lehrerlaufbahn ebensowenig lockte wie die eines Pfarrers, entschied er sich gegen ein Studium, das die finanziellen Mittel des Vaters wohl auch nicht zugelassen hätten. Da der Wunsch Maler zu werden am zu hohen Lehrgeld scheiterte, ergriff er zunächst das Handwerk seines Vaters und lernte die Bortenmacherei. Wenn man seinem eigenhändigen Lebenslauf glauben kann, vernachlässigte er aber das Studium der Mathematik und vor allem der Geometrie nicht, sondern bildete sich mit Hilfe von Freunden, vor allem des Mathematikers Butzengeiger, auf diesem Gebiet weiter. 1792 begab er sich auf Wanderschaft, um seine Kenntnisse in seinem Handwerk zu erweitern, kehrte jedoch wegen der Revolutionswirren, die die von ihm bereisten Städte am Rhein ergriffen hatten, nach einem Umweg über die Schweiz schon 1793 wieder nach Tübingen zurück. Auf Vermittlung seines Freundes Butzengeiger erhielt Nördlinger eine Anstellung beim Kirchenrat, genauer gesagt bei der 1792 eingerichteten Forstkommission, die Ordnung in die unübersichtliche Forstwirtschaft des Kirchenrates bringen sollte. Dazu war eine genaue Erfassung und Kartierung der Waldungen erforderlich, welche durch den Forstgeometer Zais vorgenommen wurde, der Julius Simon Nördlinger auf Vermittlung Butzengeigers die Möglichkeit bot, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, und ihn anschließend als Gehilfe anstellte. Neben dem Wissen über die verschiedensten Teile des Landes, das er sich im Rahmen der Vermessung und Taxation des Waldbestandes erwarb, eignete sich Nördlinger im Selbststudium auch weitere Wissensgebiete an: Er erwarb Kenntnisse in Chemie, Mineralogie, Botanik, Hüttenwesen und Geologie. Ein Aufsatz über am Sternberg entdeckten Basalt und seine gezeichneten Karten erweckten schließlich auch das Interesse des damaligen Kurfürsten und späteren Königs Friedrich I. Dieser förderte Nördlingers Ausbildung indem er ihm ein Reisestipendium verlieh, das es ihm ermöglichen sollte, sich im Berg- und Hüttenwesen der Nachbarländer kundig zu machen. Diese "große Bildungsreise" Nördlingers, die ihn von 1804 bis 1806 durch Bayern, Österreich, Ungarn, Böhmen, Sachsen, Anhalt, Thüringen und Preußen führte, bildete wohl eine für seine spätere Karriere entscheidende Erfahrung. Durch die Aufenthalte an den verschiedenen Forstakademien der Zeit erweiterte er seine forstwirtschaftlichen Kenntnisse und erwarb Wissen über das Hütten- und Salinenwesen, von denen Württemberg nach seiner Rückkehr profitierte. Friedrich I., der in Holz, Salz und der Eisengewinnung einen wichtigen Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung Württembergs sah, nahm die regelmäßigen Berichte Nördlingers von seiner Reise anscheinend mit Interesse zur Kenntnis. Jedenfalls ist die 1804 vorgeschlagene Berufung Nördlingers zum Professor des Kameral- und Forstwesens an die Universität Tübingen, die dieser allerdings ablehnte, und die 1806 erfolgte Ernennung zum Berg- und Forstrat im Finanzministerium, die er nach seiner Rückkehr erhielt, wahrscheinlich der Entscheidung des Landesherrn zu verdanken. Zu Nördlingers Zuständigkeitsbereich gehörten hierbei, wie aus seinem Titel von 1811 zu entnehmen ist, neben dem Forst- auch das Berg-, Salinen-, Hütten- und Münzwesen. Dem 1816 im Finanzministerium geschaffenen Oberfinanzrat gehörte Julius Simon Nördlinger von Anfang an als Forstreferent an. 1818 wurde er zum Oberfinanzrat ernannt, seit diesem Jahr unterstand ihm der neue Forstrat; nach dessen Auflösung 1822 bestand die einzige Zentralstelle der Forstverwaltung in der Person Nördlingers, da die Kompetenzen des Forstrats auf die Kreisfinanzkammern und das Finanzministerium aufgeteilt worden waren . An dieser Stelle wirkte Nördlinger an der Entwicklung des württembergischen Forstwesens, das in dieser Zeit einen großen Aufschwung nahm, entscheidend mit, auch wenn er nicht alle seine Vorstellungen verwirklichen konnte. Nach Abschluss der Reform des württembergischen Forstwesens 1850 erhielt Nördlinger zwar noch den Ehrenvorsitz der neugebildeten Forstabteilung, zum Vorstand wurde aber der bisherige Direktor der Kreisfinanzkammer Ellwangen Ludwig Christoph von Kober ernannt.
Neben dem Forstwesen gehörte auch das Berg- und Hüttenwesen zu Nördlingers Zuständigkeitsbereich. Seine Bemühungen galten vor allem der Übernahme und dem Ausbau der Eisen- und Stahlwerke, aber auch der Salzgewinnung. Hier schaltete er sich vor allem dann ein, wenn es galt, technische Verbesserungen vorzunehmen oder durch Bohrungen neue Salzvorkommen zu erschließen. Dank der ausgreifenden Zuständigkeiten des Finanzministeriums gehörten auch das Köhlereiwesen, das Torfwesen und die Flößerei zu Nördlingers Aufgaben. Zu seinen privaten Interessen zählten neben der klassischen Kirchenmusik auch die Dampfschiffahrt, wobei er sich vor allem um die Gründung der Bodenseedampfschiffahrtsgesellschaft als Aktiengesellschaft verdient machte. Dies erklärt auch seine aus den Lebenserinnerungen zu ersehende Verbitterung, als 1850 der Staat die Dampfschiffahrt selbst in die Hand nahm.
Im Laufe seines Berufslebens wurden Nördlinger zahlreiche Ehrungen zuteil: Seine Heimatstadt Tübingen verlieh ihm 1840 das Bürgerrecht; Wilhelm I. 1841 den persönlichen Adel und die Komturswürde des Ordens der württembergischen Krone. 1820 wurde er zum Vertreter des Amts Tübingen in die Ständeversammlung gewählt, eine Ehre, die er mit Erlaubnis des Königs ablehnte.
Julius Simon Nördlinger war in erster Ehe verheiratet mit der Schwester eines Jugendfreundes, Karoline Wilhelmina Duttenhofer. Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor: Die Söhne Karl (1812-1896), Hermann (1818-1897) und Wilhelm (1821-1908) sowie die Tochter Luise Marie (1814-1866), die den Reutlinger Kaufmann Karl Finckh heiratete. Nach dem Tod Karoline Duttenhofers 1824 heiratete Julius Simon Nördlinger ein zweites Mal, Caroline Zeller, mit der er eine Tochter, Caroline Julie (1827-1888) hatte, die nach dem Tod der Mutter dem Vater bis zu dessen Tod 1860 den Haushalt führte.
Julius Simon Nördlingers ältester Sohn Karl Nördlinger, geboren 1812, hatte anscheinend die künstlerische Begabung des Vaters geerbt. Nachdem er seine Ausbildung zum Kupferstecher an der Schule der Schönen Künste in Stuttgart bekommen hatte, setzte er sie an der Akademie in München fort, wo er auch begann, sich für die Malerei zu interessieren. Seine Kenntnisse als Kupferstecher erweiterte er durch eine ausgedehnte Reise nach Paris und Brüssel, wo er im Atelier des italienischen Kupferstechers Luigi Calamatta tätig war. Dieser scheint seinen Stil über einen längeren Zeitraum hinweg beeinflusst zu haben, handelt es sich doch bei den ermittelbaren Stichen Nördlingers vor allem um Kopien bekannter Gemälde, eine Motivwahl, für die Calamatta bekannt wurde. 1855 war Nördlinger anscheinend mit dem Stich "Portrait von Raphael in seiner Jugend" an der Württembergischen Sektion der "Exposition universelle" in Paris beteiligt. Als Maler spezialisierte er sich vor allem auf Portraits, wobei er sich seine Motive meist im Familienkreis suchte. Später lehrte er selbst an der Kunstakademie Stuttgart. Wenn man den Briefen seines Bruders Hermann Glauben schenken darf, war seine Laufbahn aber nicht immer erfolgreich, und er war häufiger auf die finanzielle Unterstützung seiner Brüder angewiesen. Er starb am 24. Januar 1896 in Ludwigsburg.
Hermann Nördlinger, der am 13. August 1818 in Stuttgart geborene zweite Sohn Julius Simon von Nördlingers, teilte das forstwissenschaftliche Interesse des Vaters. Nach dem Abschluss des Eberhard-Ludwig-Gymnasiums in Stuttgart besuchte er zunächst für einige Jahre die Polytechnische Schule in Stuttgart, um anschließend für zwei Jahre in Tübingen Forst- und Staatswissenschaften zu studieren und zu promovieren. Ein Jahr landwirtschaftliches Studium an der Königlich Württembergischen Lehranstalt in Hohenheim schloss das Studium ab. Schon vor dem Studium war Hermann Nördlinger bei einem Revierförster in die Lehre gegangen und hatte praktische Kenntnisse erworben, die er nach dem Studium beim Forstamt Tübingen vervollständigte. Auf Empfehlung seiner Hohenheimer Lehrer wurde er 1842 auf ein Lehramt an der land- und forstwissenschaftlichen Anstalt in Grand-Jouan in der Bretagne berufen, um dort Forstwissenschaften und Mineralogie zu unterrichten, eine Stelle, die er nach Vervollständigung seiner Sprachkenntnisse 1844 antrat. Während der Zeit in der Bretagne entstanden eine Publikation zu den geologischen Formationen in der Gegend um Nantes und die Studie "Memoires sur les essences forestières de la Bretagne". Trotz des Erfolges strebte Hermann Nördlinger danach, nach Württemberg zurückzukehren. Als 1845 die Stelle des zweiten Forstlehrers in Hohenheim zu besetzen war, bewarb sich Julius Simon Nördlinger für seinen Sohn, der wegen seiner Abwesenheit die Bewerbung nicht selber vorbringen konnte. Im Mai 1845 wurde Hermann Nördlinger nach Hohenheim berufen, wo er im November die Lehrtätigkeit aufnahm. Er hielt Unterricht in Forstenzyklopädie, Forstnutzung, Planzeichnen, Staatsforstlehre, Forstbotanik, Waldbau und Forstschutz mit Exkursionen, gelegentlich auch in Jagdkunde. Seine besondere Bedeutung für die Forstwissenschaft liegt auf dem Gebiet der Forstbenutzung, da er seit 1847 ausgedehnte Studien über die Eigenschaften der verschiedenen Holzarten anstellte, deren Ergebnisse 1860 in der umfangreichen Studie "Die technischen Eigenschaften der Hölzer, für Forst- und Baubeamte, Technologen und Gewerbetreibende" veröffentlicht wurden. Nachdem er seine Lehrtätigkeit aus Krankheitsgründen für mehrere Jahre hatte unterbrechen müssen, stieg er 1855 zum erster Professor in Hohenheim auf, wo er noch weitere 30 Jahre tätig war. Neben seiner Vorlesungstätigkeit verfasste er mehrere Lehrbücher für den forstlichen Unterricht, beispielsweise über Forstbotanik oder den Forstschutz und publizierte in zahlreichen Fachzeitschriften. Den Bezug zur praktischen Forstwirtschaft behielt er seit 1849 durch die Verwaltung des Lehrreviers Plattenhardt, später durch die des Forstreviers Hohenheim. Eine führende Stellung nahm er auch im forstlichen Vereinswesen ein. So führten seine Bemühungen 1876 zur Gründung des Württembergischen Forstvereins, dessen Präsident er 16 Jahre lang war. 1881 erlebte Hermann Nördlinger noch die Rückverlegung des forstwissenschaftlichen Unterrichts an die Universität Tübingen (die forstwissenschaftliche Abteilung war ja ursprünglich Teil der staatswirtschaftlichen Fakultät dort gewesen), die er zusammen mit seinem Kollegen Thuisko Lorey angeregt hatte. In Tübingen unterrichtete Hermann Nördlinger Forstpolitik, Forsteinrichtung und Forstbenutzung, bis er 1887 in Ruhestand ging. Bis 1891 hielt er aber noch Vorlesungen in Forstschutz und den technischen Eigenschaften der Hölzer. Ähnlich wie sein Vater, erhielt auch Hermann Nördlinger noch zu Lebzeiten mehrere Ehrungen. 1862 verlieh ihm der König von Württemberg das Ritterkreuz I. Klasse des Friedrichsordens, 1875 das Ehrenritterkreuz des Kronordens, verbunden mit dem persönlichen Adel, 1888 erhielt er das Königlich Niederländische Ritterkreuz der Eichenkrone. Am 19. Januar 1897 starb Hermann Nördlinger nach längerer Leidenszeit auf der Karlshöhe bei Ludwigsburg. Seit 1848 war Hermann Nördlinger verheiratet mit Adelheid Köstlin, der Tochter des Stuttgarter Prälaten von Köstlin. Der 1849 geborene erste Sohn starb bereits im Alter von sechs Jahren bei einem Unfall. Der zweitgeborene Sohn Theodor (1858-1912) folgte dem Beispiel von Vater und Großvater und schlug die forstwissenschaftliche Laufbahn ein. Nach dem Studium in Tübingen und Hohenheim, der Promotion und der Habilitation unterrichtete er zunächst die forstlichen Nebenfächer an der forstlichen Abteilung der Universität Tübingen, wurde dann zum außerordentlichen Professor ernannt und an die Universität Gießen berufen. Da er aber bald einem schweren Nervenleiden verfiel, musste er seine Lehrtätigkeit wieder aufgeben und starb bereits 1912. Auch Hermann Nördlingers jüngster Sohn Julius, 1860 geboren, ergriff den Forstberuf und wurde Oberförster in Pfalzgrafenweiler. Seine Witwe und mehrere seiner Töchter lebten lange in Reutlingen.
Der jüngste Sohn Julius Simon Nördlingers, Wilhelm Nördlinger, geboren am 29. August 1821 in Stuttgart, schlug eine technische Laufbahn ein, die er vor allem im Ausland verfolgte. Nachdem er zunächst in Stuttgart das Gymnasium besucht hatte, ging er 1840 nach Paris, um dort an der "Ecole Polytechnique" zu studieren, zwei Jahre später wurde er als externer Schüler auf die "Ecole des ponts et chaussées" aufgenommen. Als Angestellter der staatlichen Verwaltungsbehörde der Brücken und Chauseen wirkte er 1844 am Ausbau der oberen Marne als Kanal mit. 1847 quittierte er den Staatsdienst und trat in den der "Compagnie de l'Est" über, für die er am Bau und der Bewirtschaftung der Eisenbahnlinie zwischen Nancy und Saarbrücken teilnahm. 1853 wechselte er in die Dienste der "Compagnie du Midi" über, die ihn mit dem Bau von Teilen der Strecken von Bordeaux nach Toulouse bzw. Bayonne beauftragte. 1856 wurde er zum Chefingenieur für den Bau der Bahnlinie zwischen Lausanne und der Schweizer Grenze ernannt, die einen Teil der Strecke Lausanne-Paris bildete. Wegen seiner zahlreichen Leistungen wurde er im Jahr darauf als Chefingenieur der "Compagnie d'Orléans" nach Paris berufen, wo er sich auch als französischer Staatsbürger naturalisieren ließ und sich in Zukunft "de Nordling" nannte In den Jahren seiner Tätigkeit für diese "Compagnie" leitete er den Bau der meisten Strecken im Massif Central. Für die Überquerung der tiefen Schluchten entwickelte er ein System metallischer Pfeiler weiter und perfektionierte es so weit, dass es ihm internationale Preise eintrug.
1870 zum Berater für den österreichischen Bahnbau nach Wien berufen, reichte ihm dieser eher passive Posten jedoch nicht aus, so dass er nach Budapest ging, um dort die Eisenbahngesellschaft der Theiss zu leiten und sie gründlich zu reformieren. In diese Zeit fiel auch seine Tätigkeit als Berater für den Sultan von Konstantinopel beim Bau der Eisenbahn zwischen Konstantinopel und Saloniki. 1875 wurde er nach Wien zurückberufen, diesmal auf den Posten des obersten Direktors der Eisenbahnlinien des österreichischen Kaiserreiches, eine Stelle, die er bis 1881 innehatte.
1886 nach Paris zurückgekehrt, füllte er seinen Ruhestand durch zahlreiche Aktivitäten aus. Neben Bemühungen um die Unterdrückung des Mädchenhandels oder für die Freiheit des Unterrichts engagierte er sich vor allem für ein neues Gesetz für den arbeitsfreien Sonntag. Zu diesem Zweck war er 1889 an der Gründung der "Ligue populaire pour le Repos du Dimanche" beteiligt, die er auch auf zahlreichen Kongressen vertrat. Er starb am 6. November 1908.
Aus seiner Ehe mit Antoinette Marie Seng(en)wald, die aus einer bedeutenden Straßburger Familie stammte, gingen die drei Töchter Louise, Margarethe und Hortense hervor. 2. Zum Inhalt des Bestandes
Der Bestand enthält vor allem private Unterlagen der Familie Nördlinger, genauer gesagt einzelner Mitglieder derselben. Obwohl nicht sehr umfangreich, lässt er sich doch in verschiedene Teile untergliedern. Da sind zum einen Unterlagen allgemein zur Familie Nördlinger. Hierzu zählen neben den wenigen Schriftstücken älterer Generationen der Familie auch Unterlagen, mit denen der Anspruch der Familie auf verschiedene Familienstiftungen wie etwa das Weinmann'sche Stipendium oder die Bocer'sche Familienstiftung untermauert werden sollte. Die ausgedehnten genealogischen Untersuchungen, die einen großen Teil dieser Familienstiftungsunterlagen ausmachen, entsprangen zuerst unmittelbaren materiellen Interessen. Dazu kommen noch Auszüge aus Familienregistern, Gedenkschriften wie Leichenpredigten und Abbildungen und Fotografien verschiedener Familienmitglieder.
Ein weiterer Teil der Unterlagen kann unmittelbar mit Julius Simon Nördlinger in Verbindung gebracht werden. Sicher eines der wichtigsten Stücke des gesamten Bestandes sind Julius Simon Nördlingers eigenhändige "Notizen zu meinem Lebenslauf", aus denen sich sein Werdegang vom Handwerker zum Oberfinanzrat nachverfolgen lässt, auch wenn die Notizen zu den späteren Lebensjahren hin immer stichwortartiger werden, da Nördlinger aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht mehr zur Ausarbeitung kam. Briefe an Julius Simon von Nördlinger, Unterlagen über ihm verliehene Ehrungen und von ihm angefertigte Zeichnungen, wohl aus seiner Zeit als Forstgeometer beim Kirchenrat, ergänzen die unmittelbar ihm zuzuordnende Überlieferung.
Als eigenständiger Teil des Bestandes sind auch die zahlreichen Briefe an und von Karl Nördlinger zu betrachten, wobei die von Karls Hand erhaltenen von seiner Reise nach Paris und Brüssel 1837-1840 stammen, die er im Rahmen seiner Ausbildung zum Kupferstecher absolvierte. Die Briefe anderer Familienmitglieder decken einen größeren Zeitraum ab: Von der Reise Karls nach München bis in die 70er Jahre des 19. Jahrhunderts hinein.
Abschließend sind dem Bestand noch Materialien zugeordnet, die sich mit verschiedenen Mitgliedern der Familie befassen, darunter Notizen zum Artikel über Julius Simon Nördlinger in der Allgemeinen Deutschen Biographie und Zeitungsausschnitte, aber auch Fotografien von Gemälden verschiedener Familienmitglieder. 3. Zur Geschichte, Ordnung und Verzeichnung des Bestandes
Das Familienarchiv der Familie (von) Nördlinger wurde dem Hauptstaatsarchiv im Juli 2003 von Frau Heidi Stelzer als Schenkung übergeben. Frau Stelzer gehört als Urenkelin der mit Karl Finckh verheirateten Luise Marie Nördlinger, einer Tochter Julius Simon Nördlingers ebenfalls zu den Nachkommen der Familie Nördlinger. Laut Aussage von Frau Stelzer waren die Unterlagen, bevor sie durch Überlassung in ihren Besitz kamen, jahrelang im Besitz der unverheirateten Töchter des Oberförsters Julius Nördlinger gewesen, die in Reutlingen ansässig waren. Von diesen Töchtern stammen vermutlich auch bestimmte handschriftliche, mit Kugelschreiber ausgeführte Notizen auf einzelnen Blättern der Unterlagen. Neben einer gewissen Vorordnung vor allem der Briefe nach Absendern, aber auch anderer Unterlagen, die vermutlich auch noch von den Töchtern Julius Nördlingers vorgenommen wurden, fand eine grobe Ordnung bei der Übernahme von Frau Stelzer durch die Archivassessorin Regina Keyler statt.
Die endgültige Ordnung und Verzeichnung des Bestandes erfolgte im September 2003 durch die Archivreferendarin Kathrin Enzel. Hierbei wurde im wesentlichen die bereits vorhandene sachliche Vorordnung übernommen, nur einzelne Schriftstücke wurden in einen sinnvolleren Sachzusammenhang eingeordnet, die einzelnen Sachakten dann chronologisch geordnet. Bei den Briefen Karl Nördlingers von seiner Reise nach Paris und Brüssel wurde, soweit dies möglich war, die alte Ordnung der Briefe nach der zeitgenössischen Nummerierung wieder hergestellt. Der Bestand umfasst nun 15 Aktenbüschel und 0,1 lfdm.
4. Weitere Überlieferung und Literatur
Den vorliegenden Bestand ergänzende Überlieferung vor allem zur dienstlichen Tätigkeit Julius Simon Nördlingers ist im Hauptstaatsarchiv wohl vor allem im Bestand des Finanzministeriums zu erwarten. Das der alten Gliederung der Behörde folgende Repertorium E 221 I (Finanzministerium I), spiegelt die Aufgabengebiete Nördlingers in den Rubriken VIII-XIII. wieder: Forst- und Jagdsachen, Flößereien und Holzgärten, Torfsachen, Berg- und Hüttenwesen, Münzwesen und Salinen und Salzhandel sind hier als Sachgebiete aufgeführt. Obwohl es keine "Handakten" Nördlingers gibt, so finden sich doch in den Unterlagen aus diesen Bereichen immer wieder Belege seiner Tätigkeit. Zwei Karten, die Julius Simon Nördlinger in seiner Zeit als Forstgeometer beim Kirchenrat gezeichnet hatte, finden sich in Bestand N 1 (Land- und Flurkarten betreffend Altwürttemberg), Nr. 75 und 76. Mehrere Karten des Forstamts Heidenheim, an deren Entstehung Nördlinger beteiligt war, auch wenn nur noch die Kopien C. Vetters vorhanden sind, finden sich in Betsand N 70 (Forstkarten betreffend Gebiete des Königreichs Württemberg), Nr. 115-121, 124-129. Im Staatsarchiv Ludwigsburg ist im Bestand E 245 I (Forstrat) eine Akte zur Einstellung des Forstrates Nördlinger enthalten (Bü 1383), was auch in dieser Überlieferung weitere Spuren seiner Arbeit vermuten lässt. a) Artikel über Familienmitglieder (Auswahl):
- Art. "Nördlinger, Julius Simon", in: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB), Bd. 24 (1887), S. 11-14
- Pfullinger Lebensbilder: Julius Simon von Nördlinger, Königlich-Württembergischer Oberfinanzrat, in: Beiträge zur Pfullinger Geschichte, Heft 4 (1987)
- "Julius Simon Nördlinger", in: Monatsschrift für Forst- und Jagdwesen, 1 (1861), S. 2-12
- Wurm, Theodor: Julius Simon Nördlinger (1771-1860) und Hermann Nördlinger (1818-1897). Forstleute, in: Miller, Max/ Uhland, Robert: Lebensbilder aus Schwaben und Franken, Bd. 7, Stuttgart 1960, S. 322-336
- Art. "Nördlinger, Hermann", in: Neue Deutsche Biographie (NDB), Bd. 19 (1990), S. 316f.
b) Publikationen von Familienmitgliedern (Auswahl):
- Nördlinger, Julius Simon: Beschreibung des Sternbergs bei Offenhausen auf der württembergischen Alp und des daselbst gefundenen Basalts, in: Denkschriften der vaterländischen Gesellschaft der Ärzte und Naturforscher Schwabens 1. Band (1805), S. 281-288
- ders.: Notwendigkeit der Anwendung von Zinseszinsen bei der Waldwertberechnung, in: Diana, Heft 3 (1805)
- ders.: Beleuchtung der im 3. Heft der forstlichen Blätter enthaltenen Bemerkungen über einzelne Verhältnisse der Staatsforstdiener, in: Forstliche Blätter für Württemberg, Heft IV (1830), S. 99-119
- Nördlinger, Hermann: Mémoires sur les essences forestières de la Bretagne, Nantes 1845
- ders.: Essai sur les formations géologiques des environs de Grand-Jouan, Stuttgart 1847
- ders.: Querschnitte von 100 Holzarten und die systematisch anatomische Beschreibung derselben, Stuttgart u.ö. 1852-1888
- ders.: Die kleinen Feinde der Landwirtschaft, Stuttgart und Augsburg 1855
- ders.: Die technischen Eigenschaften der Hölzer, Stuttgart 1860
- ders.: Deutsche Forstbotanik Bd. 1 und 2, Stuttgart 1874 und 1876
- ders.: Anatomische Merkmale der wichtigsten deutschen Wald- und Gartenholzarten, Stuttgart 1881
- ders.: Lehrbuch des Forstschutzes, Berlin 1884
- ders.: Die gewerblichen Eigenschaften der Hölzer, Stuttgart 1890

1. Zur Geschichte der Familie (von) Nördlinger: Im Familienarchiv Nördlinger haben sich aus früheren Generationen einige wenige Dokumente erhalten, wie etwa Auszüge aus dem Familienregister für Johann Jakob Nördlinger, Bortenmacher in Pfullingen, und seine Ehefrau Magdalena Katharina geb. Haas, den Großeltern Julius Simon (von) Nördlingers, mit dem dann die hauptsächliche Überlieferung einsetzt. Am 28. September 1771 in Pfullingen als Sohn des Bortenmachers Christoph Friedrich Nördlinger und seiner Gattin Maria Margarete geb. Traub geboren, besuchte er nach dem Umzug der Familie nach Tübingen die dortige Lateinschule. Seine Leistungen in diesem Bereich waren zwar hervorragend, da sein hauptsächliches Interesse aber eher der Mathematik und dem Zeichnen als den Sprachen galt und ihn die Lehrerlaufbahn ebensowenig lockte wie die eines Pfarrers, entschied er sich gegen ein Studium, das die finanziellen Mittel des Vaters wohl auch nicht zugelassen hätten. Da der Wunsch Maler zu werden am zu hohen Lehrgeld scheiterte, ergriff er zunächst das Handwerk seines Vaters und lernte die Bortenmacherei. Wenn man seinem eigenhändigen Lebenslauf glauben kann, vernachlässigte er aber das Studium der Mathematik und vor allem der Geometrie nicht, sondern bildete sich mit Hilfe von Freunden, vor allem des Mathematikers Butzengeiger, auf diesem Gebiet weiter. 1792 begab er sich auf Wanderschaft, um seine Kenntnisse in seinem Handwerk zu erweitern, kehrte jedoch wegen der Revolutionswirren, die die von ihm bereisten Städte am Rhein ergriffen hatten, nach einem Umweg über die Schweiz schon 1793 wieder nach Tübingen zurück. Auf Vermittlung seines Freundes Butzengeiger erhielt Nördlinger eine Anstellung beim Kirchenrat, genauer gesagt bei der 1792 eingerichteten Forstkommission, die Ordnung in die unübersichtliche Forstwirtschaft des Kirchenrates bringen sollte. Dazu war eine genaue Erfassung und Kartierung der Waldungen erforderlich, welche durch den Forstgeometer Zais vorgenommen wurde, der Julius Simon Nördlinger auf Vermittlung Butzengeigers die Möglichkeit bot, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, und ihn anschließend als Gehilfe anstellte. Neben dem Wissen über die verschiedensten Teile des Landes, das er sich im Rahmen der Vermessung und Taxation des Waldbestandes erwarb, eignete sich Nördlinger im Selbststudium auch weitere Wissensgebiete an: Er erwarb Kenntnisse in Chemie, Mineralogie, Botanik, Hüttenwesen und Geologie. Ein Aufsatz über am Sternberg entdeckten Basalt und seine gezeichneten Karten erweckten schließlich auch das Interesse des damaligen Kurfürsten und späteren Königs Friedrich I. Dieser förderte Nördlingers Ausbildung indem er ihm ein Reisestipendium verlieh, das es ihm ermöglichen sollte, sich im Berg- und Hüttenwesen der Nachbarländer kundig zu machen. Diese "große Bildungsreise" Nördlingers, die ihn von 1804 bis 1806 durch Bayern, Österreich, Ungarn, Böhmen, Sachsen, Anhalt, Thüringen und Preußen führte, bildete wohl eine für seine spätere Karriere entscheidende Erfahrung. Durch die Aufenthalte an den verschiedenen Forstakademien der Zeit erweiterte er seine forstwirtschaftlichen Kenntnisse und erwarb Wissen über das Hütten- und Salinenwesen, von denen Württemberg nach seiner Rückkehr profitierte. Friedrich I., der in Holz, Salz und der Eisengewinnung einen wichtigen Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung Württembergs sah, nahm die regelmäßigen Berichte Nördlingers von seiner Reise anscheinend mit Interesse zur Kenntnis. Jedenfalls ist die 1804 vorgeschlagene Berufung Nördlingers zum Professor des Kameral- und Forstwesens an die Universität Tübingen, die dieser allerdings ablehnte, und die 1806 erfolgte Ernennung zum Berg- und Forstrat im Finanzministerium, die er nach seiner Rückkehr erhielt, wahrscheinlich der Entscheidung des Landesherrn zu verdanken. Zu Nördlingers Zuständigkeitsbereich gehörten hierbei, wie aus seinem Titel von 1811 zu entnehmen ist, neben dem Forst- auch das Berg-, Salinen-, Hütten- und Münzwesen. Dem 1816 im Finanzministerium geschaffenen O berfinanzrat gehörte Julius Simon Nördlinger von Anfang an als Forstreferent an. 1818 wurde er zum Oberfinanzrat ernannt, seit diesem Jahr unterstand ihm der neue Forstrat; nach dessen Auflösung 1822 bestand die einzige Zentralstelle der Forstverwaltung in der Person Nördlingers, da die Kompetenzen des Forstrats auf die Kreisfinanzkammern und das Finanzministerium aufgeteilt worden waren . An dieser Stelle wirkte Nördlinger an der Entwicklung des württembergischen Forstwesens, das in dieser Zeit einen großen Aufschwung nahm, entscheidend mit, auch wenn er nicht alle seine Vorstellungen verwirklichen konnte. Nach Abschluss der Reform des württembergischen Forstwesens 1850 erhielt Nördlinger zwar noch den Ehrenvorsitz der neugebildeten Forstabteilung, zum Vorstand wurde aber der bisherige Direktor der Kreisfinanzkammer Ellwangen Ludwig Christoph von Kober ernannt. Neben dem Forstwesen gehörte auch das Berg- und Hüttenwesen zu Nördlingers Zuständigkeitsbereich. Seine Bemühungen galten vor allem der Übernahme und dem Ausbau der Eisen- und Stahlwerke, aber auch der Salzgewinnung. Hier schaltete er sich vor allem dann ein, wenn es galt, technische Verbesserungen vorzunehmen oder durch Bohrungen neue Salzvorkommen zu erschließen. Dank der ausgreifenden Zuständigkeiten des Finanzministeriums gehörten auch das Köhlereiwesen, das Torfwesen und die Flößerei zu Nördlingers Aufgaben. Zu seinen privaten Interessen zählten neben der klassischen Kirchenmusik auch die Dampfschiffahrt, wobei er sich vor allem um die Gründung der Bodenseedampfschiffahrtsgesellschaft als Aktiengesellschaft verdient machte. Dies erklärt auch seine aus den Lebenserinnerungen zu ersehende Verbitterung, als 1850 der Staat die Dampfschiffahrt selbst in die Hand nahm. Im Laufe seines Berufslebens wurden Nördlinger zahlreiche Ehrungen zuteil: Seine Heimatstadt Tübingen verlieh ihm 1840 das Bürgerrecht; Wilhelm I. 1841 den persönlichen Adel und die Komturswürde des Ordens der württembergischen Krone. 1820 wurde er zum Vertreter des Amts Tübingen in die Ständeversammlung gewählt, eine Ehre, die er mit Erlaubnis des Königs ablehnte. Julius Simon Nördlinger war in erster Ehe verheiratet mit der Schwester eines Jugendfreundes, Karoline Wilhelmina Duttenhofer. Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor: Die Söhne Karl (1812-1896), Hermann (1818-1897) und Wilhelm (1821-1908) sowie die Tochter Luise Marie (1814-1866), die den Reutlinger Kaufmann Karl Finckh heiratete. Nach dem Tod Karoline Duttenhofers 1824 heiratete Julius Simon Nördlinger ein zweites Mal, Caroline Zeller, mit der er eine Tochter, Caroline Julie (1827-1888) hatte, die nach dem Tod der Mutter dem Vater bis zu dessen Tod 1860 den Haushalt führte. Julius Simon Nördlingers ältester Sohn Karl Nördlinger, geboren 1812, hatte anscheinend die künstlerische Begabung des Vaters geerbt. Nachdem er seine Ausbildung zum Kupferstecher an der Schule der Schönen Künste in Stuttgart bekommen hatte, setzte er sie an der Akademie in München fort, wo er auch begann, sich für die Malerei zu interessieren. Seine Kenntnisse als Kupferstecher erweiterte er durch eine ausgedehnte Reise nach Paris und Brüssel, wo er im Atelier des italienischen Kupferstechers Luigi Calamatta tätig war. Dieser scheint seinen Stil über einen längeren Zeitraum hinweg beeinflusst zu haben, handelt es sich doch bei den ermittelbaren Stichen Nördlingers vor allem um Kopien bekannter Gemälde, eine Motivwahl, für die Calamatta bekannt wurde. 1855 war Nördlinger anscheinend mit dem Stich "Portrait von Raphael in seiner Jugend" an der Württembergischen Sektion der "Exposition universelle" in Paris beteiligt. Als Maler spezialisierte er sich vor allem auf Portraits, wobei er sich seine Motive meist im Familienkreis suchte. Später lehrte er selbst an der Kunstakademie Stuttgart. Wenn man den Briefen seines Bruders Hermann Glauben schenken darf, war seine Laufbahn aber nicht immer erfolgreich, und er war häufiger auf die finanzielle Unterstützung seine r Brüder angewiesen. Er starb am 24. Januar 1896 in Ludwigsburg. Hermann Nördlinger, der am 13. August 1818 in Stuttgart geborene zweite Sohn Julius Simon von Nördlingers, teilte das forstwissenschaftliche Interesse des Vaters. Nach dem Abschluss des Eberhard-Ludwig-Gymnasiums in Stuttgart besuchte er zunächst für einige Jahre die Polytechnische Schule in Stuttgart, um anschließend für zwei Jahre in Tübingen Forst- und Staatswissenschaften zu studieren und zu promovieren. Ein Jahr landwirtschaftliches Studium an der Königlich Württembergischen Lehranstalt in Hohenheim schloss das Studium ab. Schon vor dem Studium war Hermann Nördlinger bei einem Revierförster in die Lehre gegangen und hatte praktische Kenntnisse erworben, die er nach dem Studium beim Forstamt Tübingen vervollständigte. Auf Empfehlung seiner Hohenheimer Lehrer wurde er 1842 auf ein Lehramt an der land- und forstwissenschaftlichen Anstalt in Grand-Jouan in der Bretagne berufen, um dort Forstwissenschaften und Mineralogie zu unterrichten, eine Stelle, die er nach Vervollständigung seiner Sprachkenntnisse 1844 antrat. Während der Zeit in der Bretagne entstanden eine Publikation zu den geologischen Formationen in der Gegend um Nantes und die Studie "Memoires sur les essences forestières de la Bretagne". Trotz des Erfolges strebte Hermann Nördlinger danach, nach Württemberg zurückzukehren. Als 1845 die Stelle des zweiten Forstlehrers in Hohenheim zu besetzen war, bewarb sich Julius Simon Nördlinger für seinen Sohn, der wegen seiner Abwesenheit die Bewerbung nicht selber vorbringen konnte. Im Mai 1845 wurde Hermann Nördlinger nach Hohenheim berufen, wo er im November die Lehrtätigkeit aufnahm. Er hielt Unterricht in Forstenzyklopädie, Forstnutzung, Planzeichnen, Staatsforstlehre, Forstbotanik, Waldbau und Forstschutz mit Exkursionen, gelegentlich auch in Jagdkunde. Seine besondere Bedeutung für die Forstwissenschaft liegt auf dem Gebiet der Forstbenutzung, da er seit 1847 ausgedehnte Studien über die Eigenschaften der verschiedenen Holzarten anstellte, deren Ergebnisse 1860 in der umfangreichen Studie "Die technischen Eigenschaften der Hölzer, für Forst- und Baubeamte, Technologen und Gewerbetreibende" veröffentlicht wurden. Nachdem er seine Lehrtätigkeit aus Krankheitsgründen für mehrere Jahre hatte unterbrechen müssen, stieg er 1855 zum erster Professor in Hohenheim auf, wo er noch weitere 30 Jahre tätig war. Neben seiner Vorlesungstätigkeit verfasste er mehrere Lehrbücher für den forstlichen Unterricht, beispielsweise über Forstbotanik oder den Forstschutz und publizierte in zahlreichen Fachzeitschriften. Den Bezug zur praktischen Forstwirtschaft behielt er seit 1849 durch die Verwaltung des Lehrreviers Plattenhardt, später durch die des Forstreviers Hohenheim. Eine führende Stellung nahm er auch im forstlichen Vereinswesen ein. So führten seine Bemühungen 1876 zur Gründung des Württembergischen Forstvereins, dessen Präsident er 16 Jahre lang war. 1881 erlebte Hermann Nördlinger noch die Rückverlegung des forstwissenschaftlichen Unterrichts an die Universität Tübingen (die forstwissenschaftliche Abteilung war ja ursprünglich Teil der staatswirtschaftlichen Fakultät dort gewesen), die er zusammen mit seinem Kollegen Thuisko Lorey angeregt hatte. In Tübingen unterrichtete Hermann Nördlinger Forstpolitik, Forsteinrichtung und Forstbenutzung, bis er 1887 in Ruhestand ging. Bis 1891 hielt er aber noch Vorlesungen in Forstschutz und den technischen Eigenschaften der Hölzer. Ähnlich wie sein Vater, erhielt auch Hermann Nördlinger noch zu Lebzeiten mehrere Ehrungen. 1862 verlieh ihm der König von Württemberg das Ritterkreuz I. Klasse des Friedrichsordens, 1875 das Ehrenritterkreuz des Kronordens, verbunden mit dem persönlichen Adel, 1888 erhielt er das Königlich Niederländische Ritterkreuz der Eichenkrone. Am 19. Januar 1897 starb Hermann Nördlinger nach längerer Leidenszeit auf der Karlshöhe bei Ludwigsburg. Seit 1848 war Hermann Nördlinger verheiratet mit Adelhei d Köstlin, der Tochter des Stuttgarter Prälaten von Köstlin. Der 1849 geborene erste Sohn starb bereits im Alter von sechs Jahren bei einem Unfall. Der zweitgeborene Sohn Theodor (1858-1912) folgte dem Beispiel von Vater und Großvater und schlug die forstwissenschaftliche Laufbahn ein. Nach dem Studium in Tübingen und Hohenheim, der Promotion und der Habilitation unterrichtete er zunächst die forstlichen Nebenfächer an der forstlichen Abteilung der Universität Tübingen, wurde dann zum außerordentlichen Professor ernannt und an die Universität Gießen berufen. Da er aber bald einem schweren Nervenleiden verfiel, musste er seine Lehrtätigkeit wieder aufgeben und starb bereits 1912. Auch Hermann Nördlingers jüngster Sohn Julius, 1860 geboren, ergriff den Forstberuf und wurde Oberförster in Pfalzgrafenweiler. Seine Witwe und mehrere seiner Töchter lebten lange in Reutlingen. Der jüngste Sohn Julius Simon Nördlingers, Wilhelm Nördlinger, geboren am 29. August 1821 in Stuttgart, schlug eine technische Laufbahn ein, die er vor allem im Ausland verfolgte. Nachdem er zunächst in Stuttgart das Gymnasium besucht hatte, ging er 1840 nach Paris, um dort an der "Ecole Polytechnique" zu studieren, zwei Jahre später wurde er als externer Schüler auf die "Ecole des ponts et chaussées" aufgenommen. Als Angestellter der staatlichen Verwaltungsbehörde der Brücken und Chauseen wirkte er 1844 am Ausbau der oberen Marne als Kanal mit. 1847 quittierte er den Staatsdienst und trat in den der "Compagnie de l'Est" über, für die er am Bau und der Bewirtschaftung der Eisenbahnlinie zwischen Nancy und Saarbrücken teilnahm. 1853 wechselte er in die Dienste der "Compagnie du Midi" über, die ihn mit dem Bau von Teilen der Strecken von Bordeaux nach Toulouse bzw. Bayonne beauftragte. 1856 wurde er zum Chefingenieur für den Bau der Bahnlinie zwischen Lausanne und der Schweizer Grenze ernannt, die einen Teil der Strecke Lausanne-Paris bildete. Wegen seiner zahlreichen Leistungen wurde er im Jahr darauf als Chefingenieur der "Compagnie d'Orléans" nach Paris berufen, wo er sich auch als französischer Staatsbürger naturalisieren ließ und sich in Zukunft "de Nordling" nannte In den Jahren seiner Tätigkeit für diese "Compagnie" leitete er den Bau der meisten Strecken im Massif Central. Für die Überquerung der tiefen Schluchten entwickelte er ein System metallischer Pfeiler weiter und perfektionierte es so weit, dass es ihm internationale Preise eintrug. 1870 zum Berater für den österreichischen Bahnbau nach Wien berufen, reichte ihm dieser eher passive Posten jedoch nicht aus, so dass er nach Budapest ging, um dort die Eisenbahngesellschaft der Theiss zu leiten und sie gründlich zu reformieren. In diese Zeit fiel auch seine Tätigkeit als Berater für den Sultan von Konstantinopel beim Bau der Eisenbahn zwischen Konstantinopel und Saloniki. 1875 wurde er nach Wien zurückberufen, diesmal auf den Posten des obersten Direktors der Eisenbahnlinien des österreichischen Kaiserreiches, eine Stelle, die er bis 1881 innehatte. 1886 nach Paris zurückgekehrt, füllte er seinen Ruhestand durch zahlreiche Aktivitäten aus. Neben Bemühungen um die Unterdrückung des Mädchenhandels oder für die Freiheit des Unterrichts engagierte er sich vor allem für ein neues Gesetz für den arbeitsfreien Sonntag. Zu diesem Zweck war er 1889 an der Gründung der "Ligue populaire pour le Repos du Dimanche" beteiligt, die er auch auf zahlreichen Kongressen vertrat. Er starb am 6. November 1908. Aus seiner Ehe mit Antoinette Marie Seng(en)wald, die aus einer bedeutenden Straßburger Familie stammte, gingen die drei Töchter Louise, Margarethe und Hortense hervor.

2. Zum Inhalt des Bestandes: Der Bestand enthält vor allem private Unterlagen der Familie Nördlinger, genauer gesagt einzelner Mitglieder derselben. Obwohl nicht sehr umfangreich, lässt er sich doch in verschiedene Teile untergliedern. Da sind zum einen Unterlagen allgemein zur Familie Nördlinger. Hierzu zählen neben den wenigen Schriftstücken älterer Generationen der Familie auch Unterlagen, mit denen der Anspruch der Familie auf verschiedene Familienstiftungen wie etwa das Weinmann'sche Stipendium oder die Bocer'sche Familienstiftung untermauert werden sollte. Die ausgedehnten genealogischen Untersuchungen, die einen großen Teil dieser Familienstiftungsunterlagen ausmachen, entsprangen zuerst unmittelbaren materiellen Interessen. Dazu kommen noch Auszüge aus Familienregistern, Gedenkschriften wie Leichenpredigten und Abbildungen und Fotografien verschiedener Familienmitglieder. Ein weiterer Teil der Unterlagen kann unmittelbar mit Julius Simon Nördlinger in Verbindung gebracht werden. Sicher eines der wichtigsten Stücke des gesamten Bestandes sind Julius Simon Nördlingers eigenhändige "Notizen zu meinem Lebenslauf", aus denen sich sein Werdegang vom Handwerker zum Oberfinanzrat nachverfolgen lässt, auch wenn die Notizen zu den späteren Lebensjahren hin immer stichwortartiger werden, da Nördlinger aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht mehr zur Ausarbeitung kam. Briefe an Julius Simon von Nördlinger, Unterlagen über ihm verliehene Ehrungen und von ihm angefertigte Zeichnungen, wohl aus seiner Zeit als Forstgeometer beim Kirchenrat, ergänzen die unmittelbar ihm zuzuordnende Überlieferung. Als eigenständiger Teil des Bestandes sind auch die zahlreichen Briefe an und von Karl Nördlinger zu betrachten, wobei die von Karls Hand erhaltenen von seiner Reise nach Paris und Brüssel 1837-1840 stammen, die er im Rahmen seiner Ausbildung zum Kupferstecher absolvierte. Die Briefe anderer Familienmitglieder decken einen größeren Zeitraum ab: Von der Reise Karls nach München bis in die 70er Jahre des 19. Jahrhunderts hinein. Abschließend sind dem Bestand noch Materialien zugeordnet, die sich mit verschiedenen Mitgliedern der Familie befassen, darunter Notizen zum Artikel über Julius Simon Nördlinger in der Allgemeinen Deutschen Biographie und Zeitungsausschnitte, aber auch Fotografien von Gemälden verschiedener Familienmitglieder.

3. Zur Geschichte, Ordnung und Verzeichnung des Bestandes: Das Familienarchiv der Familie (von) Nördlinger wurde dem Hauptstaatsarchiv im Juli 2003 von Frau Heidi Stelzer als Schenkung übergeben. Frau Stelzer gehört als Urenkelin der mit Karl Finckh verheirateten Luise Marie Nördlinger, einer Tochter Julius Simon Nördlingers ebenfalls zu den Nachkommen der Familie Nördlinger. Laut Aussage von Frau Stelzer waren die Unterlagen, bevor sie durch Überlassung in ihren Besitz kamen, jahrelang im Besitz der unverheirateten Töchter des Oberförsters Julius Nördlinger gewesen, die in Reutlingen ansässig waren. Von diesen Töchtern stammen vermutlich auch bestimmte handschriftliche, mit Kugelschreiber ausgeführte Notizen auf einzelnen Blättern der Unterlagen. Neben einer gewissen Vorordnung vor allem der Briefe nach Absendern, aber auch anderer Unterlagen, die vermutlich auch noch von den Töchtern Julius Nördlingers vorgenommen wurden, fand eine grobe Ordnung bei der Übernahme von Frau Stelzer durch die Archivassessorin Regina Keyler statt. Die endgültige Ordnung und Verzeichnung des Bestandes erfolgte im September 2003 durch die Archivreferendarin Kathrin Enzel. Hierbei wurde im wesentlichen die bereits vorhandene sachliche Vorordnung übernommen, nur einzelne Schriftstücke wurden in einen sinnvolleren Sachzusammenhang eingeordnet, die einzelnen Sachakten dann chronologisch geordnet. Bei den Briefen Karl Nördlingers von seiner Reise nach Paris und Brüssel wurde, soweit dies möglich war, die alte Ordnung der Briefe nach der zeitgenössischen Nummerierung wieder hergestellt. Der Bestand umfasst nun 15 Aktenbüschel und 0,1 lfdm.

4. Weitere Überlieferung und Literatur: Den vorliegenden Bestand ergänzende Überlieferung vor allem zur dienstlichen Tätigkeit Julius Simon Nördlingers ist im Hauptstaatsarchiv wohl vor allem im Bestand des Finanzministeriums zu erwarten. Das der alten Gliederung der Behörde folgende Repertorium E 221 I (Finanzministerium I), spiegelt die Aufgabengebiete Nördlingers in den Rubriken VIII-XIII. wieder: Forst- und Jagdsachen, Flößereien und Holzgärten, Torfsachen, Berg- und Hüttenwesen, Münzwesen und Salinen und Salzhandel sind hier als Sachgebiete aufgeführt. Obwohl es keine "Handakten" Nördlingers gibt, so finden sich doch in den Unterlagen aus diesen Bereichen immer wieder Belege seiner Tätigkeit. Zwei Karten, die Julius Simon Nördlinger in seiner Zeit als Forstgeometer beim Kirchenrat gezeichnet hatte, finden sich in Bestand N 1 (Land- und Flurkarten betreffend Altwürttemberg), Nr. 75 und 76. Mehrere Karten des Forstamts Heidenheim, an deren Entstehung Nördlinger beteiligt war, auch wenn nur noch die Kopien C. Vetters vorhanden sind, finden sich in Betsand N 70 (Forstkarten betreffend Gebiete des Königreichs Württemberg), Nr. 115-121, 124-129. Im Staatsarchiv Ludwigsburg ist im Bestand E 245 I (Forstrat) eine Akte zur Einstellung des Forstrates Nördlinger enthalten (Bü 1383), was auch in dieser Überlieferung weitere Spuren seiner Arbeit vermuten lässt. a) Artikel über Familienmitglieder (Auswahl): - Art. "Nördlinger, Julius Simon", in: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB), Bd. 24 (1887), S. 11-14 - Pfullinger Lebensbilder: Julius Simon von Nördlinger, Königlich-Württembergischer Oberfinanzrat, in: Beiträge zur Pfullinger Geschichte, Heft 4 (1987) - "Julius Simon Nördlinger", in: Monatsschrift für Forst- und Jagdwesen, 1 (1861), S. 2-12 - Wurm, Theodor: Julius Simon Nördlinger (1771-1860) und Hermann Nördlinger (1818-1897). Forstleute, in: Miller, Max/ Uhland, Robert: Lebensbilder aus Schwaben und Franken, Bd. 7, Stuttgart 1960, S. 322-336 - Art. "Nördlinger, Hermann", in: Neue Deutsche Biographie (NDB), Bd. 19 (1990), S. 316f. b) Publikationen von Familienmitgliedern (Auswahl): - Nördlinger, Julius Simon: Beschreibung des Sternbergs bei Offenhausen auf der württembergischen Alp und des daselbst gefundenen Basalts, in: Denkschriften der vaterländischen Gesellschaft der Ärzte und Naturforscher Schwabens 1. Band (1805), S. 281-288 - ders.: Notwendigkeit der Anwendung von Zinseszinsen bei der Waldwertberechnung, in: Diana, Heft 3 (1805) - ders.: Beleuchtung der im 3. Heft der forstlichen Blätter enthaltenen Bemerkungen über einzelne Verhältnisse der Staatsforstdiener, in: Forstliche Blätter für Württemberg, Heft IV (1830), S. 99-119 - Nördlinger, Hermann: Mémoires sur les essences forestières de la Bretagne, Nantes 1845 - ders.: Essai sur les formations géologiques des environs de Grand-Jouan, Stuttgart 1847 - ders.: Querschnitte von 100 Holzarten und die systematisch anatomische Beschreibung derselben, Stuttgart u.ö. 1852-1888 - ders.: Die kleinen Feinde der Landwirtschaft, Stuttgart und Augsburg 1855 - ders.: Die technischen Eigenschaften der Hölzer, Stuttgart 1860 - ders.: Deutsche Forstbotanik Bd. 1 und 2, Stuttgart 1874 und 1876 - ders.: Anatomische Merkmale der wichtigsten deutschen Wald- und Gartenholzarten, Stuttgart 1881 - ders.: Lehrbuch des Forstschutzes, Berlin 1884 - ders.: Die gewerblichen Eigenschaften der Hölzer, Stuttgart 1890
Umfang:
18 Nummern
Verwandte Bestände und Literatur:
Pfullinger Lebensbilder: Julius Simon von Nördlinger, Königlich-Württembergischer Oberfinanzrat, in: Beiträge zur Pfullinger Geschichte, Heft 4 (1987)
Wurm, Theodor: Julius Simon Nördlinger (1771-1860) und Hermann Nördlinger (1818-1897). Forstleute, in: Miller, Max/ Uhland, Robert: Lebensbilder aus Schwaben und Franken. Bd. 7, Stuttgart 1960, S.322-336
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