Gutsarchiv Falkenhain (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
H 70 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
1592 - 1908
Findhilfsmittel: Findbuch von 2011 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Falkenhain gehört zur Stadt Meuselwitz, Lkr. Altenburger Land, Freistaat Thüringen.
Als Teil des Hochstifts Naumburg, das 1564 kursächsisches Nebenland wurde und 1657–1718 als Herzogtum Sachsen-Zeitz nochmals Eigenständigkeit erlangte, wurde Falkenhain zum Amt Zeitz gezählt. 1815 fiel es an Preußen und gehörte dort 1816–1945 zur Provinz Sachsen.
Ein sich nach Falkenhain nennendes Adelsgeschlecht ist 1216–1299 urkundlich. 1419 hatten Hugil und Pilgrim von Remse sowie Georg von Wiedersberg Falkenhain zu Lehen, bevor 1437 Hans von Minckwitz als Lehnsträger erscheint. Dessen Nachkommen besaßen das Rittergut bis zum Verkauf an Johann August von Schönfeld im Jahre 1751. Nach dessen Tod 1760 gehörte Falkenhain seiner Witwe Elisabeth Hedwig Gertraud geb. Pflugk, die es 1783 an Martha Catharina Sahrer von Sahr verkaufte. Im Erbgang über deren beide Söhne fiel Falkenhain an die Tochter Marianne Henriette von Ponickau, geb. Sahrer von Sahr, die 1791 mit dem Gut belehnt wurde. 1905 verkaufte die Familie von Ponickau das Gut an den Berliner Bankier Julius Treuherz, der Gesellschafter der Braunkohlewerke Phönix in Mumsdorf war. 1915/16 gelangte das Rittergut unmittelbar an die Phönix AG, deren Nachfolgeunternehmen 1945 verstaatlicht wurden.
Zum Rittergut gehörten 1592 die Ober- und 1827 die Patrimonialgerichtsbarkeit über Falkenhain und Rusendorf sowie das Patronat über die Pfarrei Falkenhain.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Registraturbildner: Falkenhain gehört zur Stadt Meuselwitz, Lkr. Altenburger Land, Freistaat Thüringen.
Als Teil des Hochstifts Naumburg, das 1564 kursächsisches Nebenland wurde und 1657–1718 als Herzogtum Sachsen-Zeitz nochmals Eigenständigkeit erlangte, wurde Falkenhain zum Amt Zeitz gezählt. 1815 fiel es an Preußen und gehörte dort 1816–1945 zur Provinz Sachsen.
Ein sich nach Falkenhain nennendes Adelsgeschlecht ist 1216–1299 urkundlich. 1419 hatten Hugil und Pilgrim von Remse sowie Georg von Wiedersberg Falkenhain zu Lehen, bevor 1437 Hans von Minckwitz als Lehnsträger erscheint. Dessen Nachkommen besaßen das Rittergut bis zum Verkauf an Johann August von Schönfeld im Jahre 1751. Nach dessen Tod 1760 gehörte Falkenhain seiner Witwe Elisabeth Hedwig Gertraud geb. Pflugk, die es 1783 an Martha Catharina Sahrer von Sahr verkaufte. Im Erbgang über deren beide Söhne fiel Falkenhain an die Tochter Marianne Henriette von Ponickau, geb. Sahrer von Sahr, die 1791 mit dem Gut belehnt wurde. 1905 verkaufte die Familie von Ponickau das Gut an den Berliner Bankier Julius Treuherz, der Gesellschafter der Braunkohlewerke Phönix in Mumsdorf war. 1915/16 gelangte das Rittergut unmittelbar an die Phönix AG, deren Nachfolgeunternehmen 1945 verstaatlicht wurden.
Zum Rittergut gehörten 1592 die Ober- und 1827 die Patrimonialgerichtsbarkeit über Falkenhain und Rusendorf sowie das Patronat über die Pfarrei Falkenhain.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 0.3
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ