Hermann Otterstede, Richter auf Geheiß des Erzbisc
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Telgte U Stadt Telgte Urkunden, 191
Telgte U Stadt Telgte Urkunden Stadt Telgte Urkunden
Stadt Telgte Urkunden
1635 Dez. 6
Regest: Hermann Otterstede, Richter auf Geheiß des Erzbischofs und Kurfürsten Ferdinand zu Köln, Bischofs zu Münster etc., Licentiat der Rechte und Richter zu Wolbeck, nimmt zugunsten des Armengasthauses zu Wolbeck und des Armenhauses St. Antonii zu Telgte eine Pfändung vor, nachdem ihm Christian zu Berl, Bürger und Provisor des Armengasthauses zu Wolbeck, einen Exekutionsbrief des münsterischen Offizialatsgerichts vorgelegt hat. Danach hat sich Reinhart von der Ruhr der Nichtzahlung von 100 Rt. und der dazugehörigen Zinsen schuldig gemacht, die der verstorbene Friedrich von der Ruhr den Armen zu Wolbeck und Telgte vermacht hatte. Er pfändet daher die zur Hofsaat von Reithaus gehörige Wiese, sodann den Beckkamp, Hohenkamp und Reitkamp und lässt den Provisor Christian zu Berle durch den Gerichtsdiener Bernhard Baumeister für beide Armenhäuser quotenmäßig einweisen und dem jetzigen Bewohner des Reithauses, Albrecht Schwetzer, bei Strafe die Nutzung der genannten Landstücke verbieten. Darüber hat der unterzeichnete Notar. Lambertus zum Dale vorliegendes Instrument errichtet, welches der Richter Otterstede besiegelt.
Abschrift-Papier.
Urkunden
Rechtsstatus: Schenkung;Depositum;Amtliche Abgabe
Wolbeck
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:01 MEZ