Heinrich Georg Friedrich Schröder an Karl Weltzien
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27072 Nachlass Karl Weltzien
27072 Nachlass Karl Weltzien >> 1 Korrespondenzstücke in der alphabetischen Folge der Absender >> 1.145 Schröder, Heinrich Georg Friedrich (*1810, +1885)
1852 März 10, Mannheim
Enthält: (1r) Schröder konnte und kann wegen der Errichtung eines neuen Schulgebäudes nicht nach Karlsruhe kommen, um das "herrliche Laboratorium" zu sehen. Im Schulgebäude wird ein "sehr kleines Laboratorium" eingerichtet. Mannheim stellte auf die Versorgung mit "Leuchtgas" um. Schröder möchte möglichst überall Gas anstelle des "läßtigen Kohlenfeuers" einsetzen. Das Karlsruher Laboratorium verwendet Gas in vielen Bereichen. Schröder bittet Weltzien, (Karl) Sachs, Student des mechanisch-technischen Kurses in Karlsruhe, eine "mit allen nöthigen Maßen versehene detaillierte Zeichnung aller der Vorrichtungen, Brenner et cetera" anfertigen zu lassen, die der Benutzung des "Leuchtgas" im Laboratoriumsbetrieb dienen. Des weiteren ist von Interesse, welche andere Beheizung ("Feuerung") Weltzien für ein Kleinstlaboratorium als geeignet erachtet. Schröder bittet, Sachs auch hiervon eine Zeichnung anfertigen zu lassen. Da Schröder die Wohnanschrift Sachs' nicht kennt, legt er einen Brief für ihn bei. Seit zwei Jahren wird Schröder durch "die Bau- und Umzugsgeschäfte" von seinen wissenschaftlichen Studien abgehalten. Mehrere Texte bedürfen einer Feinkorrektur und Endredaktion. Aus den Annalen der Physik und Chemie geht hervor, dass Schröder und (Friedrich Wilhelm Hermann) Delffs zusammenarbeiten. Delffs leistet in letzter Zeit den größeren Teil. (1v) Delffs "präparirt" vorzüglich - nur "Bött'gers Krystalle" sind schöner -, und er zeichnet sich auch als Lehrer aus. Schröder spricht sich gegen eine Zurücksetzung Delffs' gegenüber (Justus) Liebig, (Robert Wilhelm) Bunsen oder (August Wilhelm Hofmann) ("Hoffmann") in Heidelberg sowie für eine "gehörige Stellung" für Delffs aus. Dessen Leistungen werden mit besserer Ausrüstung und dem Zugang zu einem Laboratorium steigen. Schröder lädt Weltzien nach Mannheim ein und regt eine Zusammenarbeit an, die von persönlichen Treffen und schriftlichem Austausch begleitet werden könnte. Das Schulgebäude hat Modellcharakter. Schröder und die von ihm eingestellten Kollegen formen ein Kollektiv, das "in Einem Geiste das gleiche Ziel" verfolgt. Schröder lässt (Friedrich/Wilhelm?) Eisenlohr und (Ferdinand) Redtenbacher grüßen. (2v) Siegelabdruck, Poststempel
2 Blatt
Handschriften
Delffs, Friedrich Wilhelm Hermann (*1812, +1894)
Sachs, Karl
Karlsruhe/DE
Mannheim/DE
07.03.2025, 09:23 MEZ
Hierarchie
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