Vor dem Notar Johannes Rosen bekennt Ricus Faust aus Ossendorf1) für sich und seine Hausfrau Katharina Rörig, dass ihm die Wormelner Äbtissin Anna Elisabeth Borch bzw. das Kloster 20 Rtlr geliehen habe, womit er die Bürener Heuer nach Paderborn zahlen will. Er quittiert über den Empfang des Geldes und verspricht, an das Kloster dafür bis zur Ablösung jährlich zu Lichtmeß (2. Februar) einen Rtlr Zinsen zu zahlen. Zeugen: die Warburger Bürger Meister Menolph Dreyer und Meister Otto Mantel.
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Vor dem Notar Johannes Rosen bekennt Ricus Faust aus Ossendorf1) für sich und seine Hausfrau Katharina Rörig, dass ihm die Wormelner Äbtissin Anna Elisabeth Borch bzw. das Kloster 20 Rtlr geliehen habe, womit er die Bürener Heuer nach Paderborn zahlen will. Er quittiert über den Empfang des Geldes und verspricht, an das Kloster dafür bis zur Ablösung jährlich zu Lichtmeß (2. Februar) einen Rtlr Zinsen zu zahlen. Zeugen: die Warburger Bürger Meister Menolph Dreyer und Meister Otto Mantel.
B 614u, 36 fol. 1 - Band: Regest
B 614u Kloster Wormeln - Urkunden
Kloster Wormeln - Urkunden >> 2. Regesten aus Akten
1694 Februar 22
Vermerke: Wormeln Akten 36 fol. 1, Ausfertigung, Papierdoppelblatt, stark wasserfleckig und schimmelig, Unterschrift des Notars, Zusatz, dass die dem Faust geliehenen 20 Rtlr von der verstorbenen Jungfer Anna Bute, der ehemaligen Subpriorin, herrühren. Für das Geld sei eine in der Scherfeder Feldmark am Ikenberg gelegene Wiese verkauft worden, die nach Butes Tod dem Kloster zugefallen sei, wie der Beichtvater Theophilus Harden vermerkt. Späterer rückseitiger Vermerk: ist vieleicht Joseph Albers zu Ossendorf.
1) Nw Warburg (Stadt Warburg).
1) Nw Warburg (Stadt Warburg).
Urkunde
Ausstellort: Warburg
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:40 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.2. Fürstbistum Paderborn (Tektonik)
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- 2. Regesten aus Akten (Gliederung)