Klage auf Aufhebung der 1563 und 1703 geschlossenen Weideverträge zwischen den Schleidener und reifferscheidischen Untertanen zu Hellenthal. Die Grundlage des Vertrags von 1563 habe sich durch den Zuwachs an Einwohnern - es seien im reifferscheidischen Teil des Dorfs mehr als 20 neue Häuser errichtet worden - und die Vermehrung der Herden geändert. Die 1703 vorgenommene Bestätigung des Vertrags von 1563 sei aber wegen der damaligen Minderjährigkeit des Klägers nichtig. Klage gegen das Weiden der gemeinen Herden in den Schleidener Wäldern und Büschen bei Hellenthal.
Vollständigen Titel anzeigen
Klage auf Aufhebung der 1563 und 1703 geschlossenen Weideverträge zwischen den Schleidener und reifferscheidischen Untertanen zu Hellenthal. Die Grundlage des Vertrags von 1563 habe sich durch den Zuwachs an Einwohnern - es seien im reifferscheidischen Teil des Dorfs mehr als 20 neue Häuser errichtet worden - und die Vermehrung der Herden geändert. Die 1703 vorgenommene Bestätigung des Vertrags von 1563 sei aber wegen der damaligen Minderjährigkeit des Klägers nichtig. Klage gegen das Weiden der gemeinen Herden in den Schleidener Wäldern und Büschen bei Hellenthal.
AA 0627, 3649 - M 461a/1077
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VI: M-O
Reichskammergericht, Teil VI: M-O >> 1. Buchstabe M
1714 - 1716 (1563 - 1716)
Enthaeltvermerke: Kläger: Graf Julius August von der Marck und Schleiden und Konsorten: Vorsteher und Nachbarn des DorfHellenthal (Kr. Schleiden) über der Brücke unter Schleidener Hoheit (Namen in Q 2) Beklagter: Graf von Salm, Herr zu Reifferscheid und Konsorten: Amtmann und Untertanen zu Hellenthal unter der Brücke unter reifferscheidischer Hoheit Prokuratoren (Kl..): Lic. Konrad Franz von Steinhausen 1714 - Subst.: Dr. Johann Rudolph Sachs Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Meyer 1715 - Subst.: Dr. Johann Heinrich Dietz Prozeßart: Citationis ad videndum annullari vel rescindi contractus compascui de annis 1563 et 1703 Instanzen: RKG 1714 - 1716 (1563 - 1716) Beweismittel: Vergleich von 1563 zwischen den Nachbarn von Hellenthal, Untertanen der Gräfin Elisabeth von Henneberg, verheirateten Gräfin von Salm, Frau zu Reifferscheid, Dyck und Alfter, und des Grafen Dietrich von Manderscheid, Blankenheim und Schleiden (Q 5). Vertrag von 1703 zwischen Graf Franz Wilhelm von Salm, Herrn zu Reifferscheid und Graf Julius August von der Marck (Q 7). Zeugenaussagen (Q 16). Auflistung über neuerbaute Häuser zu Hellenthal unter der Brücke (Q 19). Beschreibung: 2 cm, 77 Bl., lose; Q 1 - 23.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:17 MESZ