Search results
  • 22 of 13,749

Der Ulmer Bürger Martin Rentz, Sohn des verstorbenen Konrad Rentz übergibt mit Zustimmung seiner Schwester Anna und ihres Ehemannes Eitel ("Itel") Krafft sowie seiner Schwester Margarete und ihres Ehemannes Wilhelm vom Ems [Vorarlberg/Österreich] Prior und Konvent des Dominikanerklosters ("zu den Predigern") in Ulm [abgegangen, Bereich Grüner Hof 7, Lagerbuch Nr. 6, Adlerbastei 1-3] einen jährlichen Zins von 3 rheinischen Gulden, den sein Vater ihm und seinen Schwestern hinterlassen hat. Der Zins gefällt von Haus und Hofstatt des Metzgers Risensburg in Ulm Auf der Breite ("Praitin") [heute Breite Gasse] neben dem Haus der Kornmesser. Diesen Zins sollen er und nach seinem Tod seine Erben dem Kloster jedes Jahr entrichten. Davon soll man dann im Kloster jedes Jahr ungefähr acht Tage vor dem 24. August ("vor sant Bartholomeus tag") einen Jahrtag für seinen Vater, seine Mutter Agathe Näter von Lauingen ("Laugingen") [Lkr. Dillingen] und seine Schwester Ottilie Ströler mit Vigil, Seelmesse und brennenden Kerzen begehen. Dabei soll man von dem Zins für 1 Gulden Wachs für die Kerzen kaufen, 1 Gulden soll unter den teilnehmenden Mönchen in dem Kloster verteilt werden und mit dem dritten Gulden soll man die Kost am Konventstisch an dem Jahrtag bessern. Wird der gestiftete Zins abgelöst, dann soll das dafür gezahlte Geld zum Ankauf neuer Einkünfte für den Jahrtag verwendet werden. Bei Säumnis fällt der Zins in dem betreffenden Jahr an das Franziskanerkloster ("den Barfu/o/ssen") in Ulm [abgegangen, Bereich westlicher Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150].

Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
Data provider's object view
Loading...