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Erbfolge-, Schulden-, Religions- und Huldigungsangelegenheiten der Grafen zu Nassau
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Fürstentum Siegen, Landesarchiv - Akten >> 3. Sukzessions-, Religions-, Schulden- und Huldigungssachen >> 3.1. Erbfolge-, Schulden-, Religions- und Huldigungsangelegenheiten der Grafen zu Nassau
(1686) 1687-1700
Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Klärung von Jurisdiktions- und Religionsdifferenzen bzw. der Ausübung des Religionsrechts; Differenzen zwischen den katholischen und reformierten Fürstenhäusern zu Nassau-Siegen wegen der Huldigung (1687); Einschaltung einer kaiserlichen und Reichskommission zu Beilegung von Sequestrations- und Sukzessionsstreitigkeiten; Notarielle Beglaubigungen; Eingaben der Fürstlichen Katholischen und Fürstlich Evangelischen Kanzleien zu Siegen; Verzeichnis der Kontraventionen des Fürsten Johann Franz Desideratus zu Nassau-Siegen gegenüber dem Fürsten Wilhelm Moritz zu Nassau Siegen (1686); Beschwerde der reformierten Inspektoren, Minister und Presbyter sämtlicher Parochialkirchen zu Siegen über den katholischen Fürsten Johann Franz zu Nassau-Siegen, dessen Regierung und dessen Dekan zu Netphen wegen gewaltsamer Übergriffe auf den reformierten Pastor Reichard (1691); Beschwerde der Fürstin Ernestina Charlotte Fürstin zu Nassau-Hadamar über das gewaltsame Vorgehen der Regierung des katholischen Landesteils in der Siegener St. Johannis-Kirche (1691); Entfernung zweier Bilderstöcke am Lindenberg auf Befehl der evangelischen Regierung (1691); Verzeichnis einiger von der Regierung des katholischen Landesteils verursachten Gravamina (1695); Entfernung des reformierten Schulmeisters in Eiserfeld und Wiederbesetzung der dortigen Schulmeisterstelle mit einem katholischen Schulmeister (1695); Abschrift des Testaments Johann Franz Desideratus Fürst zu Nassau-Siegen vom 24.05.1698; Feindseligkeiten von Truppen aus Hessen-Kassel gegenüber Nassau-Siegen und Kurpfalz am Fronleichnamstag (ca. 1700). Korrespondenten u.a.: Franz Martin Menshengen, Notar Gerhard Stahll von der Heyde (Siegen), Johann Moritz Fürst zu Nassau-Siegen, Johann Franz Desideratus Fürst zu Nassau-Siegen, Landschreiber und Notar Hermann Freudenberg (Siegen), Kanzler Johann Heeser (Siegen), Ernestina Charlotte Fürstin zu Nassau-Hadamar, Albertine Prinzessin von Oranien.
238 Bl.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.