Hintergrund des Verfahrens ist eine Beleidigungsklage Lichtschlags gegen Breuer, der Statthalter und Schöffen zu Elsen entsprochen hatten. Die RKG-Appellation richtet sich dagegen, daß der Landkomtur die Appellation Breuers gegen dieses Urteil zunächst wegen bevorstehender Reise im Okt. 1611 ausgesetzt und sie dann im Jan. 1612 abgewiesen hatte. Breuer leitet ein Appellationsverfahren ein, beruft sich aber inhaltlich auf Rechtsverweigerung.
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Hintergrund des Verfahrens ist eine Beleidigungsklage Lichtschlags gegen Breuer, der Statthalter und Schöffen zu Elsen entsprochen hatten. Die RKG-Appellation richtet sich dagegen, daß der Landkomtur die Appellation Breuers gegen dieses Urteil zunächst wegen bevorstehender Reise im Okt. 1611 ausgesetzt und sie dann im Jan. 1612 abgewiesen hatte. Breuer leitet ein Appellationsverfahren ein, beruft sich aber inhaltlich auf Rechtsverweigerung.
AA 0627, 443 - B 1103/3964
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1612-1617 (1611-1616)
Enthaeltvermerke: Kläger: Andreas Breuer (Breuwer, Brewer), Schöffe und Gerichtsperson des geistl. Gerichts und Dingstuhls zu Fürth (Kr. Grevenbroich), (Bekl.) Beklagter: Hilger Lichtschlag, elsenischer Untertan zu Fürth, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Conrad Lasser 1612 Prokuratoren (Bekl.): Lic. Anthon Streit 1612 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Landkomtur der Deutschordensballei Koblenz - 2. RKG 1612-1617 (1611-1616) Beweismittel: Zitation und Inhibition, 1612, Ausf. mit Reichsvikariatssiegel (4). Urkunde der Schöffen des Dingstuhles Fürth, 1612 (10f.). Beschreibung: 2 cm, 27 Bl., lose; Q 1-14, es fehlen Q 8*, 11* (Acta priora).
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:09 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)