Ebenso gewinnt Johan von Rense, als Großkellner des Klosters Erbach den dritten Bann über folgende Grundzinsen in Stadt und Burgbann, die das Kloster von altersher besitzt: - 1) 12 Schillinge aus den zwei Häusern unter einem Dach, genannt...

Verzeichnungsstufe:
Archivale
Vollständiger Titel:
Ebenso gewinnt Johan von Rense, als Großkellner des Klosters Erbach den dritten Bann über folgende Grundzinsen in Stadt und Burgbann, die das Kloster von altersher besitzt: - 1) 12 Schillinge aus den zwei Häusern unter einem Dach, genannt Greifenstein, Eckhaus, "gelegen wolharte als man zu der rechten hand zum Schurhofe yn geet," das Meister Paul, der Steinmetz, innehat. - 2) 12 Schillinge Heller aus der Hofstatt "in der ecken als man zum Schurhofe yngeet, und hat die selbe hobestat recht zu buwen und zu muren in die tzwo muren die yn den Tempelhof geent", hat inne Henne Becker auf dem Heumarkt. - 3) 4 Schillinge Heller aus dem Erbe zum roten Kolben, gegenüber Hohenstein, auf dem Graben, das Simon ("Syman"), der Mutter, innehat. - 4) 3 Pfd. Heller aus dem Erbe Windelstein, zwischen der Weinrebe und dem Wolf, das Ludwig von Trier ("Tryre"), der Stadtdiener, innehat. - 5) 6 Schillinge Heller aus dem Erbe zum "Ossenheubte", gegenüber der Sommerwonne, das Richter Johan von Nesen und Dietzman zur Sommerwonne innehaben. - 6) 21 Pfd. Schillinge Heller aus dem Haus zum "Bodschue", "das von alder hat geheißen zum Selhofen," das der Abt von St. Alban zu seinem Hofe gebrochen hat. - 7) 6 Schillinge Heller aus dem Haus und Garten in dem Selhofen, auf einer Seite an den Dienheimer stoßend, das Helfrich Fulder innehat. - 8) 6 Schillinge Heller und 2 Kappen aus dem anstoßenden gleichnamigen Erbe, auf einer Seite an den Hocheimer stoßend, das Peder Gruwel innehat. - 9) 4 Pfd. Heller aus Haus und Hof Wartenberg, zwischen der Russen und dem Stadtgraben, das Henne Nuheim innehat - das Erbe zinst außerdem 1 Pfd. Öl zum "geluchte zu sant Niclaß." - 10) 2 1/2 Pfd. Heller aus dem Erbe zur Russen, am vorgenannten Erbe gelegen, das Henne Nuheim innehat. - 11) 2 Pfd. Heller weniger 3 Schillinge Heller aus dem Erbe, das hinten an der Russen gelegen ist und auf den Stadtgraben stößt - ist ein Weiher und Garten - hat inne Herr Jakob zur Laden. - 12) 3 Schillinge Heller aus dem Haus zum Schlegel in der Hubelsgasse, das Irmel Kursenern innehat. - 13) 12 Schillinge Heller aus zwei Häusern in der Pfistergasse ("Pistersgassen"), bei einem Backhaus - den Zins reicht Henne Ortliebes Sohn zum Gelthus. - 14) 4 Pfd. Heller aus dem Haus zur Henne, gegenüber dem Hof zum Enker und neben der Koten. - 15) 6 Schillinge Heller aus einer Scheuer in der Stockergasse, neben des Butterichs Scheuer - den Zins reicht Henne Schurberg. - 16) 2 Pfd. 4 Schillinge Heller aus Haus und Hof zum Geisenheimer, das Swantz zu dem neuen Haus gebrochen hat; der Hof ist freieigen des Klosters Erbach - hat inne die Swentzen und ihr Stiefsohn, der Augustiner, auf ihrer beider Lebtag. - 17) 14 Schillinge Heller aus einer Scheuer in der Stockergasse, die Gerhart zum Schußhanen und Henne Gramme innehaben und die an die Ringmauer der Stadt ("der stede ringmuren") stößt. - 18) 16 Schillinge "colschen" aus dem Erbe zu Lutzeloch gegenüber Mariagreden. - 19) 15 Schillinge Heller aus einem Haus unter den Seilern, "an der steinen drappen, die da geet off der stede muren", das Gerhus, Wentzen Seilers Witwe, innehat. - 20) 2 Schillinge Heller aus dem Haus Waldenhusen, an dem Hof zum Nosse. - 21) 18 Schillinge Heller aus einem Haus gegenüber der Erbacher Garten, das die Augustiner zu ihrem Kloster gebrochen haben - die Augustiner sollen da keine "profeyen" oder einen andern den Herrn von Erbach schädlichen Bau machen lassen. - 22) 2 Pfd. Heller aus dem Haus zum Gulfer, nun Eppenstein genannt. - 23) 7 Schillinge "mynner einen Hollenschen" aus dem Garten, der zuvor ein "fladehus" gewesen ist, am vorgenannten Hof. - 24) 9 Schillinge Heller aus dem kleinen Gulfer. - 25) 6 Pfd. Heller aus Haus und Hof zu Wetzlar ("Wetzphlar"), zwischen dem Hof zur Widen und dem Erbe zum Paternoster, das Richter Konrad innehat - das Erbe zinst voraus dem Domstift 1 fl. - Zinstermine: Martini 1. 2. 5. 12. 13. 15. 20. 21; Johanni B. und Ev. 3. 4. 6-9. 19. 22-24; Martini und Walburgis 10. 11; Fronleichnam oder binnen acht Tage 14; Johanni B. 17; Mariä Lichtmeß 18; Maria Himmelfahrt und Lichtmeß 25; ungenannt 16. - Die Bänne lassen durchgehen: - 1) Die Schöffen (Henne Schwalbach, Hense zur Duben, Johan Reise d.J. in dem Kappelhof und Herman Wießhar) von der Stadt wegen, unter Vorbehalt der städtischen Freiheiten. - 2) Henne Falkenburg für seine "swiger" Elsen zu Liechtenberg wegen des Erbes zur Russen, das ihr 4 Pfd. Heller Grundzins reicht. - 3) Henne Gelthus wegen zweier Häuser in der Pfistergasse gegenüber dem Backhaus zu St. Peter, aus denen das Kloster Erbach 12 Schillinge Zins auf Martini bezieht "nach der stede recht zu Mentze". - 4) Herr Heinrich von Gerau für das Stift St. Stephan wegen der Henen und dem Gulfer. - 5) Henne Gelthus wegen des Erbes zu Lutzeloch, aus dem die Herrn von Erbach 16 Schillinge kolscher Zins beziehen. - 6) Herr Clas Weder für die Bruderschaft der vier Frauenklöster wegen des Erbes zum kleinen Gulfer. - 6 S.: Kämmerer, Schultheiß und Richter.
Archivaliensignatur:
Stadtarchiv Mainz, U / 1396 Juni 28 / III
Kontext:
Urkundenbestand >> Urkunden (ohne Fotos)
Laufzeit:
1396-06-28
Provenienz:
Kloster Eberbach
Formalbeschreibung:
Ausfertigung. Perg. S. 1 fehlt, Siegelumschrift 2-6 beschädigt. Grüne S-Schnüre.
Archivalientyp:
Urkunden
Digitalisat im Angebot des Archivs:
kein Digitalisat verfügbar
Bestand:
Urkundenbestand
Rechteinformation:
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Stadtarchivs Mainz.