Kultusministerium: Allgemeine Verwaltung (Bestand)

Verzeichnungsstufe:
Bestand
Bestandssignatur:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, EA 3/101
Kontext:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Ministerien und zentrale Dienststellen seit 1945 >> Kultusministerium >> Verwaltung und Recht
Bestandslaufzeit:
1944-1969
Bestandsbeschreibung:
Inhalt und Bewertung

Fünf Monate nach Zerschlagung des nationalsozialistischen Unrechtsregimes wurde das Kultministerium des wenige Tage zuvor durch alliierte Proklamation gebildeten Staates Württemberg-Baden am 24. September 1945 eingerichtet. Zum ersten Kultminister wurde der spätere Bundespräsident Dr. Theodor Heuss (DVP) ernannt.
Seine Nachfolger im Amte waren:
Wilhelm Simpfendörfer (CDU), 20. Dezember 1946 - 30. März 1947
Theodor Bäuerle (parteilos), 22. August 1947 - 11. Januar 1951
Dr. Gotthilf Schenkel (SPD), 11. Januar 1951 - 17. Mai 1952.
Bei der Neubildung des Landes Baden-Württemberg wurde der Behördenname vorerst beibehalten; im August 1954 erfolgte die Umbenennung in Kultusministerium Baden-Württemberg, als zentrale Behörde für alle kulturellen Belange des Bundeslandes. An der politischen Spitze des Ministeriums standen folgende Personen:
Dr. Gotthilf Schenkel (SPD), 25. April 1952 - 7. Oktober 1953
Wilhelm Simpfendörfer (CDU), 7. Oktober 1953 - 1. Oktober 1958
Dr. Gerhard Stotz (CDU), 1. Oktober 1958 - 11. Juni 1964
Dr. Wilhelm Hahn (CDU), 11. Juni 1964 - 11. Mai 1978.

Vorbemerkung: Fünf Monate nach Zerschlagung des nationalsozialistischen Unßrechtsregimes wurde das Kultministerium des wenige Tage zuvor durch alliierte Proklamation gebildeten Staates Württemberg-Baden am 24. September 1945 eingerichtet. Zum ersten Kultminister wurde der spätere Bundespräsident Dr. Theodor Heuß (DVP) ernannt. Die Nachfolger im Amte waren: 20. Dez. 1946 - 30. März 1947 Wilhelm Simpfendörfer (CDU) 22. Aug. 1947 - 11. Jan. 1951 Theodor Bäuerle (parteilos) 11. Jan. 1951 - 17. Mai 1952 Dr. Gotthilf Schenkel (SPD) Bei der Neubildung des Landes Baden-Württemberg wurde der Behördenname vorerst beibehalten; im August 1954 erfolgte schließlich die Umbenennung in Kultusministerium Baden-Württemberg. Bis zur Aufspaltung in zwei selbständige Ministerien im Jahre 1978 - Ministerium für Kultus und Sport / Ministerium für Wissenschaft und Kunst - blieb das Kultusministerium zentrale Behörde für alle kulturellen Belange des Bundeslandes. An der politischen Spitze des Ministeriums standen folgende Personen: 25. Apr. 1952 - 7. Okt. 1953 Dr. Gotthilf Schenkel (SPD) 7. Okt. 1953 - 1. Okt. 1958 Wilhelm Simpfendörfer (CDU) 1. Okt. 1958 - 11. Juni 1964 Dr. Gerhard Storz (CDU) 11. Juni 1964 - 11. Mai 1978 Dr. Wilhelm Hahn (CDU) Der vorliegende Bestand kam in zwei Ablieferungen, 1984 und 1987, in das Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Er vermittelt vor allem für die Vor- und Frühgeschichte des Bundeslandes Baden-Württemberg einen guten Eindruck über die Probleme und Schwierigkeiten, denen sich die neugegründete Behörde gegenübersah und die es zu überwinden galt. Schwerpunkte der Tätigkeit der Abteilung 1 - Allgemeine Verwaltung bildeten in der Anfangsphase naturgemäß der Wiederaufbau eine funktionierenden Kultusverwaltung, in Koordination und Abstimmung mit den Kultusministern der anderen deutschen Länder wie auch mit der alliierten Besatzungsmacht USA. Die "politische Säuberung" der Verwaltung sowie Fragen der Wiederverwendung, bzw. Weiterbeschäftigung von Beamten und Lehßrern im gesamten Kultusbereich waren dabei nur zwei, allerdings gewichtige Aufgabenbereiche. Bisher lagen zu diesem Bestand lediglich zwei Ablieferungsverßzeichnisse vor. Im Mai - Juli 1987 sowie im Dezember 1987 erfolgte eine umfassende Verzeichnung und eine am Aktenplan des Württembergischen Kultministeriums aus dem Jahre 1931, der bis in die 60er Jahre hinein zur Organisation der Schriftgutverwaltung Verwendung fand, orientierte Neuformierung des Bestandes. Im Rahmen dieser Verzeichnung wurde die im Hauptstaatsarchiv praktißzierte Trennung der Beständegruppen - E-Bestände vor 1945, EA-Bestände nach 1945 - soweit wie möglich durchgehalten, die entsprechenden Büschel aus dem vorliegenden Bestand herausgezogen und in die E-Beständegruppe eingereiht. Bei Akten, auf deren Organisation die politische Zäsur 1945 keinen Einfluß ausgeübt hatte, erschien ein pragmatischer Weg der Einzelfallentscheidung angebracht. Waren größere Mengen an Schreiben vor dem 8. Mai 1945 entstanden (Richtgröße ca. 15 - 20), so wurde dieser Teil aus der Akte entnommen und ebenfalls den E-Beständen zugeordnet. Ansonsten verblieben die Schriftstücke im Aktenverbund. Fremdprovenienzen, vor allem Vorgängerakten der Ministerien und Staatssekretariate der ehemals selbständigen Länder Baden und Württemberg-Hohenzollern sowie der Landesdirektion Baden in Karlsruhe und ihrer nachgeordneten Behörden, wurden ausgesondert und den zuständigen Staatsarchiven zugeleitet. Neben der Feinkassation von Mehrfertigungen und Doubletten erwies sich auch die Kassation ganzer Büschel als notwendig. In der Regel handelte es sich dabei um Neben-, bzw. reine Mitwirkungsßakten, bei denen keine eigenständige Verwaltungstätigkeit des Ministeriums zu erkennen war und die bei den zumeist federfühßrenden Behörden des Staats-, Innen- und Finanzministeriums ebenßfalls überliefert sind. Die Fertigstellung des vorliegenden Findbuchs erfolg te mit Hilfe der Datenverarbeitung auf der Basis des Programmpakets MIDOSA der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg in der Zeit von Januar bis Februar 1988. Der Bestand umfaßt 206 Büschel in 7,3 lfd. m. Stuttgart, im Februar 1988 Kurt Hochstuhl
Umfang:
206 Büschel (7,3 lfd. m)
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