Supplicationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
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(1) 1141
Wismar G 126 (W G 4 n. 126)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 08. 1. Kläger H
12.10.1751-25.10.1752; 14.01.1755-27.01.1755
Kläger: (2) Dr. Ernst Friedrich Bouchholz (Buchholz) zu Schwerin
Beklagter: Dr. Theodor Johann Quistorp als Gemeiner Anwalt des von Graevenitzschen Konkurses
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (P) Bekl.: Dr. Theodor Johann Quistorp (A & P)
Fallbeschreibung: Kl. hatte dem Leutnant Carl Wolter von Graevenitz und dessen Ehefrau am 24.03.1751 300 Rtlr zu 6 % Zinsen geliehen und fordert die Bezahlung dieser Schuld aus der Konkursmasse. Bekl. lehnt dies am 12.10. ab, da der Kokurs Graevenitz zum Zeitpunkt der Anleihe schon abzusehen war und macht seine Vorbehalte gegen Zahlung geltend. Am 16.02.1752 bekräftigt Kl. seine Ansprüche an die Konkursmasse, das Tribunal fordert Bekl. am 19.02. zur Antwort auf, die am 01.04. eingeht und in der Bekl. seine Einwände erneuert und stützt. Am 07.04. schließt das Tribunal die Beweisaufnahme, am 11.08. ergreift Kl. restitutio in integrum gegen das Prioritätsurteil, erbittet Fristverlängerung und Eidesleistung durch seinen Anwalt. Letzteres lehnt Tribunal am 16.08. ab, ersteres bewilligt es. Am 12.09.1752 entschuldigt Dr. Herzberg das Ausbleiben des Kl.s, am 15.09. bittet er wegen Dienstreisen des Kl.s um Fristverlängerung. Am 18.09. entschuldigt sich Kl. selbst und bittet die Eidesleistung auszusetzen, bis klar ist, ob die Konkursmasse für seine Forderung ausreicht. Das Tribunal fordert Bekl. am 21.09. zur Erwiderung auf, der am 13. und 17.10. auf Eidesleistung besteht. Das Tribunal verschiebt die Eidesleistung trotzdem wie von Kl. erbeten. Am 14. und 27.01.1755 erbittet Kl. Originaldokumente zurück und erhält sie am 27.01.1755.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1751-1752; 1755
Prozessbeilagen: (7) Vertrag zwischen den Eheleuten Carl Wolter und Helena Elisabeth Juliana von Graevenitz und dem Kl. über die Überlassung von 300 Rtlr zu 6% Zinsen gegen Verpfändung ihres Hab und Guts vom 24.03.1751; Quittung der Helene Elisabeth Juliane von Graevenitz vom 24.03.1751; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Hertzberg vom 09.10.1751; Schreiben des A.B. Buchholz, Bruder des Kl.s an Dr. Hertzberg vom 14.09.1752
Beklagter: Dr. Theodor Johann Quistorp als Gemeiner Anwalt des von Graevenitzschen Konkurses
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (P) Bekl.: Dr. Theodor Johann Quistorp (A & P)
Fallbeschreibung: Kl. hatte dem Leutnant Carl Wolter von Graevenitz und dessen Ehefrau am 24.03.1751 300 Rtlr zu 6 % Zinsen geliehen und fordert die Bezahlung dieser Schuld aus der Konkursmasse. Bekl. lehnt dies am 12.10. ab, da der Kokurs Graevenitz zum Zeitpunkt der Anleihe schon abzusehen war und macht seine Vorbehalte gegen Zahlung geltend. Am 16.02.1752 bekräftigt Kl. seine Ansprüche an die Konkursmasse, das Tribunal fordert Bekl. am 19.02. zur Antwort auf, die am 01.04. eingeht und in der Bekl. seine Einwände erneuert und stützt. Am 07.04. schließt das Tribunal die Beweisaufnahme, am 11.08. ergreift Kl. restitutio in integrum gegen das Prioritätsurteil, erbittet Fristverlängerung und Eidesleistung durch seinen Anwalt. Letzteres lehnt Tribunal am 16.08. ab, ersteres bewilligt es. Am 12.09.1752 entschuldigt Dr. Herzberg das Ausbleiben des Kl.s, am 15.09. bittet er wegen Dienstreisen des Kl.s um Fristverlängerung. Am 18.09. entschuldigt sich Kl. selbst und bittet die Eidesleistung auszusetzen, bis klar ist, ob die Konkursmasse für seine Forderung ausreicht. Das Tribunal fordert Bekl. am 21.09. zur Erwiderung auf, der am 13. und 17.10. auf Eidesleistung besteht. Das Tribunal verschiebt die Eidesleistung trotzdem wie von Kl. erbeten. Am 14. und 27.01.1755 erbittet Kl. Originaldokumente zurück und erhält sie am 27.01.1755.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1751-1752; 1755
Prozessbeilagen: (7) Vertrag zwischen den Eheleuten Carl Wolter und Helena Elisabeth Juliana von Graevenitz und dem Kl. über die Überlassung von 300 Rtlr zu 6% Zinsen gegen Verpfändung ihres Hab und Guts vom 24.03.1751; Quittung der Helene Elisabeth Juliane von Graevenitz vom 24.03.1751; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Hertzberg vom 09.10.1751; Schreiben des A.B. Buchholz, Bruder des Kl.s an Dr. Hertzberg vom 14.09.1752
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:28 MEZ