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Reichsbehörden: Geheime Staatspolizei - Staatspolizeileitstelle Berlin (Bestand)

Verzeichnungsstufe:
Bestand
Bestandssignatur:
Landesarchiv Berlin, A Rep. 245
Kontext:
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> Preußische und Reichsbehörden mit regionaler Zuständigkeit >> Reichsbehörden
Bestandslaufzeit:
1933 - 1945
Bestandsbeschreibung:
Enthält: Personal.- Holländische Zwangsarbeiter.- Treuhänderbestallungen für aufgelöste marxistische Sportvereine.- Ermittlungsakten.

Bestandseinleitung: Mit Gesetz vom 26. April 1933 wurde auf Veranlassung des nationalsozialistischen Preußischen Ministerpräsidenten in Preußen eine sogenannte ?Geheime Staatspolizei? eingerichtet. Sie löste die bisherige politische Polizei ab, die zur Überwachung linksradikaler Gruppierungen gegründet worden war.
Die Leitung der preußischen Gestapo oblag dem in Berlin angesiedelten "Geheimen Staatspolizeiamt" (Gestapa), dem in den Regierungspräsidien Dienstellen unterstanden.
Mit einer Verordnung des Reichs- und Preußischen Innenministers vom 6. Juni 1936 wurden die Polizei reichsweiten zentralisiert. Die politischen Polizeien der deutschen Länder, soweit welche bestanden hatten, wurden dem ehemals preußischen Gestapa unterstellt und es wurden in jedem Land sogenannte "Gestapo-Leitstellen" erreichtet, die direkt dem Gestapa und nicht den für die Polizeiangelegenheiten zuständigen jeweiligen Länderinnenminister unterstanden. Den Leitstellen waren dann "Gestapostellen", deren Zahl sich nach der Größe des jeweiligen Landes richtete, unterstellt. Zahl und die Zuständigkeitsbezirke von Gestapoleitstellen und Gestapostellen wurden bis 1945 noch mehrfach verändert.
1939 wurde die Gestapo als Amt IV im neugebildeten "Reichssicherheitshauptamt" (RSHA), in dem Kriminalpolizei, Gestapo, SD und SS zusammengefasst wurden, eingereiht.
Berlin war sowohl Sitz des Gestapa (bzw. Amt IV des RSHA) als auch einer Gestapoleitstelle und einer Gestapostelle.
Die Überlieferung der Gestapoleitstelle Berlin ist im Zuge der Kriegs- und Nachkriegsereignisse verlorengegangen. Die hier überlieferten Akten sind Splitterüberlieferungen, die dem Landesarchiv Berlin aus dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv (dort als Pr. Br. Rep. 35 C) und aus dem Bundesarchiv übergeben wurden.
Der größte Teil der Gestapoüberlieferung im Landesarchiv befindet sich jedoch im Bestand A Rep. 358-02 Landgericht Berlin: Entsprechend der üblichen Praxis der Justiz, bei Anklagen die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsergebnisse zu den Prozessakten zu nehmen, wurde auch bei allen Ermittlungen, die die Gestapo durchführte ? in der Regel bei politischen Delikten bzw. als politisch bewerteten - ihre Akten zu den Prozessakten genommen.
Verwandte Bestände und Literatur:
Verweise: LAB A Rep. 358-02 Landgericht Berlin
LAB B Rep. 057-01 Landgericht Berlin ? RSHA-Verfahren
GSTA Rep. 90 Annex P Geheime Staatspolizei
BA R 58 Reichssicherheitshauptamt
Archivgut der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung von NS-Verbrechen

Literatur: Gellately, Robert: Die Gestapo und die deutsche Gesellschaft, Paderborn 1993.
Lang, Jochen v.: Die Gestapo. Instrument des Terrors, Hamburg 1990.
Paul, Gerhard; Mallmann, Klaus (Hrsg.): Die Gestapo. Mythos und Realität. Darmstadt 1995.
Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs:
Rechteinformation:
Rechteinformation beim Datenlieferanten zu klären.