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Spruchkammer Buchen (Bestand)
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Vorbemerkung: Im Januar 2007 wurde die Erschließung der Spruchkammerakten im Generallandesarchiv Karlsruhe, die bereits in der ersten Hälfte der 1990er Jahre mit einem Projekt begonnen worden war, wieder aufgenommen. Innerhalb der einzelnen Spruchkammern sind die Akten nach Wohnort der Beklagten sortiert, innerhalb dessen alphabetisch gereiht. Aufgenommen wurden Nachname und Vorname(n) des Beklagten, eventuell Namenszusätze wie z. B. "von" sowie Akademische Grade (Dr., Prof.). Immer erfasst wurde das Geburtsdatum des Beklagten sowie - falls vorhanden - das Totesdatum (nur in selten Fällen vermerkt). Zu allen Beklagten wurden deren Geburts- und sowie alle auf dem Meldebogen angebenen Wohnorte aufgenommen. Der Geburtsort ist mit dem in Klammer angefügten Vermerk "Geburtsort" kenntlich gemacht. Bei Akten bis zu circa 20 Blättern wurde die Blattanzahl in der Umfangsangabe aufgenommen. Dickere Akten wurden in cm gemessen. Im Datenfeld 1. Vorsignatur ist das alte Aktenzeichen notiert, das bislang als Bestellsignatur diente. Zur Spruchkammer Buchen gehören die Orte Adelsheim (mit Damberg, Hergenstadt, Seehof, Wemersdorf), Altheim (mit Dörntalhof, Kuhdachhof), Bofsheim, Bödigheim (mit Faustenhof, Rosshof), Bretzingen, Bronnacker (mit Bronnackerhof), Buchen, Donebach, Dornberg, Eberstadt, Einbach, Ehrfeld, Gerichtsstetten (mit Neidelsbacherhof), Gerolzahn, Glashofen, Gottersdorf, Götzingen, Großeicholzheim, Hainstadt, Hemsbach, Hardheim, Heidersbach, Hettingenbeuren, Hettingen, Hirschlanden, Hohenstadt, Hollerbach, Höpfingen (mit Schlempertshof), Hornbach, Hüngheim, Kaltenbrunn, Kleineicholzheim, Korb (mit Dippach, Hagenbach), Langenelz, Laudenberg, Leibenstadt (mit Weigental, Volkshausen), Merchingen, Mörschenhard (mit Ernsttal, Waldleiningen), Mudau, Oberneudorf, Scheidental, Osterburken (mit Marienhöhe), Reinhardsachen, Rinschheim, Rippberg, Rosenberg (mit Dörrhof), Ruchsen, Rumpfen, Rütschdorf, Scheringen, Schlierstadt (mit Seligtalerhof), Schlossau (mit Waldauerbach), Schweinberg, Seckach, Sennfeld, Sindolsheim, Steinbach, Stürzenhardt, Unterkessach, Unterneudorf, Vollmersdorf, Waldhausen, Waldstetten, Waldürn, Wettersdorf, Zimmern. Die personenbezogenen Akten der Spruchkammer unterliegen den üblichen Bestimmungen für personenbezogene Unterlagen. Diese sind bis zu 10 Jahre nach dem Tod der betroffenen Person gesperrt. Im Rahmen eines Sperrfristenverkürzungsverfahrens können einzelne Akten unter Umständen früher eingesehen werden. Hinweis für sachbezogene Recherchen (z.B. Berufe, Parteiämter usw.): Benutzen Sie die Karteikarten in diesem Bestand. gez. Dr. Jürgen Treffeisen (August 2013)
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.