Reichskammergerichtsprozess zwischen den katholischen Fürsten zu Nassau-Siegen und der Freien Reichsritterschaft am Mittleren Rheinstrom wegen Arrestierung des Freiherrn von Bicken infolge seiner ritterschaftlichen Steuererhebung im Dorf Hainchen sowie wegen der Steuern des den Freiherrn von Bicken gehörenden Dorfes Hainchen
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Fürstentum Siegen, Landesarchiv - Akten 21 I Nr. 49
F 003 Mittelrheinische Reichsritterschaft
Mittelrheinische Reichsritterschaft
(1663) 1703-1747
Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Designationen der enthaltenen Aktenschriftstücke; Korrespondenzen der sich streitenden Parteien mit der Freien Reichsritterschaft am Mittelrhein und in der Wetterau; Prozessunterlagen mit Beilagen zum Teil älterer Dokumente; Abschrift eines Lehnbriefs des Fürsten Johann Moritz zu Nassau-Siegen vom 12.12.1663 an die Junker Johann Philipp Friedrich und Philipp Caspar von Bicken über das Dorf Hainchen; Exekutionsbeschluss des Westfälischen Kreises vom 16.10.1710 Korrespondenzen mit dem Freiherrn von Fleischbein zu Frankfurt wegen des Steuerrückstands der Untertanen zu Hainchen und des deshalb geführten Reichshofratsprozesses (1711-1736); Verzeichnisse der schuldigen ordinären und extraordinären Rittersteuern des Dorfes Hainchen von 1698-1745. Deduktion zur Besteuerung der Hofleute und Untertanen des Freiherrn von Fleischbein (1745); Spezifikation der zum Haus Hain gehörenden Güter und davon jährlich anfallenden Pacht- und Gefälleeinnahmen (1745); Spezifikation der rückständigen Rittergelder des Freiherrn von Fleischbein aus den Jahren 1716-1745. Korrespondenten u.a.: Johann Caspar Freiherr von Bicken, von Bettendorf (Königstein), Kurfürst Lothar Franz von Schönborn (Mainz), Kohl (Wien), von Franckenstein (Mainz), Freiherr von Reigersberg (Mainz), Henrich Georg Philipp von Fleischbein (Frankfurt), Georg Ferdinand von Maul (Wien), J. G. Weinreich (Frankfurt), Anwalt Johann Heinrich Souffrein (Wien), von Schelhase (Wien), Kollektor Maley (Friedberg), J. F. von Fleischbein (Corbach), Anwalt Franz Ignatz Friedrich Ferner (Wien).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:42 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.6. Außerwestfälische Territorien und Institutionen (F) (Tektonik)
- Mittelrheinische Reichsritterschaft (Bestand)