Amtsgerichte (bis 1968): Amtsgericht Gelnhausen (Bestand)

Verzeichnungsstufe:
Bestand
Bestandssignatur:
Hessisches Staatsarchiv Marburg, 275 Gelnhausen
Kontext:
Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> Akten ab 1867 >> Stellen der Justiz >> Amtsgerichte (Justizämter usw.) >> Amtsgerichte (bis 1968)
Bestandslaufzeit:
1831- ca. 1940
Bestandsbeschreibung:
Bestandsgeschichte:
Der Bestand wurde Ende des Jahres 2017 verzeichnet und ist komplett in Arcinsys erschlossen.
Geschichte des Bestandsbildners:
Das Justizamt Gelnhausen wurde im Zuge der Trennung von Justiz und Verwaltung zum 1. Januar 1822 aus der Stadt Gelnhausen sowie den Ämtern Altenhaßlau und Somborn errichtet (kurh. GS 1821, S. 29, 69).
Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen wurde am 1. September 1867 das Amtsgericht Gelnhausen als Nachfolger des gleichnamigen kurhessischen Justizamtes errichtet und unterstand dem Kreisgericht, seit 1.10.1879 dem Landgericht Hanau (PrJMBl. 1867, S. 221).
Am 1. Oktober 1932 ging das Amtsgericht Meerholz im Amtsgericht Gelnhausen auf.
Zum 1. Oktober 1944 wurden die Kreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern dem Regierungsbezirk Wiesbaden unterstellt, wobei Gelnhausen an den Oberlandesgerichtsbezirk Frankfurt fiel. Die Folge davon ist, dass die Überlieferung des Amtsgerichts nur bis zum Jahre 1944 reicht, für das spätere Schriftgut ist das Hauptstaatsarchiv Wiesbaden zuständig.
Ab dem 1. Juli 1968 wurden die Bezirke der aufgelösten Amtsgerichte Bad Orb und Wächtersbach dem Amtsgericht Gelnhausen zugeteilt.

Gerichtsbezirk:
Altenhaßlau, Altenmittlau (-1849, wieder ab 1932), Bernbach (-1849, wieder ab 1932), Bieber (seit 1932), Breitenborn (seit 1932), Burg Gelnhausen*, Eidengesäß, Försbach (seit 1932), Geislitz, Gelnhausen, Gettenbach (seit 1850), Gondsroth (seit 1932), Großenhausen, Hailer (seit 1932), Haitz (seit 1850), Höchst b. Gelnhausen (seit 1913), Horbach (-1849, wieder seit 1932), Meerholz (seit 1932), Kempfenbrunn (seit 1932), Lanzingen (seit 1932), Lieblos (seit 1850), Lohrhaupten (seit 1932), Lützelhausen, Mosborn (seit 1932), Neuenhaßlau (seit 1932), Neuses (-1849, wieder seit 1932), Niedergründau (seit 1850), Niedermittlau (seit 1932), Roßbach (seit 1932), Roth (seit 1850), Rothenbergen (seit 1850) und Somborn (-1849, wieder seit 1932).

Ab dem 1. Juli 1968 kamen folgende Gemeinden hinzu (Überlieferung ab 1944 im HHStAW):
Alsberg, Aufenau, Birstein, Bösgesäß, Breitenborn, Burgjoß, Fischborn, Helfersdorf, Hellstein, Hesseldorf, Hettersroth, Kassel, Katholisch-Willenroth, Kirchbracht, Leisenwald, Lettgenbrunn, Lichenroth, Mauswinkel, Mernes, Neudorf, Neuenschmidten, Oberndorf, Oberreichenbach, Obersotzbach, Bad Orb, Pfaffenhausen, Völzberg, Wächtersbach, Waldensberg, Weilers, Wettges, Wirtheim, Wittgenborn, Wolferborn, Wüstwillenroth sowie der Gutsbezirk Spessart

* Am 9. Juli 1895 wurde Burg-Gelnhausen in die Stadt Gelnhausen eingemeindet.
Findmittel:
Arcinsys-Datenbank
Referent:
Herr Dr. Petter, Frau Laube
Bearbeiter:
Teresa Haars
Zusatzinformationen:
Letzte Aktualisierung: 08.11.2017
Umfang:
1,58 MM
Rechteinformation:
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.