34
A III 16 Sammlung Roosen (Rosen)
Sammlung Roosen (Rosen) >> Altes Gerichtsarchiv Hüls, Urkunden (Verzeichnung Deilmann)
1690, 1799
Regest: Cordt Henrichs und Peter Hungerbüsch, Schöffen des Hauptgerichts der Stadt und des Amtes Kempen, beurkunden, daß Hermann Vynnickel und Johann Houter, Schöffen, sowie Zanger Frowen, Lambert Gierlings und Jakob Kuitz, Beerbte der Honschaft Benrad, für diese von Konstantin Evertz, Witwer von Margareta Küppers, 350 Taler Kempener Währung geliehen haben. Die Summe ist teils zur Bezahlung einer von den kurbrandenburgischen Kriegsvölkern geforderten Kontribution, teils zur Bezahlung von 4 Simpeln wegen des in Rheinberg liegenden kurkölnischen Militärs verwandt worden. Das Kapital ist fortan alljährlich am Martinsfest oder innerhalb der nächsten 14 Tage, erstmalig im laufenden Jahr, mit 5 v. H. zu verzinsen, wofür sich insbesondere Zanger Frowen und Henrich Darder verbürgen, doch steht das gesamte Hab und Gut aller Bewohner der Honschaft als Unterpfand. Beiderseits kann die Schuldsumme ein Vierteljahr vor dem erwähnten Termin gekündigt werden. Ausgefertigt durch Johannes Nikolaus Scheutt, Gerichtsschreiberei-Verwalter zu Kempen. (1690 Februar 14)^pAbschrift, beglaubigt durch Scherer. ^pMit Einregistrierungsvermerk wie Nr. 13
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:43 MEZ