Guderian, Heinz Günther (Bestand)
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BArch N 999
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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> G
1940-1999
Geschichte des Bestandsbildners: * 23. August 1914 in Goslar; † 25. September 2004 in Bonn-Bad Godesberg
Guderian wurde als Sohn des späteren Generalobersten der deutschen Wehrmacht Heinz Guderian geboren. Nachdem er die Schule mit dem Abitur in Berlin-Zehlendorf abgeschlossen hatte, trat er in den Militärdienst am 1. April 1933 als Fahnenjunker ein. Er begann seine Laufbahn in der Kraftfahrabteilung 3 in Wünsdorf. Am 1. April 1935 erhielt er seine Beförderung zum Leutnant. Er war in der Folge Zugführer, Abteilungs- und Regimentsadjutant und schließlich Kompaniechef im Panzerregiment 1 in Erfurt und im Panzerregiment 35 in Bamberg.
Bereits zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde er während des Polenfeldzuges mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse ausgezeichnet. Während des Westfeldzuges wurde er zweimal verwundet. 1942 besuchte er die Kriegsakademie und war danach im Stab unterschiedlicher Panzerverbände eingesetzt. Ab Mai 1944 gehörte er als Ia dem Generalstab der 116. Panzer-Division an und verblieb bis zum Ende des Weltkrieges dort. Am 5. Oktober erhielt er als Major das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes[1] für das Herausführen der Reste seiner Division aus dem Kessel von Falaise. Guderian nahm an der Ardennenoffensive und den Kämpfen im Hürtgenwald teil. Der Krieg endete für Guderian im April 1945 mit der Kapitulation im Ruhrkessel.
1947 wurde Guderian aus der Kriegsgefangenschaft entlassen und engagierte sich in der Folge einige Jahre in der Organisation Gehlen. 1956 trat er als Offizier in die Bundeswehr ein. In der Bundeswehr wurde Guderian zunächst Kommandeur der Panzerbataillone 3 und 174, dann war er Kommandeur der Panzerbrigade 14. Er wurde Referats- und Unterabteilungsleiter im Führungsstab des Heeres und schließlich Inspizient der Panzertruppe und General der Kampftruppen.
Von der DDR-Propaganda wurde er in den 1960er Jahren unter „Hitlergeneralstäbler in den Führungsstellen der Bundeswehr" im sogenannten Braunbuch aufgeführt.
1972 wurde Guderian mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet[3] und trat 1974 in den Ruhestand.
Im Ruhestand veröffentlichte Guderian zu militärhistorischen Themen. In seinem Buch Das letzte Kriegsjahr im Westen beschrieb er die Geschichte der 116. Panzer-Division und untersuchte unter anderem die Frage, ob die Division am D-Day zurückgehalten wurde, um Umsturzpläne gegen Hitler zu ermöglichen oder ob es sich um das Zurückhalten als Reserve für eine befürchtete zweite Invasion handelte. Er kam zum Ergebnis, dass die Geschichtsschreibung derartig geheime Pläne nicht klären könne.1972 wurde Guderian mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet[3] und trat 1974 in den Ruhestand.
Quelle: WIKIPEDIA
Zitierweise: BArch N 999/...
Guderian wurde als Sohn des späteren Generalobersten der deutschen Wehrmacht Heinz Guderian geboren. Nachdem er die Schule mit dem Abitur in Berlin-Zehlendorf abgeschlossen hatte, trat er in den Militärdienst am 1. April 1933 als Fahnenjunker ein. Er begann seine Laufbahn in der Kraftfahrabteilung 3 in Wünsdorf. Am 1. April 1935 erhielt er seine Beförderung zum Leutnant. Er war in der Folge Zugführer, Abteilungs- und Regimentsadjutant und schließlich Kompaniechef im Panzerregiment 1 in Erfurt und im Panzerregiment 35 in Bamberg.
Bereits zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde er während des Polenfeldzuges mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse ausgezeichnet. Während des Westfeldzuges wurde er zweimal verwundet. 1942 besuchte er die Kriegsakademie und war danach im Stab unterschiedlicher Panzerverbände eingesetzt. Ab Mai 1944 gehörte er als Ia dem Generalstab der 116. Panzer-Division an und verblieb bis zum Ende des Weltkrieges dort. Am 5. Oktober erhielt er als Major das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes[1] für das Herausführen der Reste seiner Division aus dem Kessel von Falaise. Guderian nahm an der Ardennenoffensive und den Kämpfen im Hürtgenwald teil. Der Krieg endete für Guderian im April 1945 mit der Kapitulation im Ruhrkessel.
1947 wurde Guderian aus der Kriegsgefangenschaft entlassen und engagierte sich in der Folge einige Jahre in der Organisation Gehlen. 1956 trat er als Offizier in die Bundeswehr ein. In der Bundeswehr wurde Guderian zunächst Kommandeur der Panzerbataillone 3 und 174, dann war er Kommandeur der Panzerbrigade 14. Er wurde Referats- und Unterabteilungsleiter im Führungsstab des Heeres und schließlich Inspizient der Panzertruppe und General der Kampftruppen.
Von der DDR-Propaganda wurde er in den 1960er Jahren unter „Hitlergeneralstäbler in den Führungsstellen der Bundeswehr" im sogenannten Braunbuch aufgeführt.
1972 wurde Guderian mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet[3] und trat 1974 in den Ruhestand.
Im Ruhestand veröffentlichte Guderian zu militärhistorischen Themen. In seinem Buch Das letzte Kriegsjahr im Westen beschrieb er die Geschichte der 116. Panzer-Division und untersuchte unter anderem die Frage, ob die Division am D-Day zurückgehalten wurde, um Umsturzpläne gegen Hitler zu ermöglichen oder ob es sich um das Zurückhalten als Reserve für eine befürchtete zweite Invasion handelte. Er kam zum Ergebnis, dass die Geschichtsschreibung derartig geheime Pläne nicht klären könne.1972 wurde Guderian mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet[3] und trat 1974 in den Ruhestand.
Quelle: WIKIPEDIA
Zitierweise: BArch N 999/...
Guderian, Heinz Günther , 1914-2004
111 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST