PfA Kornelimünster St. Kornelius (Bestand)
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Bischöfliches Diözesanarchiv Aachen (Archivtektonik) >> 07 Pfarreien >> 07.02 Pfarrarchive im BDA
1768 - 1899
Benediktinerkloster: 814/17, Errichtung: 1804 "Die Pfarre verdankt ihren Ursprung dem 814/17 von Ludwig dem Frommen gegründeten Kloster Inden, das dem heiligsten Erlöser geweiht war. Zum Abt des Musterklosters berief er den Mönch und Klosterreformator Benedikt von Aniane in Aquitanien. Dort war Ludwig von seinem Vater Karl d. Gr. als König eingesetzt worden und kannte daher den später als Heiligen verehrten Benedikt (750, +11.02.821); ihm verdankt im großen und ganzen der Benediktinerorden seine Form. Für die sich um das Kloster bildende Ansiedlung diente die auf einer Anhöhe unweit der Tempel der im 3. Jh. untergegangenen Römersiedlung Varnenum gelegene Stephanskirche. Am 24. Mai 1257 bestätigte der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden (1239-1261) die Inkorporierung der Kirche in die Abtei. Diese war durch ihren Gründer zu zahlreichen Reliquien gekommen und durch dessen Sohn Karl den Kahlen (+ 877) auch in den Besitz der Reliquien der hll. Kornelius und Cyprianus. Spätestens im 11. Jh. nahm das Kloster den Namen Kornelimünster (Monasterium St. Cornelii Indense) an. Dazu hatte die starke Verehrung der Reliquien des Heiligen geführt, die seither Wallfahrtsziel sind. Ebenso werden die in Kornelimünster aufbewahrten "Heiligtümer", nämlich Schürztuch, Schweißtuch und Grabtuch des Herrn, im gleichen Siebenjahresturnus wie die der Aachener "Heiligtumsfahrt" gezeigt. Zur Pfarre gehörten die Kapellen von Brand, Breinig, Büsbach, Hahn, Oberforstbach, Venwegen und Walheim. Nach der Aufhebung des Klosters 1802 wurde 1804 die Abteikirche St. Kornelius Pfarrkirche. Gleichzeitig wurden auch Brand, Breinig, Büsbach, Hahn, Venwegen und Walheim selbständige Pfarren im Kanton Burtscheid, 1827 in Dekanat Burtscheid umbenannt. 1893 wurde die Kapellengemeinde Oberforstbach vermögensrechtlich von Kornelimünster abgetrennt. Seit dem 10. August 1900 besteht das Dekanat Kornelimünster. Am 21. Dezember 1935 wurde die Kirche zur Ecclesia praeposita, Propsteikirche, erhoben." Aus: Handbuch des Bistums Aachen. Dritte Ausgabe, hg. vom Bischöflichen Generalvikariat Aachen, Aachen 1994, S. 95-96. Pfarrbezirk: Kornelimünster, Krauthausen
2 Verzeichnungseinheiten
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ