Spekulationen um Sondermüllexporte nach Dresden - Was weiß Umweltminister Vetter ?
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/001 D900035/122
C900035/208
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/001 Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1990
Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1990 >> Juli 1990
Freitag, 13. Juli 1990
Der umweltpolitische Sprecher der Grünen legt ein Protokoll vor, wonach die landeseigene Gesellschaft Sonderabfallentsorgung GmbH plant, jährlich 100000 Tonnen Sondermüll zu einem Preis von 33 Mio.DM nach Dresden zu exportieren. Im Gegenzug soll in Dresden eine Sondermülldeponie finanziert und gebaut werden. Das Umweltministerium will von dem Protokoll nichts wissen. Das Protokoll entstand auf einer Besichtigung der Sondermülldeponie in Billigheim durch ein Dresdener Ingeneurbüro. Anschließend wurde über den Bau einer Deponie in Dresden für die dortige Industrie und über Entsorgungssmöglichkeiten für Baden-Württemberg verhandelt. KRETSCHMANN (tel.): "Es ist zynisch, die DDRler als Dummchen hinzustellen, die noch nicht mal ein Protokoll richtig schreiben können". LANG: Dieser Satz ist ein Mißverständnis, die Zahlen beziehen sich auf die Billigheimer Deponie. Richtig ist, daß in Sachsen für die einheimische Industrie Entsorgungsmöglichkeiten geschaffen werden müssen. VETTER: Wir haben in Baden-Württemberg eine Sondermülldeponie und können unseren Abfall dort deponieren. LANG: Wir haben dem Protokoll keine große Bedeutung beigemessen.
SDR 1
0:03:40; 0'03
Audio-Visuelle Medien
Lang, Hans-Richard; Geschäftsführer Sonderabfallentsorgung Baden-Württemberg GmbH
Billigheim MOS
Dresden DD
Entsorgung
Handel: Export
Müll: Sondermüll
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:27 MEZ
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