Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, dass Hans d. Ä. von Flersheim und seine Helfer und Mittäter am 09.04.1464 (off mondag nach dem sonndag quasimodogeniti) seinen Besonderen Anton Baumgartner von Nürnberg (Anthony Bäumgarttener von Nurnberg) und dessen Knecht Faland (Follant) gefangengenommen und nach Wilenstein (Wilnstein), sodann nach Steinkallenfels (Kaltenfels) verschleppt hatten. Auf Vorbringungen (furwenden) des Peter von Albig, Ritter und Amtmann zu Kaiserslautern, und des Hans von Frankenstein, Burggraf zu Alzey, sind die Gefangenen dem Pfalzgrafen zu Willen und Gefallen ohne Schatzung wieder freigelassen worden. Kurfürst Friedrich verspricht, dass er Hans von Flersheim, dessen Knecht genannt Kaspar Gebsattel, Heinz Fischer und die Helfer und an der Angelegenheit Beteiligten aus der Sorge gelassen hat und sie wegen der Geschichte sicher und unbehelligt bleiben sollen, sofern Hans von Flersheim seinen beurkundeten diesbezüglichen Verpflichtungen nachkommt. Darunter Vermerk, dass Hans von Flersheim einen Verzichtbrief für sich und seine Knechte und Helfer gegeben hat, der im Gewölbe auf der Burg (in testudine castri) zu Heidelberg liegt.
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Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, dass Hans d. Ä. von Flersheim und seine Helfer und Mittäter am 09.04.1464 (off mondag nach dem sonndag quasimodogeniti) seinen Besonderen Anton Baumgartner von Nürnberg (Anthony Bäumgarttener von Nurnberg) und dessen Knecht Faland (Follant) gefangengenommen und nach Wilenstein (Wilnstein), sodann nach Steinkallenfels (Kaltenfels) verschleppt hatten. Auf Vorbringungen (furwenden) des Peter von Albig, Ritter und Amtmann zu Kaiserslautern, und des Hans von Frankenstein, Burggraf zu Alzey, sind die Gefangenen dem Pfalzgrafen zu Willen und Gefallen ohne Schatzung wieder freigelassen worden. Kurfürst Friedrich verspricht, dass er Hans von Flersheim, dessen Knecht genannt Kaspar Gebsattel, Heinz Fischer und die Helfer und an der Angelegenheit Beteiligten aus der Sorge gelassen hat und sie wegen der Geschichte sicher und unbehelligt bleiben sollen, sofern Hans von Flersheim seinen beurkundeten diesbezüglichen Verpflichtungen nachkommt. Darunter Vermerk, dass Hans von Flersheim einen Verzichtbrief für sich und seine Knechte und Helfer gegeben hat, der im Gewölbe auf der Burg (in testudine castri) zu Heidelberg liegt.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 813, 119
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Friedrich I. >> Liber ad vitam I (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) >> Urkunden
1464 April 21 (off samßdag nach misericordia domini)
fol. 81v
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Kopfregest: "Als myn gnediger herre pfaltzgrave Hansen von Flerßheim den eltern sine knecht helffer und helffers helffer der geschicht des Bungarttners halb uß sorgen leßet". Vgl. zur Urfehde: Dolch/Münch, Urkundenbuch der Stadt Kaiserslautern III, Nr. 92.
Albig, Peter von; Ritter, Amtmann zu Kaiserslautern, Amtmann zu Bacharach, 1464, 1495 tot
Baumgartner, Anton (Antonius); Kaufmann zu Nürnberg, -1475
Faland (Follant); Knecht des Anton Baumgartner, erw. 1464
Fischer, Heinz; reisiger Knecht, erw. 1464
Flersheim, Hans d. A. von; erw. 1464, 1480
Frankenstein, Hans d. Ä. zu; Burggraf zu Alzey, erw. 1463, 1472
Gebsattel, Kaspar; Knecht des Hans von Flersheim, erw. 1464
Heidelberg HD; Schloss
Steinkallenfels, Burg bei Kallenfels : Kirn KH
Wilenstein, Burg bei Trippstadt KL
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:01 MESZ
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