Johann Ploenis, Bürgermeister, und Winand Haeß, beide Schöffen zu Xanten, bekunden, dass vor ihnen Adolf Cloß, klevischer fürstlicher Sekretär, und Gerhard Ingenhaiff, beide Kanoniker der Kirche zu Xanten, Testamentsexekutoren des + Johann von Hiesfeld (Hießfeldt), Portars und Kanonikers derselben Kirche, bekannt haben, dass sie die Jahrrente von 36 Talern und die betreffende Haupturkunde von 1567 Dezember 10, an welche die vorliegende Urkunde transfigiert ist - Christoffel von Wylich, Lizentiat der Rechte, hatte im Auftrag des Werner von Palandt, Herrn zu Selm (Sehlem), und Wilhelms von Wylich zu Bernsau, der Vormünder der Kinder Gertrud und Anthonis von Wylich des + Wilhelm von Wylich auf der Rosau, den Testamentsexekutoren zugunsten der Hausarmen diese Rente, zahlbar an Martini, verkauft [s. Regest unter Xanten, Viktorstift, Akten Nr. 9] -, dem Kapitel der Xantener Kirche übertragen haben. Sie haben auf die Jahrrente und den Prinzipalbrief zugunsten des Kapitels wie nach Landrecht üblich verzichtet. Das Kapitel kann die Rente frei an die Hausarmen zum Seelenheil des Erblassers austeilen. - Die Schöffen kündigen ihre Siegel an. Gegeven 1584 den ein und twintigsten dagh der monatt Octobris.
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Johann Ploenis, Bürgermeister, und Winand Haeß, beide Schöffen zu Xanten, bekunden, dass vor ihnen Adolf Cloß, klevischer fürstlicher Sekretär, und Gerhard Ingenhaiff, beide Kanoniker der Kirche zu Xanten, Testamentsexekutoren des + Johann von Hiesfeld (Hießfeldt), Portars und Kanonikers derselben Kirche, bekannt haben, dass sie die Jahrrente von 36 Talern und die betreffende Haupturkunde von 1567 Dezember 10, an welche die vorliegende Urkunde transfigiert ist - Christoffel von Wylich, Lizentiat der Rechte, hatte im Auftrag des Werner von Palandt, Herrn zu Selm (Sehlem), und Wilhelms von Wylich zu Bernsau, der Vormünder der Kinder Gertrud und Anthonis von Wylich des + Wilhelm von Wylich auf der Rosau, den Testamentsexekutoren zugunsten der Hausarmen diese Rente, zahlbar an Martini, verkauft [s. Regest unter Xanten, Viktorstift, Akten Nr. 9] -, dem Kapitel der Xantener Kirche übertragen haben. Sie haben auf die Jahrrente und den Prinzipalbrief zugunsten des Kapitels wie nach Landrecht üblich verzichtet. Das Kapitel kann die Rente frei an die Hausarmen zum Seelenheil des Erblassers austeilen. - Die Schöffen kündigen ihre Siegel an. Gegeven 1584 den ein und twintigsten dagh der monatt Octobris.
AA 0567 Xanten, Viktorstift, Akten (AA 0567)
Xanten, Viktorstift, Akten (AA 0567) >> 1. Akten >> 1.2. Stiftsämter >> 1.2.8. Elemosinarie >> Kopialbuch der Elemosinarie
1584 Oktober 21
Diverse Registraturbildner
Papier
Überlieferungsart: Abschrift
Vermerke: Darunter Vermerk vom 11. März 1666, dass am 19. August 1652 Rutgera Schlickers, Witwe des Dr. Lobler, 300 von 600 Reichstalern Kapital abgelöst hat, die dem Kanoniker und Elemosinar Arnd Kerschwich ausgezahlt wurden, und dass 15 Taler als Jahrrente von Martini 1652 an verblieben (Akt vom gleichen Tag unterschrieben vom Kapitelssekretär G. Golt)
Überlieferungskommentar: 17. Jh.
Vermerke: Darunter Vermerk vom 11. März 1666, dass am 19. August 1652 Rutgera Schlickers, Witwe des Dr. Lobler, 300 von 600 Reichstalern Kapital abgelöst hat, die dem Kanoniker und Elemosinar Arnd Kerschwich ausgezahlt wurden, und dass 15 Taler als Jahrrente von Martini 1652 an verblieben (Akt vom gleichen Tag unterschrieben vom Kapitelssekretär G. Golt)
Überlieferungskommentar: 17. Jh.
Urkunde
Kopialbuch der Elemosinarie
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 09:52 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.2. Geistliche Institute (Tektonik)
- 1.2.6. V - Z (Tektonik)
- 1.2.6.13. Xanten (Tektonik)
- 1.2.6.13.2. Viktorstift (Tektonik)
- Xanten, Viktorstift, Akten AA 0567 (Bestand)
- 1. Akten (Gliederung)
- 1.2. Stiftsämter (Gliederung)
- 1.2.8. Elemosinarie (Gliederung)
- Kopialbuch der Elemosinarie (Archivale)