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Besetzung der Kaplanstelle zu Obernetphen
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Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Gesuche des katholischen Pfarrers Lagrave zu Netphen um Annahme eines neuen Kaplans (1786, 1791, 1803, 1808-1809); Gesuche des Paters Ambrosius vom Franziskanerkonvent zu Hadamar und des bisherigen Kaplans Kunz um Konferierung der Kaplanstelle (1792); Gesuch des Pfarrers Lagrave zu Obernetphen um Entlassung des Kapuzinerpaters Chevalier als Kaplan (1799); Annahme des Wilhelm Scherer zu Niedersetzen als Kaplan und Berichte über dessen sich verzögernden Dienstantritt (1803-1804); Entlassung des Kaplans Wilhelm Scherer (1807); Beschwerde des Schullehrers Großhof zu Niedernetphen über den Kaplan Abel wegen Beleidigung (1808); Streit zwischen dem Pfarrer Lagrave zu Netphen und dem ehemaligen Kapuzinerpater Averdunck, nunmehr zu Linz, wegen Entschädigungsforderungen aufgrund erfolgter Aufkündigung der Vikarsstelle und Zustandekommen eines Vergleichs (1815); Rechnung über die an den Kapuzinerpater Averdunck vom Ehrenpastor Lagrave zu entrichtenden Entschädigungen (1815). Korrespondenten u.a.: Pfarrer Lagrave (Obernetphen), Justizrat Dresler (Siegen), von Neufrille (Dillenburg), Pfarrer Leipold (Obernetphen), von Bierbrauer (Dillenburg), Regierungsrat Wolfgang Friedrich von Schenck (Siegen), Assessor Schneider (Siegen), Trainer (Siegen), Inspektor Dr. H. A. Achenbach (Siegen), Kapuzinerpater Averdunck (Netphen), Amtsverweser Appum (Netphen).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.