Hausratversteigerung v. Raesfeldt
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B-Vormund, 160
B-Vormund Vormundschaften (Causae pupillares)
Vormundschaften (Causae pupillares) >> 1601-1700
1617
Enthält: Else Schückinck, Witwe des Peter Varwick, hat eine Forderung an die verstorbene Witwe Adolf von Raesfeldt zu Borghenge geb. Thekla Ledebaur (Ledebur). Diese hat ihr einen Teil ihres Hausgeräts an Zahlungsstatt gegeben. Auf Antrag der Witwe Varwick wird dasselbe 1617 verzeichnet und auf dem Stadtkeller versteigert. Dieses wird vorher den Töchtern der Witwe von Raesfeldt mitgeteilt, nämlich a) der Judith, welche sich bei dem Drosten Wilhelm von Welfelt in Bocholt, b) der Thekla Agnes, welche sich bei Georg Lüning zum Wittenstein aufhält. Die Witwe Varwick wohnt am Überwasserkirchhof. Erwähnt werden Bartold Pötken; Johan Börger; Skribent Johan Bischopinck; Johan Sodinck, Bentheimscher Richter in Schüttorf. Entwurf einer Vollmacht: Reinhart von Raesfeldt zu Embte bevollmächtigt als Vormund der Kinder seines verstorbenen Bruders Rudolf von Raesfeldt zugleich im Namen seiner Mitvormünder Jakob von Keppell und Didrich Paschen den Herman Kistemaker, Rentmeister in der Wiersche, und den Johan von Merhülsen, Prokurator in Borkelo, zu allen Prozesshandlungen vor dem Gericht in Borkelo, 1616.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:44 MEZ