Streit um Mast- und Holzrechte der Appellanten in der Richrather Mark, die die Vorinstanz ihnen abgesprochen hatte. Die Markgenossen haben Schweine der Witwe von dem Bottlenberg wegtreiben lassen, und der Amtmann hat Holz gepfändet. Nutzung der Richrather Mark zur Schweinemast durch Witwe Kessel.
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AA 0627, 555 - B 1455/4814
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1567-1570 (1563-1571)
Enthaeltvermerke: Kläger: Mechthild von Schöller, Witwe Johanns von dem Bottlenberg gen. Kessel, Haus Hackhausen, und ihr Sohn Rutger von dem Bottlenberg gen. Kessel, dieser zugleich für seinen nicht im Land weilenden Bruder Johann und seine Schwestern Sibylle und Mechthild, (Bekl.: Witwe von dem Bottlenberg) Beklagter: Als Markgraf und gemeine Erben der Richrather Mark (Waldgebiet zwischen Hilden, Ohligs und Leichlingen): Wilhelm von Etzbach, Markgraf, wohnhaft bei Richrath; Otto Schenk (Schenken, Schinckhen), Haus zum Vorst (Vorß); Bernhard von Overheid, Haus zu Schorrenbroich, und sein Bruder Gerhard von Overheid, bevollmächtigter Anwalt der ganzen Mark- und Miterben, Haus zum Graven (Rhein-Wupper-Kr.); Johann Brantz, Dinger; Petermann gen. am Berge, bevollmächtigter Anwalt; Johann Braß oder Brast und Gotthard Reifferscheidt, beide bevollmächtigte Anwälte, beide zu Monheim; Johann Schmidt zu Löhdorf (Lödorf), (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Martin Richardt 1567 - Dr. Caspar Fichardt - Dr. Christoffer Reifsteck Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Wildthelm 1567 - Dr. Johann Vest - Dr. Georg Kirgwangk Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Richter und Amtmann zu Solingen, Wilhelm von Bernsau, und der Dinger des berg. Amtes Miselohe, Johann Dreiß, als Kommissare mit Unterweisung durch die jül.-berg. Räte zu Düsseldorf 1563-1567 - 2. RKG 1567-1570 (1563-1571) Beweismittel: Acta priora (Q 10). Auszug aus der Gemarken-Rolle, betr. die zum Haus Hackhausen gehörende Holzgerechtigkeit (55). Zeugenverhör (97-99). Beschreibung: 5,5 cm, 196 Bl., lose; Q 1 - 14, 3 Beilagen prod. 31. Aug. 1571.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 09:27 MESZ
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- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
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