Jacobus, Erzbischof zu Laodicaea, Hausprälat Papst Clemens XII., apostolischer Nuntius, teilt ein Breve Papst Clemens XII. mit, wonach Erzbischof Clemens August von Köln in einem über hundert Jahre währenden Streit zwischen der Erzdiözese Köln und der Diözese Paderborn um die geistliche Gerichtsbarkeit Entscheidung gesucht hat, und zwar speziell bezüglich der geistlichen Gerichtsbarkeit in Marsberg, Alme, Thülen und Bredelar. Daraufhin haben seitens des Erzbischofs von Köln Johannes Andreas von Francken-Sierstorpff, Generalvikar, und Michael Neumann, Kanoniker und Scholaster an St. Aposteln in Köln, seitens der Diözese Paderborn Bernard Ignaz Wydenbrück, Kommissar in geistlichen Angelegenheiten und Kanoniker an der Busdorfkirche in Paderborn, und Johannes Franz Liborius Kersting, Hofrat zu Paderborn, 1701 Oktober 15 in Köln entschieden, daß die Pfarreien Alme, Thülen, Hoppecke, Rösenbeck, Nehden, Messinghausen, Radlinghausen, Bontkirchen und Bredelar zu Kölner Jurisdiktion gehören sollen, dagegen Ober- und Niedermarsberg zur Paderborner Jurisdiktion. Volkmarsen sei in geistlichen Angelegenheiten der bischöflichen Gerichtsbarkeit, der Erzdiözese Köln in weltlichen Angelegenheiten unterworfen. Auf Bitten des Erzbischofs Clemens August bestätigt der apostolische Stuhl den Vertrag mit Datum Rom, 1732 November 26. Unterschrift und Siegel des Ausstellers angekündigt. Köln

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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