Kläger: Amt der Wandbereiter in Hamburg (Beklagte).- Beklagter: Hans O(e)rtling, Wandbereiter in Hamburg (Kläger) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis; vom Rat angeordnete Aufnahme des Beklagten, der aus Grabow in Mecklenburg stammte und mit der Stieftochter des Amtsmeisters Jakob Iven verlobt war, in das Amt der Wandbereiter und Verbot der weiteren Beredung der Sache durch die Amtsmeister bei Androhung einer Strafe von 1000 Reichstalern; Einrede der Kläger, dass die Aufnahme des Beklagten in das Amt der Amtsordnung von 1547 widerspreche und dass der Beklagte seine "ehrliche Geburt" nicht ausreichend durch einen "Geburtsbrief" nachgewiesen habe
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Kläger: Amt der Wandbereiter in Hamburg (Beklagte).- Beklagter: Hans O(e)rtling, Wandbereiter in Hamburg (Kläger) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis; vom Rat angeordnete Aufnahme des Beklagten, der aus Grabow in Mecklenburg stammte und mit der Stieftochter des Amtsmeisters Jakob Iven verlobt war, in das Amt der Wandbereiter und Verbot der weiteren Beredung der Sache durch die Amtsmeister bei Androhung einer Strafe von 1000 Reichstalern; Einrede der Kläger, dass die Aufnahme des Beklagten in das Amt der Amtsordnung von 1547 widerspreche und dass der Beklagte seine "ehrliche Geburt" nicht ausreichend durch einen "Geburtsbrief" nachgewiesen habe
211-2_H 34
H 805
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> H
1595-1652(1644-1652)
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Conrad Blaufelder. Beklagter: Dr. Georg Goll.- Instanzen: 1. Obergericht 1643-1644. 2. Reichskammergericht 1647-1652 (1644-1652).- Darin: Namens-Listen und Zeugenaussagen von Wandbereitermeistern aus der Zeit 1642-1648; zahlreiche "Geburtsbriefe" aus der Zeit 1595-1649 und Eintragungen in das Protokoll des Wandbereiter-Amts über die Verlesung und Anerkennung solcher Geburtsbriefe.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11139 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:57 MEZ