Conrad Volghard, Dechant, und das Kapitel der St. Martinskirche in Kassel bekunden, daß Herr Conrad Habirkorn, Priester der Mainzer Diözese, zu Eh...
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Urk. 34, 90
Urk. 34, A II, Kassel Martinsstift
Urk. 34 Martinsstift Kassel - [ehemals: A II]
Martinsstift Kassel - [ehemals: A II] >> 1450-1474
1457 August 24
Ausfert. Pergt., Siegel an Pergamentstreifen anhängend. - Auf dem Umbug Vermerk des Notars Peregrinus Spichershusen von 1482 Aug. 23 (fritag vigilia Bartholomei), daß Henne Usener den Zins aus dem Hause des Ludwig Teger mit 100 Gulden an den Altar St. Cyriaci abgelöst hat in Gegenwart des Kapitels und des Herrn Johann Smedd, Vikars. - Rückw. Rubrum des 15. Jahrh.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Anno 1457, ipso die b. Bartholomei ap.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Conrad Volghard, Dechant, und das Kapitel der St. Martinskirche in Kassel bekunden, daß Herr Conrad Habirkorn, Priester der Mainzer Diözese, zu Ehren Gottes, der Maria, der Heiligen Cyriacus, Martinus, der 11000 Jungfrauen und der Dorothea einen neuen Altar und eine neue Vikarie in der St. Martinskirche als eine ewige Pfründe zu seinem, seiner Eltern und Freunde Seelenheile zum Lebensunterhalt für einen geeigneten Priester mit Zustimmung des Landgrafen Ludwig von Hessen und der Aussteller gestiftet hat unter Übertragung folgender Einkünfte: 6 rheinische Goldgulden jährlichen Zins zu Michaelis, wiederkäuflich für 100 Gulden, aus dem Hause samt Hofstatt des † Ludwig Jeger am Markte (in foro) in Kassel, gelegen zwischen den Häusern des Nicolaus Kremer und des Heinrich Kirchob, darin Heinrich Soerbegke und dessen Frau Czisa wohnt; 6 Viertel Frucht halb und halb in Kirchditmold (Kirchdiepmoln) von den Gütern der ehrbaren (validorum) Ruetwerssen, welche Ludwig Walberg bebaut, dieser Zins ist für 42 Gulden auf Wiederkauf gekauft. Damit ferner Conrad und seine Nachfolger dem Dechanten und Kapitel bei der Teilnahme an den täglichen Präsenzen nicht lästig erscheinen, hat er zur Mehrung der täglichen Präsenzen 4 rheinische Goldgulden jährlichen Zins (ablösbar mit 70 Gulden) aus seinem Hause zwischen den Häusern des Johann Armboster und der Elsa Hottemundis in der Freiheit Kassel, das Conrad selbst bewohnt, gestiftet. Davon soll 1 Gulden zur Mehrung der Präsenzen des Fronleichnamsfestes am Sonntage nach dem durch † Herrn Johannes Habirkorn, Kanoniker der Martinskirche, gestifteten Feste verteilt werden, 1 Gulden soll für die, von ihm in der Martinskirche gemäß dem Memorienbuche der Kirche (libro nostro memoriali) gestiftete Gedächtnisfeier seiner Eltern dienen, die übrigen 2 Gulden sind der beliebigen Verfügung des Dechanten und Kapitels überlassen. Der Altar soll nach Abgang des ersten Inhabers an Ludwig Ocreator von Marburg (Margpurg) fallen, danach sollen Mitglieder der Verwandtschaft des Stifters präsentiert werden. Nach deren Aussterben hat das Stift das Vorschlagsrecht beim Landgrafen, dem das Patronat des Altares vorbehalten ist. Schließlich hat der Stifter 2 ewige wöchentliche Messen für den Altar angeordnet und ein Meßbuch, einen Kelch und eine rote Seidendecke (ornamentum sericum rubei coloris) dem Altare geschenkt.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Die Aussteller.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Schultze Nr. 1004.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Conrad Volghard, Dechant, und das Kapitel der St. Martinskirche in Kassel bekunden, daß Herr Conrad Habirkorn, Priester der Mainzer Diözese, zu Ehren Gottes, der Maria, der Heiligen Cyriacus, Martinus, der 11000 Jungfrauen und der Dorothea einen neuen Altar und eine neue Vikarie in der St. Martinskirche als eine ewige Pfründe zu seinem, seiner Eltern und Freunde Seelenheile zum Lebensunterhalt für einen geeigneten Priester mit Zustimmung des Landgrafen Ludwig von Hessen und der Aussteller gestiftet hat unter Übertragung folgender Einkünfte: 6 rheinische Goldgulden jährlichen Zins zu Michaelis, wiederkäuflich für 100 Gulden, aus dem Hause samt Hofstatt des † Ludwig Jeger am Markte (in foro) in Kassel, gelegen zwischen den Häusern des Nicolaus Kremer und des Heinrich Kirchob, darin Heinrich Soerbegke und dessen Frau Czisa wohnt; 6 Viertel Frucht halb und halb in Kirchditmold (Kirchdiepmoln) von den Gütern der ehrbaren (validorum) Ruetwerssen, welche Ludwig Walberg bebaut, dieser Zins ist für 42 Gulden auf Wiederkauf gekauft. Damit ferner Conrad und seine Nachfolger dem Dechanten und Kapitel bei der Teilnahme an den täglichen Präsenzen nicht lästig erscheinen, hat er zur Mehrung der täglichen Präsenzen 4 rheinische Goldgulden jährlichen Zins (ablösbar mit 70 Gulden) aus seinem Hause zwischen den Häusern des Johann Armboster und der Elsa Hottemundis in der Freiheit Kassel, das Conrad selbst bewohnt, gestiftet. Davon soll 1 Gulden zur Mehrung der Präsenzen des Fronleichnamsfestes am Sonntage nach dem durch † Herrn Johannes Habirkorn, Kanoniker der Martinskirche, gestifteten Feste verteilt werden, 1 Gulden soll für die, von ihm in der Martinskirche gemäß dem Memorienbuche der Kirche (libro nostro memoriali) gestiftete Gedächtnisfeier seiner Eltern dienen, die übrigen 2 Gulden sind der beliebigen Verfügung des Dechanten und Kapitels überlassen. Der Altar soll nach Abgang des ersten Inhabers an Ludwig Ocreator von Marburg (Margpurg) fallen, danach sollen Mitglieder der Verwandtschaft des Stifters präsentiert werden. Nach deren Aussterben hat das Stift das Vorschlagsrecht beim Landgrafen, dem das Patronat des Altares vorbehalten ist. Schließlich hat der Stifter 2 ewige wöchentliche Messen für den Altar angeordnet und ein Meßbuch, einen Kelch und eine rote Seidendecke (ornamentum sericum rubei coloris) dem Altare geschenkt.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Die Aussteller.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Schultze Nr. 1004.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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