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Kleinere Landesherrschaften: Herrschaft Eppstein (Bestand)
Enthält: Urkunden 1043-1804
Akten 15. Jh. bis 1816, Mischprovenienz von Kurmainz und Hessen-Darmstadt und ab 1803 Nassau
Renteiregister (1448), Salbücher (um 1500, 1570, 1592, 1630, 1668)
Rechnungen: Amt Eppstein (1554-1802), Kellerei Eppstein (1539, 1581-1782), Oberliederbacher Mark (1656-1807), Rentei Wallau (1802-1815), Gemeinderechnungen (17. Jh. bis 1816), Kirchenrechnungen (Delkenheim 1592, 1623 ff., Medenbach 1584, 1624 ff.), Kriegsrechnungen (1792-1813)
Bestandsgeschichte: Im Jahr 1887/1888 wurde die Abt. 331 Herrschaft Eppstein durch den Archivar Arnold Hagemann neu gebildet und verzeichnet. Hierbei blieben etliche in die Abt. 105 Kurmainzer Amt Hochheim und Abt. 106 Kurmainzer Ämter Höchst und Hofheim eingemischte Eppsteiner Akten unberücksichtigt, vermutlich weil ihre Provenienz in der aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammenden Verzeichnung der Abt. 105 und 106 nicht eindeutig zu erkennen war. Im Jahr 1993 erfolgte eine Überarbeitung dieser beiden Abteilungen und der Abt. 331 Herrschaft Eppstein durch Hartmut Heinemann, bei der die Eppsteiner Akten in Abt. 331 zurückgeführt wurden. Ebenfalls hinzugenommen wurden Archivalien der nassauischen Zeit von 1903 bis 1815, die ursprünglich in andere Abteilungen überführt werden sollten. Sie alle wurden zusammengefasst und um einige Irrläufer aus Abt. 320 ergänzt. Die Akten betreffen fast ausschließlich den hessischen Teil der Herrschaft Eppstein, das sogen. 'Ländchen', mit dem Amtssitz in Wallau, wobei neben den Amtsakten auch viele Akten hessischer Oberbehörden enthalten sind. Auf den kurmainzischen Teil der Herrschaft Eppstein beziehen sich nur einige wenige Stücke.
Die Verzeichnungen zu den Urkunden des Bestandes im HHStAW wurden in den Jahren 2011 bis 2014 im Rahmen eines DFG-Förderprojekts aus Eigenmitteln retrokonvertiert.
Weitere Akten aus dem Zeitraum 1803 bis 1815 befinden sich in Abt. 227 Herzoglich Nassauisches Amt Hochheim.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Herrschaft Eppstein entstand um die 1122 erstmals bezeugte Reichsburg. Die Hälfte des Reichslehens kam 1124 an das Erzbistum Mainz. Seit 1183/1190 hielten die Edelfreien von Hainhausen je die Hälfte vom Reich und von Kurmainz als Lehen und nannten sich seitdem von Eppstein. 1433 trennte sich die Linie Eppstein-Königstein ab. Die Linie Eppstein veräußerte die dem Reich gehörende Hälfte des Lehens und den westlichen Teil der Herrschaft (das sog. 'Ländchen') 1492 an den Landgrafen von Hessen und trat 1495-1508 den Rest der Herrschaft an Graf Eberhard von Königstein-Eppstein ab. Als die Linie Königstein-Eppstein erlosch, fiel dieser Herrschaftsteil 1535 an die Grafen von Stolberg-Königstein und wurde 1581 von Kurmainz eingezogen. 1802/03 gelangte der kurmainzische Teil durch Säkularisation und der hessen-darmstädtische durch Austausch an Nassau. Zum kurmainzischen Vogteiamt Eppstein gehörten außer der Hälfte an der Stadt Eppstein die Dörfer Bremthal, Ehlhalten, Eppenhain, Fischbach, Glashütten, Hornau, Kelkheim, Nieder- und Oberjosbach, Ruppertshain, Schloßborn, Vockenhausen, die Höfe Gimbach und Retters (Röders) sowie zur Hälfte der Hof Heusel. Das hessen-darmstädtische Amt Wallau umfaßte die Dörfer Breckenheim, Delkenheim, Diedenbergen, Igstadt, Langenhain, Lorsbach, Massenheim, Medenbach, Nordenstadt, Ober- und Unterliederbach, Wallau und Wildsachsen sowie die Höfe Hausen vor der Sonne und Mechthildshausen. Zur hessen-darmstädtischen Kellerei Eppstein zählten halb Eppstein und halb der Hof Heusel.
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: Urkunden: Repertorium nach älterer Kartei, um 1960 (masch.)
Findmittel: Akten: Repertorium Teil 1 von Arnold Hagemann, 1887/1888 (hs.); Teil 2 von Hartmut Heinemann, 1993 (DV-Ausdruck)
Bearbeiter: Anke Stößer, 2014 (Urkunden)
Bearbeiter: Hartmut Heinemann, 1993
Bearbeiter: Arnold Hagemann, 1887/1888
165,6 m (607 Urkunden; 158 m Akten)
Bestand
Literatur: Bertold Picard: Eppstein im Taunus. Frankfurt 1968.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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