Heinrich von Rückershausen (Ruckershusen) bekundet, daß er sich mit dem Kloster Haina (Heyne) über dessen Ansprüche wegen der Mühle oberhalb des D...
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Urk. 26, 1319
Urk. 26, A II Haina, Kloster
Urk. 26 Kloster Haina - [ehemals: A II]
Kloster Haina - [ehemals: A II] >> 1350-1374
1354 Juli 22
Ausf., dt., Perg., wegen Moders aufgeklebt. - Beide urspr. anh. Sg. fehlen.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gedeidinget und [. ..] gegebin nach gotis geburt 1354 jar, an sente Marien Magdalen tag.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Heinrich von Rückershausen (Ruckershusen) bekundet, daß er sich mit dem Kloster Haina (Heyne) über dessen Ansprüche wegen der Mühle oberhalb des Dorfes Röllshausen (Reilshusen), wegen des Gutes, das sein verstorbener Vater vom Kloster zu Landsiedelrecht hatte [vgl. Franz Nr. 592], samt dem Garten vor dem Hause und der Gemeinde sowie wegen des dem Kloster an Häusern und Scheunen widerfahrenen Schadens verglichen hat: Das Kloster erläßt ihm den bisher fälligen Zins und das für Mühle, Gut und Garten sowie den von ihm verursachten Schaden gesetzte Pfand und verleiht ihm auf Verwendung des Landgrafen die Mühle auf Lebenszeit gegen einen alljährlich am zwölften Tag [Januar 6] fälligen Zins von 4 Pfund Pfennige hessischer Währung; es überläßt ihm weiter gegen einen zu Martini fälligen Zins von 1 Pfund auch das Gut, erhält den Garten jedoch zu freier Verfügung zurück. Mühle und Gut fallen nach seinem Tod ohne Einspruchsrecht seiner Ehefrau Grete und seiner Erben an das Kloster zurück, das sie auch bei Zahlungsversäumnis zurückfordern kann. Heinrich verzichtet zugleich für seinen Knecht, für den die Mühle gebaut wurde, auf Ersatz der Baukosten und will das Kloster und dessen Leute künftig an der Nutzung der Gemeinde und sonst an ihrem Gut nicht widerrechtlich behindern.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Der Aussteller und Landgraf Heinrich von Hessen.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Franz Nr. 623, Zweiter Band
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Heinrich von Rückershausen (Ruckershusen) bekundet, daß er sich mit dem Kloster Haina (Heyne) über dessen Ansprüche wegen der Mühle oberhalb des Dorfes Röllshausen (Reilshusen), wegen des Gutes, das sein verstorbener Vater vom Kloster zu Landsiedelrecht hatte [vgl. Franz Nr. 592], samt dem Garten vor dem Hause und der Gemeinde sowie wegen des dem Kloster an Häusern und Scheunen widerfahrenen Schadens verglichen hat: Das Kloster erläßt ihm den bisher fälligen Zins und das für Mühle, Gut und Garten sowie den von ihm verursachten Schaden gesetzte Pfand und verleiht ihm auf Verwendung des Landgrafen die Mühle auf Lebenszeit gegen einen alljährlich am zwölften Tag [Januar 6] fälligen Zins von 4 Pfund Pfennige hessischer Währung; es überläßt ihm weiter gegen einen zu Martini fälligen Zins von 1 Pfund auch das Gut, erhält den Garten jedoch zu freier Verfügung zurück. Mühle und Gut fallen nach seinem Tod ohne Einspruchsrecht seiner Ehefrau Grete und seiner Erben an das Kloster zurück, das sie auch bei Zahlungsversäumnis zurückfordern kann. Heinrich verzichtet zugleich für seinen Knecht, für den die Mühle gebaut wurde, auf Ersatz der Baukosten und will das Kloster und dessen Leute künftig an der Nutzung der Gemeinde und sonst an ihrem Gut nicht widerrechtlich behindern.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Der Aussteller und Landgraf Heinrich von Hessen.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Franz Nr. 623, Zweiter Band
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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10.06.2025, 9:13 AM CEST
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