Mathis Schmid d. J., Bürger zu Veringen, bekundet: Sein Schweher Mathis Schmid, auch Bürger dortselbst, hatte ihm sein Haus zu Veringen (Anlieger: Martin Sailer; Konrad Solhin der Wagner) verkauft, aus dem [angeblich] nur 1 Pfund Heller jährlichen Zinses den Heiligen zu Ittenhausen (1) zu entrichten war. Der Aussteller ist von Henslin Riserlin und Hans Houspach, Pflegern der Pfarrkirche des heiligen Michael zu Veringendorf, und ihren Vorgängern daran erinnert worden, daß ihrer Pflege noch 14 Schilling Heller jährlichen Zinses, mit 14 Pfund Heller Veringer Münz ablösbar, daraus gehen soll, worüber keine Urkunde aufgerichttet und vorhanden sei. Die Pfleger konnten ihre Forderung vor dem gnädigen Herrn zu Sigmaringen durchsetzen, worauf sich der Aussteller verpflichtet, diesen Zins jährlich 8 Tage vor oder nach Martini zu Veringendorf zu entrichten, und als Unterpfand sein liegendes und fahrendes Gut einsetzt (1) Ittenhausen, Kreis Saulgau
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Mathis Schmid d. J., Bürger zu Veringen, bekundet: Sein Schweher Mathis Schmid, auch Bürger dortselbst, hatte ihm sein Haus zu Veringen (Anlieger: Martin Sailer; Konrad Solhin der Wagner) verkauft, aus dem [angeblich] nur 1 Pfund Heller jährlichen Zinses den Heiligen zu Ittenhausen (1) zu entrichten war. Der Aussteller ist von Henslin Riserlin und Hans Houspach, Pflegern der Pfarrkirche des heiligen Michael zu Veringendorf, und ihren Vorgängern daran erinnert worden, daß ihrer Pflege noch 14 Schilling Heller jährlichen Zinses, mit 14 Pfund Heller Veringer Münz ablösbar, daraus gehen soll, worüber keine Urkunde aufgerichttet und vorhanden sei. Die Pfleger konnten ihre Forderung vor dem gnädigen Herrn zu Sigmaringen durchsetzen, worauf sich der Aussteller verpflichtet, diesen Zins jährlich 8 Tage vor oder nach Martini zu Veringendorf zu entrichten, und als Unterpfand sein liegendes und fahrendes Gut einsetzt (1) Ittenhausen, Kreis Saulgau
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 170 T 2 {42}
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 170 T 2 Grafschaft Veringen: Urkunden
Grafschaft Veringen: Urkunden >> 1. Urkunden
1509 Juni 22 (1509 Juni 22 (Freitag vor Joh. Bapt. zu Sunnwende))
Urkunden
Siegler: Siegelankündigung: Schultheiß, Bürgermeister und Rat zu Veringenstadt
Überlieferungsart: Abschrift
Siegelbeschreibung: Stadtsiegel
Vermerke: Abschrift [16. Jh.] im Kopialbuch der Pflege des heiligen Michael zu Veringendorf, f. 8r-9r
Überlieferungsart: Abschrift
Siegelbeschreibung: Stadtsiegel
Vermerke: Abschrift [16. Jh.] im Kopialbuch der Pflege des heiligen Michael zu Veringendorf, f. 8r-9r
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:48 MESZ
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